BEKOM OPEN PRO3CX TelefonanlagePBX als Software statt Hardware
3CX als bewährte Software-PBX für VoIP, Mobile-Telefonie und Web-Conferencing: Funktionsumfang, Editionen, Vergleich zu Microsoft Teams Phone und Asterisk sowie BEKOM-Leistungen.
Was ist die 3CX-Telefonanlage?
3CX ist eine software-basierte Telefonanlage (PBX) für VoIP, Web-Conferencing und Mobile-Telefonie. Als bewährte Standardlösung wird sie im Mittelstand, in der öffentlichen Verwaltung und bei Filialnetzen für die Ablösung klassischer Hardware-TK-Anlagen oder als Microsoft-Teams-Phone-Alternative eingesetzt. BEKOM führt 3CX im Rahmen von BEKOM OPEN PRO Applications exemplarisch ein und betreibt es – andere Telefonie-Plattformen werden ebenfalls unterstützt.
Die 3CX-Telefonanlage ist für viele Mittelstandsunternehmen geschäftskritisch, da sie die operative Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und zwischen Standorten ermöglicht. Ausfälle der VoIP-Infrastruktur können Auftragsverarbeitung und Kundenservice unmittelbar beeinträchtigen.
Herkunft und Hersteller
3CX wurde 2005 als reine Software-Telefonanlage gegründet und löst klassische Hardware-PBX-Modelle in einer Vielzahl von Mittelstands- und Verwaltungsumgebungen ab. Der Hersteller 3CX Ltd. hat seinen Sitz in Limassol, Zypern, und unterhält einen deutschsprachigen DACH-Vertrieb mit Hersteller-Support. Die Plattform läuft auf Linux-Servern (Debian) und wird in Mittelstand, Hosting-Providern, Bildungseinrichtungen und Filialnetzen eingesetzt.
Eckdaten zum Produkt:
Gegründet 2005 als reine Software-Telefonanlage
Hersteller 3CX Ltd. mit Sitz in Limassol, Zypern
Aktuelle Version V20 mit halbjährlichen Major-Updates
Linux-basierter Betrieb auf Debian als Standard-Plattform
Markt-Verankerung:
- DACH-Mittelstand mit Ablösung klassischer Hardware-PBX
- Öffentliche Verwaltung mit Standortverbund und Filialnetzen
- Bildungseinrichtungen mit Vermittlungs- und Konferenz-Bedarf
- Hosting-Anbieter mit mandantenfähigem Multi-Tenant-Betrieb
Positionierung im Markt
3CX positioniert sich als Software-PBX zwischen klassischer Hardware-TK-Anlage und Cloud-Telefonie wie Microsoft Teams Phone. Die Plattform setzt auf den offenen SIP-Standard für Trunk-Anbindung und Endgeräte und kann selbstgehostet, im DACH-Rechenzentrum oder als Hersteller-Cloud betrieben werden. Damit grenzt sie sich sowohl gegen Hardware-Bindung als auch gegen reine US-Hyperscaler-Cloud-Modelle ab.
Differenzierende Merkmale:
PBX als Software auf Standard-Linux-Servern statt Hardware-Bindung
SIP-Trunk-Wahlfreiheit ohne Pflicht-Anbindung an einen Carrier
Wahlweise Selbst-Betrieb, DACH-Hosting oder Hersteller-Cloud
Lizenzierung pro System mit simultanen Anrufen statt pro Nutzer
Typische Wahl-Gründe:
- Ablösung einer klassischen Hardware-TK-Anlage am Lebensende
- Microsoft-365-Reduktion durch separate, austauschbare Telefonie
- Filialnetz-Anforderungen mit zentraler PBX und SIP-Endgeräten
- Compliance-Pflichten mit Verarbeitungsort in Deutschland
Editionen und Lizenzmodell
3CX wird als proprietäre Software unter einem Freemium-Modell vertrieben. Die Free Edition ist für kleine Setups kostenfrei nutzbar – mit eingeschränktem Funktionsumfang. Die kommerziellen Subscriptions SMB, PRO und ENT erweitern den Funktionsumfang um Call-Center-Funktionen, CRM-Integration und Hochverfügbarkeit. Die Lizenzierung erfolgt pro System auf Basis simultaner Anrufe – nicht pro Nutzer.
Verfügbare Editionen:
Free Edition für kleine Setups mit Basis-Funktionsumfang
SMB-Subscription mit erweitertem Funktionsumfang für den Mittelstand
PRO-Subscription mit Call-Center-Funktionen und CRM-Integration
ENT-Subscription mit Hochverfügbarkeits- und Multi-Site-Funktionen
Support- und Betriebsoptionen:
- Hersteller-Support über kommerzielle 3CX-Subscriptions
- Eigen-Betrieb bei Organisationen mit interner Telefonie-Kompetenz
- DACH-Hosting bei Managed-Service-Anbietern wie BEKOM
- BEKOM-Begleitung im Managed Service oder Co-Managed-Modus
BEKOM-Leistungen für 3CX
BEKOM begleitet 3CX-Einführungen von der Eignungsprüfung über die SIP-Trunk-Anbindung bis zum laufenden Betrieb. Die Leistungen sind modular buchbar und werden an die Telefonie-Anforderungen der Zielorganisation angepasst.
Assessment und Architektur
BEKOM prüft, ob 3CX zum technischen und organisatorischen Bedarf passt – ergebnisoffen und ohne Lizenz-Vertriebsinteresse. Geprüft werden Anrufvolumen, SIP-Trunk-Optionen, Endgeräte-Bestand, Anbindung an CRM oder Microsoft 365 und der Migrationspfad aus der bestehenden TK-Anlage. Das Ergebnis ist eine dokumentierte Empfehlung mit Vergleich zu Alternativen wie Microsoft Teams Phone oder einer Asterisk-basierten Lösung.
Assessment-Schwerpunkte:
Bestandsaufnahme der aktuellen TK-Anlage und SIP-Endgeräte
Bewertung der SIP-Trunk-Optionen und Carrier-Auswahl
Analyse der Integration in CRM-, ERP- und Microsoft-365-Landschaft
Vergleichs-Analyse mit Microsoft Teams Phone und Asterisk
Typische Auslöser:
- Auslaufende Wartung der bestehenden Hardware-PBX
- ISDN- oder Legacy-Trunk-Abschaltung durch den Carrier
- Konsolidierung mehrerer Filial-PBX auf eine zentrale Plattform
Einführung und Migration
Für Neu-Einführungen plant BEKOM die Server-Dimensionierung, das Nummernplan-Konzept, die SIP-Trunk-Anbindung und die Endgeräte-Provisionierung. Bei Migrationen aus einer Hardware-PBX oder Microsoft Teams Phone übernimmt BEKOM die Rufnummern-Portierung in Abstimmung mit dem Carrier, die stufenweise Standort-Übernahme und den Parallelbetrieb während der Übergangsphase.
Leistungen in dieser Phase:
Dimensionierung von Server, Storage und Netzwerk für die PBX
Nummernplan- und Berechtigungs-Konzept gemäß Organisations-Struktur
SIP-Trunk-Anbindung und Endgeräte-Provisionierung
Stufenweiser Rollout mit definierten Übergabe- und Cutover-Punkten
Ergebnis dieser Phase:
- Produktive 3CX-Instanz mit dokumentierter Architektur
- Portierte Rufnummern und aktive SIP-Trunks
- Provisionierte Endgeräte und einsatzbereite Soft-Clients
Betrieb und Weiterentwicklung
Im Managed-Service-Modus übernimmt BEKOM den produktiven Betrieb der 3CX-Plattform: dokumentierter Change-Prozess für Nummernplan-Änderungen und Trunk-Konfiguration, Patch-Zyklen entlang der 3CX-Release-Linie, Monitoring von SIP-Diensten und WebRTC-Konferenzen, Incident-Reaktion und regelmäßige Capacity-Reviews. Die strategische Hoheit über die Telefonie-Strategie bleibt beim Kunden.
Operative Aufgaben im Managed Service:
Dokumentierter Change-Prozess für Nummernplan und Trunk-Konfiguration
Patch-Management entlang der 3CX-Release-Linie
Monitoring von SIP-Registrierungen, Anrufen und Web-Conferencing
Quartalsweise Capacity-Reviews und Reporting an die Geschäftsleitung
Reporting an Stakeholder:
- Monatlicher Service-Bericht mit Anrufstatistik und Verfügbarkeit
- Quartalsbericht mit Trunk-Auslastung und Kapazitäts-Empfehlungen
- Ad-hoc-Reports bei Audit-Anfragen oder Compliance-Nachweisen
Funktionen — Telefonie und Konferenzen
3CX deckt einen Funktionsumfang ab, der die Aufgaben einer Mittelstands-PBX vollständig adressiert. Die folgenden drei Bereiche bilden die Kommunikations-Schicht: Telefonie über VoIP, Mobile- und Desktop-Anbindung sowie Web-Conferencing.
VoIP-Telefonie über SIP
3CX nutzt den offenen SIP-Standard für die Trunk-Anbindung an Carrier und für Endgeräte. Damit lassen sich Anbieter ohne Hardware-Tausch wechseln und SIP-fähige Tisch- und DECT-Telefone (Yealink, Snom, Fanvil, Gigaset) ohne Hersteller-Bindung einsetzen. Klassische Funktionen wie Warteschleifen, Vermittlungsplatz, Call-Routing und Anrufbeantworter sind Bestandteil aller Editionen. → Cloud-Telefonie
Verfügbare Funktionen:
SIP-Trunk-Anbindung an einen oder mehrere Carrier
Klassische PBX-Funktionen mit Warteschleifen und Vermittlungsplatz
Call-Routing nach Tageszeit, Standort oder Mitarbeiter-Status
Anrufbeantworter mit Voicemail-zu-E-Mail-Zustellung
Typische Einsatzszenarien:
- Ablösung einer klassischen Hardware-TK-Anlage am Lebensende
- Filialnetz-Anbindung mit zentraler PBX und SIP-Endgeräten
- Empfangs- und Vermittlungsplatz mit Warteschleifen-Steuerung
- Service-Hotline mit zeitabhängigem Call-Routing und Ansagen
Mobile- und Desktop-Apps
3CX stellt Soft-Clients für Windows, macOS, iOS und Android bereit. Damit lässt sich die Bürorufnummer auf Smartphone und Notebook spiegeln – mit Push-Benachrichtigungen, Anwesenheitsstatus und einheitlicher Voicemail. Die Apps nutzen den verschlüsselten 3CX-Tunnel und benötigen kein zusätzliches VPN.
Verfügbare Funktionen:
Soft-Clients für Windows, macOS, iOS und Android
Push-Benachrichtigungen für eingehende Anrufe ohne Polling
Einheitlicher Anwesenheits- und Bereitschafts-Status über Geräte
Voicemail- und Chat-Synchronisation zwischen Mobile und Desktop
Typische Einsatzszenarien:
- Außendienst-Mitarbeiter mit Bürorufnummer auf dem Smartphone
- Homeoffice-Anbindung ohne separates VPN für Telefonie
- Geschäftsführung mit gespiegelter Rufnummer auf Mobile und Notebook
- BYOD-Szenarien mit Mitarbeiter-Endgeräten ohne Hardware-Telefon
Web-Conferencing und Video
3CX integriert Web-Conferencing über WebRTC direkt in die PBX. Konferenzen lassen sich aus dem Web-Client oder per Kalender-Einladung starten – ohne separate Lizenz für Microsoft Teams, Zoom oder Webex. Externe Teilnehmer benötigen lediglich einen Browser ohne Plugin-Installation.
Verfügbare Funktionen:
Web-Conferencing über WebRTC ohne Browser-Plugin
Bildschirmfreigabe und Whiteboard für interaktive Sessions
Konferenz-Aufzeichnung mit lokaler Speicherung
Kalender-Integration für Microsoft 365 und Google Workspace
Typische Einsatzszenarien:
- Interne Team-Meetings ohne separate Konferenz-Lizenz
- Kundengespräche mit externen Teilnehmern über Browser-Link
- Webinare und Schulungen mit Aufzeichnung
- Video-Telefonie zwischen Standorten als Teams-Phone-Ersatz
Funktionen — Plattform-Integration und Betrieb
Über Telefonie und Konferenzen hinaus stellt 3CX Plattform-Funktionen für den professionellen Einsatz bereit. Die folgenden drei Bereiche decken das Web-Frontend, die CRM- und Microsoft-365-Integration sowie die Mandanten- und Filialnetz-Architektur ab.
Web-Frontend und Administration
Die 3CX-Verwaltungsoberfläche ist vollständig browserbasiert. Administratoren konfigurieren Nummernpläne, Warteschleifen, Trunks und Endgeräte ohne Client-Installation. Mitarbeitende nutzen den Web-Client als Soft-Phone, sehen ihre Anrufhistorie, Voicemails und steuern den Anwesenheits-Status.
Verfügbare Funktionen:
Web-basierte Administrations-Oberfläche ohne Client-Installation
Web-Client als Soft-Phone mit Anruf- und Chat-Funktionen
Anrufhistorie und Voicemail-Verwaltung pro Mitarbeitenden
Mehrsprachige Oberfläche mit deutschen und englischen Übersetzungen
Typische Einsatzszenarien:
- Zentrale Anlaufstelle für Telefonie-Verwaltung im Browser
- Selbst-Service für Mitarbeitende mit Anwesenheits-Steuerung
- Schulungs-arme Einarbeitung ohne Hardware-Telefon-Pflicht
- Service-Desk-Integration mit Anrufhistorie pro Tickets
CRM- und Microsoft-365-Integration
3CX verbindet sich mit gängigen CRM-Systemen (Salesforce, HubSpot, Microsoft Dynamics, Zoho) und erlaubt Click-to-Call sowie automatische Anruf-Protokollierung im CRM-Datensatz. Mit Microsoft 365 lassen sich Kalender, Anwesenheit und Kontakte synchronisieren.
Integrations-Optionen:
CRM-Integrationen für Salesforce, HubSpot, Dynamics und Zoho
Click-to-Call aus dem CRM und automatische Anruf-Protokollierung
Microsoft-365-Anbindung für Kalender und Kontakte
REST-API für eigene Integrationen und Workflows
Typische Einsatzszenarien:
- Vertriebsteams mit CRM-gesteuerter Outbound-Telefonie
- Service-Hotline mit automatischer Ticket-Protokollierung
- Microsoft-365-Anwendende ohne Teams-Phone-Lizenz
- Eigene Workflow-Automatisierungen über die REST-API
Mandanten und Filialnetz-Architektur
3CX unterstützt Multi-Site-Szenarien über Bridges zwischen mehreren Instanzen oder über eine zentrale PBX mit SIP-Endgeräten an den Standorten. Mandantenfähiger Betrieb mit getrennter Konfiguration ist über separate Instanzen oder als verwaltete Hosting-Plattform möglich.
Architektur-Optionen:
Zentrale PBX mit SIP-Endgeräten an mehreren Standorten
Multi-Site-Bridges zwischen verteilten 3CX-Instanzen
Hochverfügbarkeit mit Failover-Konfiguration in der ENT-Edition
Mandanten-Trennung über separate Instanzen pro Tenant
Typische Einsatzszenarien:
- Filialnetz mit zentraler Verwaltung und SIP-Endgeräten vor Ort
- Konzern-Strukturen mit getrennten Tochtergesellschaften pro Mandant
- Hosting-Szenarien mit mehreren Endkunden auf einer Plattform
- Disaster-Recovery-Setup mit Failover zwischen Rechenzentren
Betriebsmodelle für 3CX
3CX kann in unterschiedlichen organisatorischen Konstellationen betrieben werden. Die Modelle lassen sich kombinieren oder im Zeitverlauf anpassen. Für ein konkretes Hosting-Angebot bei BEKOM siehe das 3CX-Hosting im deutschen Rechenzentrum.
Fully Managed – BEKOM übernimmt den Betrieb
BEKOM betreibt die 3CX-Plattform als vollständigen Managed Service. Die strategische Kontrolle über Telefonie-Strategie, Nummernplan und Carrier-Auswahl bleibt beim Kunden, die operative Verantwortung wird vertraglich geregelt.
BEKOM übernimmt:
Dokumentierter Change-Prozess für Nummernplan- und Trunk-Änderungen
Patch-Zyklen entlang der 3CX-Release-Linie
Monitoring von SIP-Registrierungen, Anrufen und Web-Conferencing
Quartalsweise Capacity-Reviews und Reporting an die Geschäftsleitung
Geeignet für:
- Organisationen mit begrenzter interner Telefonie-Kompetenz
- Compliance-Programme nach ISO 27001 oder TISAX
- DACH-Mittelstand mit DSGVO-Anforderungen an Sprachverarbeitung
- Filialnetze mit zentraler Telefonie-Verwaltung
Co-Managed – geteilte Verantwortung
Im Co-Managed-Modell behält das interne Team die Konfigurations-Hoheit über Nummernplan und Mitarbeiter-Verwaltung; BEKOM übernimmt definierte operative Bereiche und Spezialthemen wie Trunk-Wechsel oder Major-Release-Updates. Aufgaben können im Zeitverlauf verschoben werden – mehr intern, wenn Kompetenz wächst; mehr extern, wenn Kapazitäten anderweitig gebunden sind.
Internes Team:
Konfigurations-Hoheit über Nummernplan und Mitarbeiter-Verwaltung
Erstellung neuer Nebenstellen und Endgeräte-Provisionierung
Direkter Kontakt zu Fachbereichen und internen Stakeholdern
Strategische Entscheidungen zu Telefonie-Architektur und Carrier
BEKOM übernimmt:
- Major-Release-Wechsel und kritische Update-Fenster
- Spezialthemen wie SIP-Trunk-Wechsel oder Multi-Site-Bridges
- Monitoring-Auswertung und Capacity-Empfehlungen
- Bereitschafts-Begleitung außerhalb der Geschäftszeiten
Wann welches Modell passt
Die Wahl folgt drei Kriterien: interne TK-Kompetenz, regulatorische Anforderungen und gewünschtes Tempo. Ein Wechsel zwischen den Modellen ist später über eine Anpassung der Verantwortungs-Matrix möglich.
Kriterien für Fully Managed:
Keine eigene 3CX- oder SIP-Trunk-Betriebskompetenz im Haus
Schnelle Einführung mit dokumentierten Service-Levels
Begrenzte Personalkapazität für TK-Wartung
Kriterien für Co-Managed:
- Bestehendes IT-Team mit Linux- und VoIP-Erfahrung
- Wunsch nach Konfigurations-Hoheit über Nummernplan
- Schrittweiser Kompetenzaufbau im Produktivbetrieb
3CX im Vergleich
3CX tritt nicht allein an. Für eine fundierte Plattform-Wahl ist der Blick auf Alternativen entscheidend – sowohl proprietäre Cloud-Telefonie als auch offene PBX-Stacks und klassische Hardware-Modelle. Die folgenden drei Vergleichs-Achsen helfen bei der bewussten Plattform-Entscheidung.
3CX vs. Microsoft Teams Phone
Microsoft Teams Phone ist die Telefonie-Erweiterung von Microsoft 365 mit Calling Plan oder Direct Routing. 3CX positioniert sich daneben als eigenständige Software-PBX mit freier Carrier-Wahl, vorhersehbarer System-Lizenzierung und wahlweise selbstgehostetem Betrieb. Die Entscheidung folgt der Microsoft-365-Strategie und der Anforderung an Carrier-Unabhängigkeit.
Differenzierende Merkmale:
Teams Phone als Microsoft-365-Erweiterung; 3CX als eigenständige PBX
Teams Phone mit Calling Plan oder Direct Routing; 3CX mit freier SIP-Trunk-Wahl
Teams Phone pro Nutzer lizenziert; 3CX pro System mit simultanen Anrufen
Teams Phone in Microsoft-Cloud; 3CX wahlweise selbstgehostet oder DACH-Cloud
Wann passt 3CX besser:
- Strategische Microsoft-365-Reduktion oder Teams-Phone-Vermeidung
- Vorhersehbare Lizenz-Struktur auf System- statt Nutzer-Ebene
- Carrier-Unabhängigkeit ohne Bindung an einen Direct-Routing-Anbieter
- Filialnetz-Anforderungen mit klassischen Tisch- und DECT-Telefonen
3CX vs. Asterisk (FreePBX, Issabel)
Asterisk-basierte PBX-Lösungen wie FreePBX oder Issabel sind Open-Source-Alternativen mit hohem Anpassungsspielraum, aber ohne Hersteller-Support. 3CX differenziert sich durch ein modernes Web-Frontend, kommerzielle Support-Verträge, mitgelieferte Mobile-Apps und einen klar definierten Release-Pfad.
Differenzierende Merkmale:
Asterisk-Stacks Open Source mit Community-Support; 3CX proprietär mit Hersteller-Support
Asterisk mit hoher Anpassungstiefe; 3CX mit standardisiertem Web-Frontend
Asterisk ohne mitgelieferte Apps; 3CX mit Soft-Clients für alle Plattformen
Asterisk mit eigener Update-Logik; 3CX mit halbjährlichem Major-Release
Wann passt 3CX besser:
- Mittelstands-Anforderungen mit Bedarf an Hersteller-Support
- Standardisiertes Web-Frontend ohne Konfigurations-Spezialwissen
- Mobile-Anbindung über mitgelieferte Apps ohne Eigenentwicklung
- Klarer Update-Pfad mit dokumentierten Release-Zyklen
3CX vs. klassische Hardware-PBX
Klassische Hardware-PBX-Systeme wie Auerswald, Innovaphone oder Mitel basieren auf dedizierten Appliances mit Hersteller-spezifischer Endgeräte-Bindung. 3CX setzt auf Standard-Linux-Server und SIP-Endgeräte mehrerer Hersteller. Die Entscheidung folgt dem Hardware-Lebenszyklus und der gewünschten Flexibilität.
Differenzierende Merkmale:
Hardware-PBX als dedizierte Appliance; 3CX als Software auf Standard-Servern
Hardware-PBX mit Hersteller-Endgeräten; 3CX mit offenen SIP-Endgeräten
Hardware-PBX mit klassischen Lebenszyklen; 3CX mit Software-Update-Modell
Hardware-PBX mit fester Lizenz; 3CX mit wachsender Subscription
Wann passt 3CX besser:
- Geplante Ablösung einer Hardware-PBX am Lebensende
- Mobile- und Homeoffice-Bedarf ohne separate VPN-Lösung
- Filialnetz-Anbindung über zentrale Software-PBX
- Cloud-Migration mit Erhalt der bestehenden SIP-Endgeräte
Technische Details
3CX läuft auf Standard-Linux-Servern und stützt sich auf dokumentierte Standards für SIP-Trunks, Endgeräte und Web-Conferencing.
Plattform und Systembasis
3CX wird primär als Debian-Paket ausgeliefert und auf Linux-Servern betrieben. Die Plattform umfasst SIP-Stack, WebRTC-Server, Web-Frontend und integrierte Datenbank. Updates und Sicherheits-Patches werden über die offizielle 3CX-Update-Logik verteilt.
Kern-Komponenten:
3CX-Server als Debian-Paket auf Linux-Plattform
SIP-Stack für Trunk- und Endgeräte-Kommunikation
WebRTC-Server für Web-Conferencing und Browser-Telefonie
Integrierte Datenbank für Konfiguration und Anrufhistorie
Release- und Update-Logik:
- Halbjährliche Major-Releases mit dokumentierten Funktionsänderungen
- Sicherheits-Patches über die offizielle 3CX-Update-Funktion
- Konfigurations-Migration zwischen Versionen über dokumentierte Upgrade-Pfade
- Versionspflicht durch jährliche Subscription-Erneuerung
Hardware und Skalierung
3CX läuft auf gängigen Linux-Distributionen (Debian als Standard) und virtuellen Maschinen (KVM, Proxmox VE, VMware ESXi, Hyper-V). Die Dimensionierung folgt der Anzahl simultaner Anrufe, der erwarteten Konferenz-Last und der Filial-Anbindung. Für den Mittelstand sind moderne Multi-Core-x86-Systeme ausreichend.
Unterstützte Plattformen:
Debian Linux als Standard-Distribution
Virtuelle Maschinen unter KVM, Proxmox VE, VMware ESXi und Hyper-V
Container-Deployment über offizielle 3CX-Container-Images
Hersteller-Cloud als Alternative zum Selbst-Betrieb
Dimensionierungs-Faktoren:
- Anzahl simultaner Anrufe als primäre Lizenz- und Skalierungs-Größe
- Erwartete Web-Conferencing-Last mit gleichzeitigen Teilnehmern
- Filial-Anbindung mit SIP-Trunks oder Multi-Site-Bridges
- Hochverfügbarkeit mit Failover in der ENT-Edition
Schnittstellen und Endgeräte
3CX unterstützt SIP für Trunk-Anbindung und Endgeräte und stellt eine REST-API für Integrationen bereit. Tisch- und DECT-Telefone mehrerer Hersteller werden über automatische Provisionierungs-Profile eingebunden.
Standard-Schnittstellen:
SIP für Trunk-Anbindung an Carrier und Endgeräte-Kommunikation
WebRTC für Browser-basierte Telefonie und Konferenzen
REST-API für Integration in CRM, ERP und Helpdesk
Microsoft-365-Anbindung für Kalender und Kontakte
Unterstützte Endgeräte und Apps:
- SIP-Tischtelefone von Yealink, Snom, Fanvil, Grandstream
- DECT-Systeme von Yealink, Snom und Gigaset
- Soft-Clients für Windows, macOS, iOS und Android
- Browser-Soft-Phone über WebRTC ohne Plugin-Pflicht
BEKOM-Ansatz und Kostenstruktur
Über die technischen Eigenschaften hinaus entscheidet das Betriebsmodell, wie eine 3CX-Plattform langfristig wirkt. Der BEKOM-Ansatz setzt auf einen festen Ansprechpartner mit TK-Expertise, ein Hosting in zertifizierten deutschen Rechenzentren mit deutschsprachiger Betreuung und eine Kostenstruktur, die variable Eigenbetriebs-Aufwände in eine planbare Monatspauschale überführt.
Fester Ansprechpartner mit TK-Expertise
Jede 3CX-Installation wird einem festen Ansprechpartner mit TK-Erfahrung zugeordnet, der Konfigurationsanfragen, SIP-Trunk-Themen und Sprachqualitäts-Vorfälle direkt bearbeitet. Reaktionspfade und Eskalationsstufen sind je Installation im Service-Vertrag dokumentiert — statt anonymer Ticket-Queues oder rotierender Bereitschaft.
Aufgaben des festen Ansprechpartners:
Konfigurationsänderungen am Nummernplan und an Trunk-Routen
Begleitung bei SIP-Provider-Wechsel und Carrier-Tests
Erstanalyse bei Sprachqualitäts-Vorfällen und Audio-Routing
Abstimmung mit CRM-, ERP- und Microsoft-365-Schnittstellen
Reaktionspfade und Eskalation:
- Service-Levels und Reaktionspfade je 3CX-Installation im Vertrag fixiert
- Definierte Eskalation an 2nd- und 3rd-Level-Spezialisten im Störungsfall
- Quartalsweise Service-Reviews mit Anrufstatistik und Kapazitäts-Hinweisen
- Reporting in Abstimmung mit Geschäftsleitung und Compliance-Stellen
Hosting und Betrieb im DACH-Raum
BEKOM nutzt für 3CX-Installationen zertifizierte Rechenzentren in Deutschland. Konfigurations- und Wartungs-Tätigkeiten erfolgen durch deutschsprachige TK-Techniker; die Konfiguration bleibt nahe am 3CX-Standard, sodass ein Wechsel zu anderen 3CX-Partnern jederzeit möglich bleibt.
Betriebsumgebung:
Hosting in zertifizierten deutschen Rechenzentren (BEKOM als Nutzer)
Deutschsprachige TK-Techniker für Konfiguration und Incident-Response
Patch-Management entlang der offiziellen 3CX-Release-Linie
Monitoring von SIP-Registrierungen, Anrufen und Web-Conferencing
Portabilität und Exit:
- Standard-3CX-Konfiguration ohne proprietäre BEKOM-Anpassungen
- Export der Konfiguration und Rufnummern auf Anfrage übergebbar
- Wechsel zu anderen 3CX-Partnern jederzeit möglich
- Übergabe-Dokumentation als Bestandteil des Service-Vertrags
Planbare Kostenstruktur statt variabler Aufwände
Im Eigenbetrieb fallen Kostentreiber an, die in der internen Kalkulation oft unterschätzt werden — von der Linux-Basis bis zur SIP-Carrier-Integration. BEKOM überführt diese Aufwände in eine monatliche Pauschale; ein vorgelagertes Assessment klärt den konkreten Betriebsumfang und die zugehörige Kostenstruktur.
Typische Kostentreiber im Eigenbetrieb:
Wartung der Linux-Debian-Basis und Sicherheits-Patches
Halbjährliche 3CX-Major-Updates mit dokumentiertem Upgrade-Pfad
Integration verschiedener SIP-Provider und Filial-Trunk-Konfiguration
Überwachung von Sprachqualität, Verfügbarkeit und WebRTC-Konferenzen
Inhalte der Monatspauschale:
- Hypervisor- und Linux-Patches sowie 3CX-Major-Updates
- SIP-Trunk-Monitoring und Sprachqualitäts-Beobachtung
- Incident-Response über die definierten Reaktionspfade
- Service-Reviews und Reporting für Geschäftsleitung und Compliance
Häufige Fragen zu 3CX
Ist 3CX Open Source?
Nein. 3CX ist proprietäre Software mit einem Freemium-Modell. Die Free Edition ist für kleine Setups kostenfrei nutzbar; die kommerziellen SMB-, PRO- und ENT-Subscriptions liefern erweiterte Funktionen, Hersteller-Support und Hochverfügbarkeit. Die Plattform setzt allerdings auf offene Standards wie SIP und WebRTC, was eine hohe Wahlfreiheit bei Carriern und Endgeräten ermöglicht. Im BEKOM-OPEN-PRO-Themenbereich wird 3CX als bewährte Alternative zu klassischen Hardware-PBX und zu Microsoft Teams Phone exemplarisch behandelt.
Welche Edition passt zu welcher Organisation?
Die Free Edition ist für kleine Setups mit Basis-Funktionsumfang gedacht. Die SMB-Subscription erweitert um Funktionen für den Mittelstand, die PRO-Subscription liefert Call-Center-Funktionen und CRM-Integration, die ENT-Subscription bietet Hochverfügbarkeit und Multi-Site-Funktionen. Lizenziert wird pro System auf Basis simultaner Anrufe – nicht pro Nutzer. Die Wahl folgt der Organisations-Größe, dem Anrufvolumen und den Compliance-Anforderungen. BEKOM unterstützt bei der Editions-Auswahl im Rahmen des Assessments.
Passt 3CX in eine bestehende Microsoft- oder Active-Directory-Landschaft?
Ja. 3CX integriert sich mit Microsoft 365 für Kalender und Kontakte, unterstützt Active-Directory-Anbindung für Nutzer-Synchronisation und stellt eine REST-API für eigene Integrationen bereit. Damit funktionieren bestehende Identity-Strukturen und gewohnte Microsoft-Workflows ohne Disruption. Eine vollständige Microsoft-Ablösung ist nicht Voraussetzung – 3CX kann gezielt die Telefonie-Funktion ersetzen, während Microsoft 365 für E-Mail, Kalender und Office in Betrieb bleibt.
Wie funktioniert die Migration zu 3CX?
Die Migration erfolgt in Stufen, geordnet nach Standort und Risiko. Der bestehende SIP-Trunk wird in Abstimmung mit dem Carrier portiert oder durch einen neuen Anbieter ersetzt. Endgeräte werden je nach Hersteller-Modell weiter verwendet (offene SIP-Geräte) oder ausgetauscht (proprietäre Hersteller-Bindung). Während der Übergangsphase laufen Quell- und Zielsystem parallel. BEKOM begleitet die Migration mit Nummernplan-Mapping, Rufnummern-Portierung und stufenweisem Standort-Cutover.
Wie verhält sich 3CX zur DSGVO bei Sprachverarbeitung?
3CX unterstützt eine DSGVO-konforme Sprach- und Konferenzverarbeitung durch Verschlüsselung der SIP-Strecke (TLS, SRTP), granulare Berechtigungen und Audit-Logs für administrative Änderungen. BEKOM betreibt die Plattform in deutschen Rechenzentren mit klar dokumentierten Datenflüssen und einem Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Die rechtliche Bewertung der konkreten Verarbeitungs-Szenarien (z. B. Aufzeichnungs-Pflichten) bleibt bei der internen Datenschutz-Funktion oder externen Datenschutz-Beauftragten – BEKOM liefert die technischen Bausteine.
Lassen sich Filialnetze und mehrere Standorte mit einer 3CX-Instanz betreiben?
Ja. 3CX unterstützt Multi-Site-Architekturen über zwei Wege: Eine zentrale PBX mit SIP-Endgeräten an den Standorten ist die einfachere Variante; mehrere lokale 3CX-Instanzen mit Multi-Site-Bridges sind die Alternative bei höheren Anforderungen an lokale Ausfallsicherheit. Die ENT-Edition bietet zusätzlich Hochverfügbarkeit mit Failover. Mandantenfähiger Betrieb für getrennte Tochtergesellschaften oder Hosting-Kunden wird über separate Instanzen pro Tenant realisiert.
Welche Kosten entstehen bei der Migration von einer Hardware-PBX auf 3CX?
Die Migrationskostenkosten hängen von der bestehenden TK-Infrastruktur und der Anzahl der Nebenstellen ab. BEKOM führt zunächst ein Assessment der vorhandenen Hardware-TK-Anlage durch und erstellt einen Migrationsplan mit Zeitschiene. Dabei werden bestehende Endgeräte auf SIP-Kompatibilität geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht. Die monatlichen Betriebskosten der 3CX-Plattform sind durch die Software-Lizenzierung meist niedriger als bei proprietären Hardware-Systemen, da keine Wartungsverträge für physische TK-Hardware anfallen.
Welche Vertragslaufzeit und Mindestbindung gilt für 3CX bei BEKOM?
3CX-Lizenzen werden jährlich beim Hersteller bezogen; die BEKOM-Betriebsleistung läuft typischerweise in einem 12-Monats-Rahmen mit definierter Verlängerungs- und Kündigungsregel. Im Service-Design-Dokument stehen Lizenzkontingent, Betriebsumfang, Reaktions-SLA und Kündigungsfristen explizit. Bei Bedarfsänderung – mehr Standorte, mehr Nebenstellen, andere Edition – wird der Umfang im definierten Change-Prozess angepasst, nicht der Vertrag neu aufgesetzt. Der Wechsel des Betreibers (Eigenbetrieb oder anderer Dienstleister) ist über das Service-Design-Dokument vorbereitet; Konfigurationen und SIP-Trunk-Daten werden in dokumentierter Form übergeben.
Nächster Schritt: 3CX-Einführung oder -Betrieb evaluieren
Den Einstieg bildet ein Erstgespräch: Bestandsaufnahme der aktuellen Telefonie-Landschaft, Eignungsprüfung für 3CX und Abstimmung des Assessment-Umfangs. Das Gespräch ist unverbindlich und löst keine Folgeverpflichtung aus; ein schriftliches Angebot entsteht erst nach gemeinsamer Abgrenzung von Umfang, Carrier-Auswahl und Architektur-Vorstellung.
Das Assessment für Ihre 3CX-Implementation liefert eine strukturierte Bestandsaufnahme der bestehenden TK-Infrastruktur, eine Architektur-Empfehlung für die Software-PBX-Migration und ein Service-Design-Dokument mit definierten SLAs für Verfügbarkeit und Support. BEKOM erstellt einen konkreten Überblick über Migrationsphasen, SIP-Provider-Integration und die künftige Betriebsverantwortung für Ihre 3CX-Umgebung.
Erstgespräch vereinbaren
In einem ersten Termin erfasst BEKOM die aktuelle Telefonie-Landschaft (Hardware-PBX, Microsoft Teams Phone, Cloud-Telefonie oder bestehende 3CX-Installation), die Carrier-Anbindung und die organisatorischen Rahmenbedingungen. Der Kunde erhält eine erste Eignungsbewertung.
CX-Assessment beauftragen
Auf Basis der Bestandsaufnahme erstellt BEKOM eine technische Bewertung mit Architektur-Vorschlag (Editions-Wahl, Server-Dimensionierung, SIP-Trunk-Konzept, Migrationspfad) und Vergleich zu Alternativen wie Microsoft Teams Phone oder Asterisk. Das Assessment ist die Verhandlungs- und Planungsgrundlage.
Einführung oder Betrieb begleiten
Sofern das Konzept freigegeben wird, startet die strukturelle Einführung in vereinbarten Stufen. Nach Abschluss erfolgt der geordnete Übergang in den Regelbetrieb über BEKOM OPEN PRO Applications oder als 3CX-Hosting im deutschen Rechenzentrum – wahlweise als Fully Managed Service oder im Co-Managed-Modus.