BEKOM MANAGEDBetriebsmodelle für InfrastrukturOn-Premise, Cloud oder Hybrid
BEKOM betreibt IT-Infrastruktur in Ihrer eigenen Betriebsstätte, in Cloud-Umgebungen oder in kombinierten Szenarien – mit identischen SLAs und Betriebsprozessen.
Infrastruktur-Standort: Physische Entscheidungen für Server, Speicher und Netzwerk
Auf Plattform- und Anwendungsebene bestimmen Lizenzmodelle, Hersteller-Vorgaben oder Cluster-Topologien das Betriebsmodell. Auf der Infrastrukturebene sind die Entscheidungen physischer Natur: Wo steht die Hardware? Wie wird sie mit Strom und Kühlung versorgt? Wie ist der physische Zugang geregelt? Diese Rahmenbedingungen lassen sich im laufenden Betrieb nur mit erheblichem Aufwand ändern – die Standortentscheidung für Server, Speicher und Netzwerk ist daher eine der folgenreichsten im IT-Betrieb.
Infrastruktur-Betriebsmodelle sind geschäftskritisch, da Server, Speicher und Netzwerk die Basis aller digitalen Geschäftsprozesse bilden. Die physische Verfügbarkeit der Infrastruktur ist elementare Betriebsvoraussetzung für Auftragsverarbeitung, standortübergreifende Kommunikation und compliance-relevante Datenverarbeitung. → BEKOM MANAGED Infrastructure
BEKOM analysiert im Infrastruktur-Assessment die physischen Gegebenheiten pro Standort und dokumentiert, welches Betriebsmodell für welche Komponenten in Frage kommt – bevor operative Präferenzen in die Entscheidung einfließen. Für Entscheidungsfaktoren auf anderen Ebenen siehe Plattform-Betriebsmodelle (Cluster-Verteilung) und Anwendungen-Betriebsmodelle (Lizenz- und Herstellervorgaben).
Hardware-Standort als Grundentscheidung
Der physische Standort von Servern, Speichersystemen und Netzwerkkomponenten bestimmt eine Reihe nachgelagerter Rahmenbedingungen, die sich im laufenden Betrieb nur mit erheblichem Aufwand ändern lassen.
- Latenz und Netzwerkverhalten: Lokale Systeme in der eigenen Betriebsstätte bieten minimale Latenz zu angebundenen Arbeitsplätzen und Produktionsanlagen. Cloud-Standorte fügen Netzwerklatenzen hinzu, die für bestimmte Anwendungsfälle relevant sind.
- Compliance und Datensouveränität: Regulatorische Anforderungen können den physischen Standort von Hardware vorschreiben – etwa innerhalb der eigenen Betriebsstätte oder innerhalb bestimmter Landesgrenzen.
- Physische Sicherheit: Die Sicherheit des Standorts – Zutrittskontrolle, Brandschutz, Einbruchschutz – liegt bei On-Premise in der Verantwortung der Organisation, bei Cloud-Betrieb beim Rechenzentrumsbetreiber.
- Strom- und Kühlversorgung: Die Verfügbarkeit und Redundanz der Energieversorgung bestimmt, wie ausfallsicher die Infrastruktur betrieben werden kann.
Hardware-Lifecycle und Beschaffung
Server, Speichersysteme und Netzwerkkomponenten haben einen definierten Lebenszyklus: Beschaffung, Inbetriebnahme, Betrieb, Wartung und Ablösung. Das gewählte Betriebsmodell bestimmt, wer diese Phasen verantwortet und welche Vorlaufzeiten gelten.
Eigene Hardware vs. bereitgestellte Systeme
Die Frage, wem die Hardware gehört, hat unmittelbare Auswirkungen auf Investitionsmodell, Abschreibung und Austauschzyklen.
Eigene Hardware (CAPEX): Die Organisation beschafft Server, Storage und Netzwerkkomponenten selbst. Die Geräte stehen in der eigenen Betriebsstätte, die Abschreibung erfolgt über den steuerlich definierten Zeitraum. BEKOM übernimmt den Betrieb der vorhandenen Hardware per Remote-Management.
Bereitgestellte Hardware (OPEX): BEKOM oder ein Cloud-Anbieter stellt die physische Hardware bereit. Die Organisation zahlt eine monatliche Betriebspauschale ohne Investition in eigene Geräte. Der Anbieter verantwortet den Hardware-Austausch.
Gemischte Modelle: Teile der Infrastruktur laufen auf eigener Hardware, andere auf bereitgestellten Systemen. BEKOM betreibt beide Varianten mit identischen Prozessen. Die Asset-Verwaltung dokumentiert pro Komponente, wer Eigentümer ist und welche Austauschzyklen gelten.
Beschaffungsvorlauf und Kapazitätsreserven
Neue Hardware in der eigenen Betriebsstätte erfordert einen Beschaffungsprozess. In Cloud-Umgebungen entfällt dieser – zusätzliche Kapazität lässt sich per Konfiguration bereitstellen.
Beschaffungszeiträume: Standardkomponenten (Festplatten, RAM-Module, Netzwerkkabel) sind kurzfristig verfügbar. Server und Storage-Systeme haben je nach Hersteller und Konfiguration unterschiedliche Lieferzeiten. BEKOM dokumentiert pro Hardware-Typ die erwarteten Beschaffungszeiträume.
Kapazitätsreserven: On-Premise-Umgebungen können Standby-Hardware vorhalten, die im Fehlerfall oder bei Lastspitzen aktiviert wird. Die Entscheidung über Art und Umfang der Reserven basiert auf der Kritikalität der Systeme und dem Service-Level-Agreement.
Cloud-Provisionierung: In Cloud-Umgebungen werden zusätzliche Ressourcen per API oder Konfigurationsänderung bereitgestellt. BEKOM plant die Kapazität in Cloud-Umgebungen auf Basis definierter Schwellwerte und Wachstumsprognosen.
End-of-Life und Hardware-Austausch
Hardware altert. Firmware-Updates enden, Ersatzteile werden knapp, Energieeffizienz sinkt. Der Umgang mit Hardware am Ende ihres Lebenszyklus unterscheidet sich je nach Betriebsmodell.
On-Premise Austauschzyklen: BEKOM überwacht den Status und die Firmware-Aktualität aller verwalteten Komponenten. Wenn Hardware das End-of-Life erreicht, erstellt BEKOM eine Migrationsplanung: Austausch gegen Nachfolgegeräte, Konsolidierung auf leistungsfähigere Systeme oder Verlagerung in die Cloud.
Komponentenausfall: Bei Defekten in der eigenen Betriebsstätte koordiniert BEKOM den Hardware-Austausch: Ersatzteilbeschaffung, Vor-Ort-Einsatz und Wiederinbetriebnahme nach definiertem Prozess. In Cloud-Umgebungen liegt der Hardware-Austausch beim Anbieter.
Firmware und Microcode: BEKOM prüft und installiert Firmware-Updates für verwaltete Komponenten nach abgestimmtem Change-Prozess. Updates, die physischen Zugang erfordern, werden als geplanter Vor-Ort-Einsatz durchgeführt.
Netzwerk und Konnektivität pro Betriebsmodell
Die Netzwerkarchitektur ist eine Infrastruktur-Entscheidung – sie bestimmt, wie Server, Speicher und Arbeitsplätze miteinander kommunizieren. Anders als die logische Netzwerkkonfiguration auf Plattformebene geht es hier um physische Verkabelung, Switching-Hardware und WAN-Anbindung.
Lokales Netzwerk und Anbindung
Das lokale Netzwerk in der eigenen Betriebsstätte bildet die Grundlage für den On-Premise-Betrieb. BEKOM betreibt die Netzwerkkomponenten als Teil der verwalteten Infrastruktur.
Switching und Verkabelung: Managed Switches, strukturierte Verkabelung und Patch-Panels bilden die physische Netzwerkschicht. BEKOM überwacht Port-Auslastung, Fehlerraten und Durchsatzwerte über das zentrale Monitoring.
VLAN-Design: Die logische Trennung von Netzwerksegmenten (Server, Management, Clients, Gäste) erfolgt über VLANs. BEKOM dokumentiert das VLAN-Design und setzt Änderungen nach abgestimmtem Change-Prozess um.
Uplink und Internet-Anbindung: Die Anbindung an das Internet oder an Cloud-Umgebungen erfolgt über den Uplink der Organisation. BEKOM überwacht die Verfügbarkeit und Bandbreite der Anbindung, die Bereitstellung selbst liegt in der Verantwortung der Organisation oder ihres Carriers.
Standortvernetzung und WAN
Organisationen mit mehreren Standorten benötigen eine sichere Vernetzung zwischen den Betriebsstätten. Die Wahl der WAN-Technologie hat direkte Auswirkungen auf die Betriebsmodell-Entscheidung.
Site-to-Site VPN: Standorte werden über verschlüsselte Tunnel über das Internet verbunden. BEKOM konfiguriert und überwacht die VPN-Verbindungen auf den verwalteten Firewalls und Routern.
SD-WAN: Software-defined WAN ermöglicht die intelligente Nutzung mehrerer WAN-Verbindungen (Internet, MPLS, LTE) mit zentralem Management. BEKOM betreibt die SD-WAN-Infrastruktur und überwacht die Pfadauswahl und Verbindungsqualität.
Cloud-Interconnects: Direkte Anbindungen an Cloud-Provider (AWS Direct Connect, Azure ExpressRoute) bieten niedrigere Latenz und höhere Bandbreite als Internet-basierte Verbindungen. BEKOM unterstützt die Konfiguration und überwacht die Interconnect-Verfügbarkeit.
Physische Sicherheit und Zugangskonzepte
Die physische Absicherung der Infrastruktur ist eine Standortentscheidung. In der eigenen Betriebsstätte liegt die Verantwortung bei der Organisation – BEKOM unterstützt mit Anforderungsdokumentation und Empfehlungen.
Zutrittskontrolle: Serverräume und IT-Schränke erfordern eine Zutrittskontrolle, die nachvollziehbar dokumentiert, wer wann Zugang hatte. BEKOM definiert im Service-Design-Dokument die Mindestanforderungen an den physischen Zugang.
USV und Notstromversorgung: Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) überbrückt kurze Ausfälle und ermöglicht bei längeren Ausfällen ein geordnetes Herunterfahren. BEKOM überwacht den USV-Status per Remote-Management und meldet Abweichungen.
Klimatisierung: Server und Speichersysteme erzeugen Abwärme, die abgeführt werden muss. Die Klimatisierung des Serverraums liegt in der Verantwortung der Organisation. BEKOM überwacht Temperatursensoren und warnt bei Überschreitung definierter Schwellwerte.
Remote-Management-Zugang: BEKOM benötigt einen gesicherten Fernzugang zu den verwalteten Systemen. Die Verbindung erfolgt über VPN mit Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die Zugangskonfiguration wird im Service-Design-Dokument festgelegt.
Kapazitätsplanung für physische Infrastruktur
Kapazitätsplanung auf Infrastrukturebene betrifft physische Ressourcen: Rechenleistung, Speicherplatz, Netzwerkbandbreite, Strom und Kühlung. Die Planungsgrundlagen und Skalierungsmechanismen unterscheiden sich je nach Betriebsmodell.
Bestandsaufnahme und Dimensionierung
Vor jeder Kapazitätsentscheidung steht die Analyse des aktuellen Zustands. BEKOM erfasst im Infrastruktur-Assessment die vorhandene Hardware und deren Auslastung.
- Ist-Analyse: CPU-Auslastung, RAM-Nutzung, Storage-Belegung und Netzwerkdurchsatz werden über definierte Zeiträume erfasst. BEKOM identifiziert überlastete und unterausgelastete Systeme.
- Wachstumsprognose: Auf Basis historischer Daten und geplanter Geschäftsentwicklung schätzt BEKOM den zukünftigen Ressourcenbedarf. Die Prognose berücksichtigt saisonale Schwankungen und geplante Projekte.
- Headroom-Planung: Produktive Systeme benötigen Reservekapazität für Lastspitzen und Ausfallszenarien. BEKOM empfiehlt Headroom-Werte pro Ressourcentyp und Kritikalitätsstufe.
Skalierung nach Betriebsmodell
Die Mechanismen zur Kapazitätserweiterung unterscheiden sich zwischen On-Premise und Cloud grundlegend.
- On-Premise – vertikale Skalierung: Zusätzlicher RAM, schnellere CPUs oder größere Festplatten in bestehende Systeme. Erfordert Kompatibilitätsprüfung, Beschaffung und physischen Einbau. BEKOM plant und koordiniert den Ausbau.
- On-Premise – horizontale Skalierung: Zusätzliche Server, Storage-Shelves oder Switches. Erfordert Rack-Platz, Stromversorgung, Netzwerkanbindung und eine längere Vorlaufzeit. BEKOM erstellt die Spezifikation und koordiniert die Inbetriebnahme.
- Cloud – elastische Skalierung: Zusätzliche virtuelle Maschinen, Storage-Volumes oder Netzwerkkapazität per Konfiguration. BEKOM definiert Skalierungsregeln und Schwellwerte. Die Bereitstellung erfolgt ohne physischen Eingriff.
- Hybrid – Burst-to-Cloud: Grundlast läuft On-Premise, Lastspitzen werden in die Cloud verlagert. BEKOM konfiguriert die Schwellwerte und überwacht die automatische Verlagerung.
Energieeffizienz und Betriebskosten
Strom und Kühlung sind wesentliche Kostenblöcke im On-Premise-Betrieb. In Cloud-Umgebungen sind diese Kosten im Nutzungspreis enthalten.
- Power Usage Effectiveness (PUE): Das Verhältnis von Gesamtenergieverbrauch zu IT-Nutzlast. In der eigenen Betriebsstätte liegt der PUE-Wert häufig über dem zertifizierter Rechenzentren. BEKOM dokumentiert den Energieverbrauch pro System und identifiziert Einsparpotenziale.
- Stromkosten On-Premise: Die Organisation trägt die Stromkosten für Server, Speicher, Netzwerk, USV und Klimaanlage direkt. BEKOM erfasst den Verbrauch pro Rack oder Schrank, sofern die Messtechnik vorhanden ist.
- Cloud-Kosten: Cloud-Provider berechnen Strom und Kühlung im Ressourcenpreis. Die Kosten skalieren mit dem Ressourcenverbrauch. BEKOM erstellt monatliche Kostenübersichten und identifiziert ungenutzte oder überdimensionierte Ressourcen.
Kostentreiber bei Infrastruktur-Betriebsmodellen
Die Kostentreiber beim Eigenbetrieb von Server-, Speicher- und Netzwerkinfrastruktur entstehen primär durch die physischen Rahmenbedingungen: Stromverbrauch und Kühlung verursachen kontinuierliche Betriebskosten, während Hardware-Refresh-Zyklen alle drei bis fünf Jahre größere Investitionen erfordern. Datacenter-Flächen mit redundanter Stromversorgung und Klimatisierung sind kostenintensive Dauerverpflichtungen. Variable Aufwände entstehen durch ungeplante Hardware-Ausfälle, Kapazitätserweiterungen und die kontinuierliche Überwachung physischer Komponenten. BEKOM strukturiert diese Kostentreiber in planbare Betriebskosten über eine monatliche Pauschale, die Hardware-Refresh, Datacenter-Services und physisches Monitoring einschließt. Das Assessment identifiziert standortspezifische Kostenstrukturen und dokumentiert, welche Infrastruktur-Komponenten wirtschaftlicher im Managed-Modell betrieben werden.
Verwandte Themen: Infrastruktur-Betriebsmodelle verzahnen sich mit Managed Server und Managed Virtualisierung; die korrespondierende Open-Source-Perspektive dokumentiert Open-Pro-Infrastruktur-Betriebsmodelle; für Hypervisor-Ablösungen siehe das Szenario VMware-Exit.
Häufige Fragen zum Infrastruktur-Standort
Wie lange dauert die Beschaffung neuer Hardware für die eigene Betriebsstätte?
Die Beschaffungsdauer hängt vom Komponententyp ab. Standardkomponenten wie Festplatten, RAM-Module oder Netzwerkkabel sind in der Regel kurzfristig lieferbar. Server und Storage-Systeme haben je nach Hersteller und Konfiguration unterschiedliche Lieferzeiten. BEKOM dokumentiert pro Hardware-Typ die erwarteten Beschaffungszeiträume und berücksichtigt diese in der Kapazitätsplanung. Für kritische Systeme empfiehlt BEKOM die Vorhaltung von Standby-Hardware.
Wer ist verantwortlich für Hardware-Austausch bei Defekten?
Bei verwalteter Hardware in der eigenen Betriebsstätte koordiniert BEKOM den gesamten Austauschprozess: Fehlerdiagnose per Remote-Management, Ersatzteilbeschaffung, Beauftragung des Vor-Ort-Einsatzes und Wiederinbetriebnahme nach dokumentiertem Ablauf. Die Kosten für Ersatzteile und Vor-Ort-Einsätze sind im Service-Design-Dokument geregelt. In Cloud-Umgebungen liegt der physische Hardware-Austausch beim Cloud-Anbieter – BEKOM überwacht die Verfügbarkeit der bereitgestellten Ressourcen und eskaliert bei Bedarf an den Anbieter.
Welche Anforderungen gelten für den Serverraum?
BEKOM definiert im Service-Design-Dokument die Mindestanforderungen an den Serverraum: Zutrittskontrolle mit Protokollierung, unterbrechungsfreie Stromversorgung mit ausreichender Überbrückungszeit, Klimatisierung mit definiertem Temperaturbereich zwischen 18 und 27 Grad Celsius, Brandschutz und Brandfrühesterkennung. Die Umsetzung dieser Anforderungen liegt bei der Organisation. BEKOM überwacht Temperatur, Stromversorgung und USV-Status per Remote-Monitoring und meldet Abweichungen an die zuständigen Ansprechpartner.
Wie wird die Netzwerkanbindung zwischen Standorten realisiert?
Die Standortvernetzung erfolgt über Site-to-Site VPN, SD-WAN oder dedizierte Leitungen – je nach Bandbreitebedarf, Latenzanforderungen und Budget. BEKOM konfiguriert und überwacht die Verbindungen auf den verwalteten Netzwerkkomponenten. Die Bereitstellung der WAN-Leitungen selbst liegt in der Verantwortung der Organisation oder ihres Carriers. Für Anbindungen an Cloud-Umgebungen unterstützt BEKOM die Konfiguration von Cloud-Interconnects.
Kann BEKOM bestehende Hardware weiter betreiben?
BEKOM übernimmt den Betrieb vorhandener Hardware, sofern diese die Mindestanforderungen an Firmware-Aktualität und Supportstatus erfüllt. Im Infrastruktur-Assessment erfasst BEKOM den Zustand aller Komponenten: Modell, Alter, Firmware-Version, Supportstatus beim Hersteller und verbleibende Lebensdauer. Für Hardware, die das End-of-Life erreicht hat, erstellt BEKOM eine Migrationsempfehlung mit konkreten Optionen: Austausch, Konsolidierung oder Verlagerung in die Cloud.
Wie wird die Stromversorgung in der eigenen Betriebsstätte abgesichert?
Die Absicherung der Stromversorgung umfasst mehrere Ebenen: redundante Einspeisung (sofern verfügbar), USV-Anlage zur Überbrückung kurzer Ausfälle und geordnetes Herunterfahren bei längeren Ausfällen. BEKOM überwacht den USV-Status, die Batteriekapazität und die Lastverteilung per Remote-Monitoring. Die Beschaffung und Wartung der USV-Anlage liegt bei der Organisation. BEKOM empfiehlt im Service-Design-Dokument die erforderliche Überbrückungszeit basierend auf der Kritikalität der Systeme.
Welche Kosten entstehen bei der Migration von On-Premise-Infrastruktur zu einem Managed-Betriebsmodell?
Die Migrationskosten hängen vom gewählten Ziel-Betriebsmodell ab: Bei Cloud-Migration entstehen Aufwände für Datenübertragung und Anwendungsanpassungen, bei Hybrid-Modellen für die Integration zwischen Standorten. BEKOM analysiert im Assessment die bestehende Infrastruktur und dokumentiert den Migrationsaufwand pro Komponente. Die laufenden Kosten verschieben sich von Capex-lastigen Hardware-Investitionen zu planbaren Opex-Modellen. Bestehende Hardware kann häufig in Hybrid-Szenarien weitergenutzt werden, wodurch sich Migrations-Timelines flexibel gestalten lassen.
Kann die Infrastruktur bei Bedarf wieder in den Eigenbetrieb zurückgeführt werden?
Die Portabilität hängt vom gewählten Betriebsmodell ab: Hybrid-Infrastrukturen ermöglichen schrittweise Rückführung einzelner Komponenten, während reine Cloud-Modelle komplexere Exit-Szenarien erfordern. BEKOM setzt auf Standard-Technologien ohne Vendor-Lock-in und dokumentiert Rückführungsoptionen bereits im Service-Design. Die physischen Rahmenbedingungen am Zielstandort müssen entsprechend vorbereitet werden: Stromversorgung, Kühlung und Netzwerkanbindung. Ein strukturiertes Exit-Szenario wird vertraglich vereinbart und beinhaltet Datenportabilität und Übergabedokumentation.
Nächster Schritt: Infrastruktur-Assessment anfragen
Der Einstieg in die Standortentscheidung beginnt mit einer physischen Bestandsaufnahme: Welche Hardware existiert, wo steht sie, und welche Rahmenbedingungen gelten am Standort?
Das BEKOM Infrastruktur-Assessment liefert eine detaillierte Bestandsaufnahme der physischen IT-Komponenten pro Standort und bewertet, welche Betriebsmodelle technisch und wirtschaftlich realisierbar sind. Sie erhalten Klarheit über Stromverbrauch, Kühlungsanforderungen und Datacenter-Kapazitäten sowie eine fundierte Empfehlung, welche Infrastruktur-Komponenten in On-Premise-, Cloud- oder Hybrid-Modellen betrieben werden sollten. Das Service-Design dokumentiert die Architektur-Empfehlung mit konkreten Migrationsschritten und Kostentransparenz.
Infrastruktur-Assessment anfragen
Im Assessment erfasst BEKOM die vorhandene Hardware, den Zustand der Serverräume und die Netzwerkanbindung. Gemeinsam mit dem IT-Team der Organisation werden die physischen Rahmenbedingungen dokumentiert: Strom, Kühlung, Zutrittskontrolle, verfügbarer Rack-Platz und Netzwerkkapazität.
Standortempfehlung bewerten
Auf Basis des Assessments erstellt BEKOM eine dokumentierte Standortempfehlung pro Workload: eigene Betriebsstätte, Cloud oder Kombination – mit konkreter Begründung zu Hardware-Lifecycle, Netzwerkanforderungen, Kapazitätsbedarf und Betriebskosten.
Service-Design für den gewählten Standort
Nach der Standortentscheidung entsteht das Service-Design-Dokument: SLAs pro Standort, RACI-Matrix für Hardware-Verantwortung, Eskalationspfade bei physischen Vorfällen, Wartungsfenster und Anforderungen an den Serverraum – verbindlich für beide Seiten.