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Open Source · Team-Chat · DSGVO

BEKOM OPEN PRORocket.Chat Team-Chat-PlattformTeams-Alternative als Managed Service

Rocket.Chat als bewährte Open-Source-Team-Chat-Plattform: Kanäle, Direktnachrichten, Threads, Audio/Video und Föderation – im Managed Service mit DSGVO-konformem DACH-Hosting.

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Team-Chat & Threads
Open Source (MIT)
DSGVO & DACH-Hosting
Föderation & APIs
Im Überblick

Was ist Rocket.Chat?

Rocket.Chat ist eine etablierte Open-Source-Team-Chat-Plattform mit Kanälen, Direktnachrichten, Threads, Audio- und Video-Anrufen, Datei-Austausch und Föderation. Als bewährte Standardlösung wird sie in Mittelstand, öffentlicher Verwaltung, Bildung und regulierten Branchen eingesetzt. BEKOM führt Rocket.Chat im Rahmen von BEKOM OPEN PRO Applications exemplarisch ein und betreibt es – andere Team-Chat-Produkte werden ebenfalls unterstützt.

Team-Chat ist heute geschäftskritische Infrastruktur für die tägliche Zusammenarbeit zwischen Standorten, Teams und Partnern. Die Verfügbarkeit der Chat-Plattform ist Betriebsvoraussetzung für laufende Projekte, Support-Prozesse und die abteilungsübergreifende Kommunikation.

BEKOM betreibt auch alternative Team-Chat-Lösungen. Im Rahmen eines Assessments wird geprüft, welche Lösung zu Ihrer Ausgangslage passt.

Herkunft und Projekt-Pflege

Rocket.Chat startete 2015 als Open-Source-Projekt für Team-Kommunikation und wird seitdem aktiv weiterentwickelt. Hinter der Plattform steht die Rocket.Chat Technologies Corp. mit einem verteilten internationalen Entwicklerteam. Die Plattform wird weltweit in mehreren tausend produktiven Installationen eingesetzt – darunter Behörden, Hochschulen, Krankenhäuser und Mittelstands-Organisationen mit hohen Daten-Souveränitäts-Anforderungen.

Eckdaten zum Projekt:

Erste öffentliche Version 2015 als Open-Source-Team-Chat

Aktive Hauptentwicklungs-Pflege durch Rocket.Chat Technologies

Community-Codebase auf GitHub mit großer Mitwirkenden-Basis

Mehrere Major-Releases pro Jahr inklusive Sicherheits-Updates

Markt-Verankerung:

  • Einsatz in Behörden mit Anforderungen an Daten-Souveränität
  • Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Föderations-Bedarf
  • Gesundheitswesen mit Anforderungen aus SGB V und PDSG
  • Mittelständische Organisationen als Microsoft-Teams-Alternative

Positionierung im Markt

Rocket.Chat positioniert sich im Team-Chat-Markt als Open-Source-Alternative zu Microsoft Teams und Slack mit besonderem Fokus auf selbst gehostete Installationen, Föderation über offene Protokolle und vollständige Datenhoheit. Die Plattform richtet sich an Organisationen, die Chat-Daten nicht in ein US-Cloud-Ökosystem auslagern wollen oder dürfen.

Differenzierende Merkmale:

Selbstgehostet oder DACH-Cloud, kein US-Hyperscaler-Pflichtweg

Vollständiger Quelltext-Zugang und Auditierbarkeit der Plattform

Föderation über das Matrix-Protokoll für organisationsübergreifenden Chat

Offene REST- und Realtime-APIs für individuelle Integrationen

Typische Wahl-Gründe:

  • Strategische Microsoft-365-Reduktion oder Vendor-Diversifikation
  • Datensouveränitäts-Anforderungen mit Verarbeitung in Deutschland
  • Compliance-Pflichten mit nachvollziehbaren Chat-Datenflüssen
  • Kostenstruktur jenseits von Per-User-Cloud-Subscription

Lizenzmodell und Editionen

Rocket.Chat steht als Community Edition unter der MIT-Lizenz frei zur Verfügung. Die kommerzielle Enterprise Edition liefert zusätzliche Funktionen für mittlere und größere Installationen (LDAP-Sync, Auditing, Whitelabel, erweiterte Compliance-Funktionen, kommerzieller Hersteller-Support) sowie kuratierte Update-Kanäle. Cloud-Hosting beim Hersteller ist als weitere Option verfügbar – BEKOM-Kunden setzen typischerweise auf selbst gehostete Community- oder Enterprise-Editionen.

Verfügbare Editionen:

Community Edition unter MIT-Lizenz mit Kern-Funktionalität

Enterprise Edition mit erweiterten Compliance- und LDAP-Funktionen

Cloud-Hosting beim Hersteller als Alternative zur Selbst-Installation

Mobile-Apps für iOS und Android in allen Editionen

Support-Optionen:

  • Community-Support über öffentliche Foren und GitHub-Diskussionen
  • Enterprise-Subscription mit Hersteller-Support-Verträgen
  • BEKOM-Begleitung im Managed Service oder Co-Managed-Modus
  • Wahlweise Selbst-Betrieb oder strukturierte Begleitung
BEKOM-Leistungen

BEKOM-Leistungen für Rocket.Chat

BEKOM begleitet Rocket.Chat-Einsätze von der ersten Eignungsprüfung über die Einführung bis zum laufenden Betrieb. Die Leistungen sind modular buchbar und werden auf die Zielorganisation zugeschnitten.

Assessment und Architektur

BEKOM prüft, ob Rocket.Chat zum technischen und organisatorischen Bedarf passt – ergebnisoffen, ohne Lizenz-Vertriebsinteresse. Geprüft werden Nutzer-Zahlen und Kanal-Struktur, Identity-Anbindung, Compliance-Anforderungen, Mobile-Strategie sowie der Migrationspfad aus dem aktuellen Chat-System (Microsoft Teams, Slack, Mattermost). Das Ergebnis ist eine dokumentierte Empfehlung mit Vergleich zu Alternativen.

Assessment-Schwerpunkte:

Bestandsaufnahme der Nutzergruppen und typischen Kanal-Strukturen

Bewertung der Identity-Anbindung (LDAP, AD, SAML, OIDC, Keycloak)

Analyse der Migrationskomplexität aus Teams, Slack oder Mattermost

Vergleichs-Analyse mit Microsoft Teams, Slack und Mattermost

Ergebnis-Dokumente:

  • Schriftliche Empfehlung mit Begründung und Vergleich der Alternativen
  • Architektur-Skizze für die geplante Rocket.Chat-Plattform
  • Identity- und Berechtigungs-Konzept als Diskussionsgrundlage
  • Kosten- und Zeit-Rahmen für Einführung und laufenden Betrieb

Einführung und Migration

Für Neu-Einführungen plant BEKOM Hardware-Dimensionierung, Mandanten- und Berechtigungs-Konzept, Backup-Strategie sowie Integration in Identity- und Monitoring-Landschaft. Bei Migrationen aus Microsoft Teams oder Slack übernimmt BEKOM Kanal-Mapping, Nutzer-Provisioning und den stufenweisen Rollout mit Parallelbetrieb. → Migrations- und Exit-Strategie

Leistungen in dieser Phase:

Dimensionierung von Compute, Storage und Backup-Infrastruktur

Berechtigungs-Konzept entlang der Organisations-Struktur

Kanal-, Nachrichten- und Datei-Migration aus dem Bestand

Stufenweiser Rollout mit definierten Übergabe- und Cutover-Punkten

Werkzeuge und Verfahren:

  • Migrations-Werkzeuge aus dem Rocket.Chat-Marketplace und Eigen-Skripte
  • Test-Workspace als Spielfläche für Probe-Migrationen vor dem Cutover
  • Pilot-Gruppe mit klaren Erfolgs-Kriterien und Feedback-Schleife
  • Cutover-Plan mit Rollback-Option für jede Migrations-Stufe

Betrieb und Weiterentwicklung

Im Managed-Service-Modus übernimmt BEKOM den produktiven Betrieb: dokumentierter Change-Prozess für Konfigurationen, Patch-Zyklen entlang der Rocket.Chat-Release-Linie, Monitoring von Web-, API- und Datenbank-Komponenten, Incident-Reaktion und regelmäßige Capacity-Reviews. Die strategische Hoheit bleibt beim Kunden.

Operative Aufgaben im Managed Service:

Dokumentierter Change-Prozess für Konfigurations-Updates

Patch-Management entlang der Rocket.Chat-Release-Linie

Monitoring von Web-Frontend, REST-API, Realtime-Layer und MongoDB

Quartalsweise Capacity-Reviews und Reporting an die Geschäftsführung

Strategische Begleitung:

  • Versions-Roadmap und Empfehlungen zu Major-Release-Wechseln
  • Konsolidierung mehrerer Rocket.Chat-Instanzen auf eine Plattform
  • Erweiterung um Föderation, Marketplace-Apps oder Push-Gateway
  • Definierter Ausstiegspfad mit Datenexport in Standardformate
Kommunikation & Kollaboration

Funktionen — Kommunikation und Zusammenarbeit

Rocket.Chat deckt einen Funktionsumfang ab, der die typischen Aufgaben einer Enterprise-Team-Chat-Plattform abbildet. Die folgenden drei Bereiche bilden die zentrale Kommunikations- und Zusammenarbeits-Schicht.

Kanäle, Direktnachrichten und Threads

Rocket.Chat strukturiert Team-Kommunikation in öffentlichen Kanälen, privaten Gruppen und Direktnachrichten. Threads ermöglichen fokussierte Diskussionen zu einzelnen Nachrichten, ohne den Hauptkanal mit Detail-Antworten zu überlagern. Reaktionen, Erwähnungen, Lesebestätigungen und Suchfunktionen vervollständigen die alltägliche Zusammenarbeit.

Verfügbare Funktionen:

Öffentliche Kanäle, private Gruppen und Direktnachrichten

Threads für fokussierte Diskussionen ohne Kanal-Überlagerung

Erwähnungen, Reaktionen und Lesebestätigungen pro Nachricht

Volltextsuche über Nachrichten, Dateien und Personen

Typische Einsatzszenarien:

  • Projekt- und Abteilungs-Kommunikation in strukturierten Kanälen
  • Direkter 1:1-Austausch zwischen Mitarbeitenden ohne E-Mail-Overhead
  • Themen-bezogene Threads für längere fachliche Diskussionen
  • Wissens-Suche über Historie ohne separates Dokumenten-System

Audio, Video und Konferenzen

Rocket.Chat integriert Audio- und Video-Anrufe direkt aus dem Chat-Kontext heraus. Für Konferenzen lassen sich Anbindungen an Jitsi, BigBlueButton oder kommerzielle Konferenz-Plattformen konfigurieren – wahlweise selbst betrieben oder als verbundener Service.

Verfügbare Funktionen:

Audio- und Video-Anrufe zwischen einzelnen Nutzern und in Gruppen

Integration mit Jitsi Meet für selbst gehostete Videokonferenzen

Anbindung an BigBlueButton für Lehr- und Konferenz-Szenarien

Bildschirm-Übertragung und Datei-Versand während Anrufen

Typische Einsatzszenarien:

  • Ad-hoc-Anrufe direkt aus Kanal- oder Direktnachrichten-Kontext
  • Geplante Team-Meetings mit Jitsi- oder BigBlueButton-Anbindung
  • Cross-Standort-Abstimmungen ohne externe Konferenz-Plattform
  • Lehr- und Schulungs-Szenarien mit Bildschirm-Übertragung

Datei-Austausch und Apps

Datei-Anhänge werden direkt in Kanälen und Threads ausgetauscht und sind über die Volltextsuche auffindbar. Über die Rocket.Chat-Apps-Architektur lassen sich Funktionen erweitern – etwa um Bots, Integrationen mit Ticket-Systemen, Kalendern, Wiki-Plattformen oder Monitoring-Tools.

Verfügbare Funktionen:

Datei-Anhänge in Kanälen und Direktnachrichten mit Größenlimits

Marketplace mit fertigen Apps und Integrationen

Custom-App-Entwicklung über das offene Rocket.Chat-Apps-Framework

Bot- und Webhook-Schnittstellen für externe Systeme

Typische Einsatzszenarien:

  • Datei-Austausch direkt im Chat-Kontext statt per E-Mail-Anhang
  • Ticket-System-Integration für Status-Updates aus dem Chat
  • Monitoring-Benachrichtigungen aus Zabbix, Prometheus oder ähnlichem
  • Individuelle Apps für branchenspezifische Workflows und Abläufe
Plattform & Endgeräte

Funktionen — Plattform-Integration und Föderation

Über die direkte Kommunikation hinaus stellt Rocket.Chat Plattform-Funktionen für den produktiven Einsatz bereit. Die folgenden drei Bereiche decken Identity, Föderation und Mobile-Anbindung ab.

Identity-Integration und Mandanten

Rocket.Chat integriert sich mit zentralen Identity-Providern (LDAP, Active Directory, SAML, OIDC) und unterstützt mandantenfähigen Betrieb über getrennte Workspaces oder Instanzen. Damit lassen sich Konzern-Strukturen, Bildungs-Verbünde oder Hosting-Szenarien mit mehreren Endkunden sauber abbilden.

Integrations-Optionen:

LDAP- und Active-Directory-Anbindung für Nutzer-Synchronisation

SAML 2.0 und OpenID Connect für Single Sign-On (SSO)

Keycloak-Integration als Open-Source-Identity-Provider

Getrennte Workspaces oder Instanzen für Mandanten-Trennung

Typische Einsatzszenarien:

  • Konzern-Strukturen mit getrennten Tochtergesellschaften pro Workspace
  • Bildungs-Verbünde mit getrennten Hochschulen oder Schulen
  • SSO-Integration in bestehende Identity-Landschaft
  • Provisioning und De-Provisioning entlang der Personalprozesse

Föderation über das Matrix-Protokoll

Rocket.Chat unterstützt Föderation über das offene Matrix-Protokoll. Damit lassen sich Nutzer aus unterschiedlichen Organisationen und unterschiedlichen Chat-Plattformen organisationsübergreifend verbinden – ohne dass alle Beteiligten dieselbe Plattform betreiben müssen.

Verfügbare Funktionen:

Matrix-Föderation für organisationsübergreifenden Chat

Kommunikation mit Element- und anderen Matrix-Clients

Verbindung mehrerer Rocket.Chat-Instanzen über offene Protokolle

Kontrollierter Föderations-Geltungsbereich pro Workspace

Typische Einsatzszenarien:

  • Organisationsübergreifende Forschungs- oder Behörden-Kommunikation
  • Kooperation mit Lieferanten und Partnern ohne Plattform-Zwang
  • Verbindung von Konzern-Tochtergesellschaften mit eigenen Instanzen
  • Föderation mit Element-Matrix-Installationen im Bildungs-Sektor

Mobile-Anbindung und Endgeräte

Rocket.Chat liefert native Mobile-Apps für iOS und Android sowie Desktop-Apps für Windows, macOS und Linux. Push-Benachrichtigungen funktionieren wahlweise über die Hersteller-Push-Dienste oder über eigene Gateways für Datensouveränitäts-Szenarien.

Unterstützte Endgeräte:

Native Apps für iOS und Android mit Push-Benachrichtigungen

Desktop-Apps für Windows, macOS und Linux

Progressive Web App im Browser ohne lokale Installation

Optionale eigene Push-Gateways für Datensouveränität

Typische Einsatzszenarien:

  • Nahtloser Wechsel zwischen Desktop und Smartphone für Außendienst
  • BYOD-Anbindung ohne Mobile-Device-Management-Pflicht
  • Datensouveränitäts-Szenarien mit eigenem Push-Gateway
  • Cross-Plattform-Zugriff aus Linux-Desktop-Umgebungen
Betriebsmodelle

Betriebsmodelle für Rocket.Chat

Rocket.Chat kann in unterschiedlichen organisatorischen Konstellationen betrieben werden. Die Modelle lassen sich kombinieren oder im Zeitverlauf anpassen.

Fully Managed – BEKOM übernimmt den Betrieb

BEKOM betreibt die Rocket.Chat-Plattform als vollständigen Managed Service. Die strategische Kontrolle über Workspace-Struktur, Berechtigungs-Modell und Compliance-Vorgaben bleibt beim Kunden, die operative Verantwortung wird vertraglich geregelt.

BEKOM übernimmt:

Dokumentierter Change-Prozess für Konfigurationen und App-Updates

Patch-Zyklen entlang der Rocket.Chat-Release-Linie

Monitoring von Web-Frontend, REST-API, Realtime-Layer und MongoDB

Quartalsweise Capacity-Reviews und Reporting an die Geschäftsleitung

Geeignet für:

  • Organisationen mit begrenzter interner Plattform-Kapazität
  • Compliance-Programme nach ISO 27001 oder TISAX
  • DACH-Mittelstand mit DSGVO-Anforderungen an Chat-Hosting
  • Behörden und regulierte Branchen mit Datensouveränitäts-Vorgaben

Co-Managed – geteilte Verantwortung

Im Co-Managed-Modell behält das interne Team Konfigurations-Hoheit und Workspace-Verantwortung; BEKOM übernimmt definierte operative Bereiche und Spezialthemen. Aufgaben können im Zeitverlauf verschoben werden – mehr intern, wenn Kompetenz wächst; mehr extern, wenn Kapazitäten anderweitig gebunden sind.

BEKOM übernimmt:

Major-Release-Wechsel und kritische Update-Fenster

Spezialthemen wie Migration aus Teams/Slack oder Föderations-Aufbau

Monitoring-Auswertung und Capacity-Empfehlungen

Bereitschafts-Begleitung außerhalb der Geschäftszeiten

Internes Team:

  • Konfigurations-Hoheit und finale Freigabe von Workspace-Änderungen
  • Kanal- und Nutzer-Verwaltung im Tagesgeschäft
  • Direkter Kontakt zu Fachbereichen und internen Stakeholdern
  • Strategische Entscheidungen zu Föderation und App-Auswahl

Selbst-Betrieb mit BEKOM-Begleitung

Für Organisationen mit eigener Betriebs-Kompetenz übernimmt das interne Team den vollständigen Betrieb, während BEKOM gezielt für definierte Themen hinzugezogen wird. Das Modell eignet sich für Forschungs-Einrichtungen, Hochschul-Verbünde und Organisationen mit erfahrenem Open-Source-Personal.

BEKOM übernimmt:

Einmalige Beratung zu Architektur, Dimensionierung und Föderation

Schulung des internen Teams in Installation und Update-Prozessen

Punktuelle Spezial-Themen (Migration, Audit, Notfall-Begleitung)

Optionaler Review der Konfiguration in vereinbarten Abständen

Internes Team:

  • Tagesgeschäft inklusive Updates, Monitoring und Nutzer-Verwaltung
  • Eigenverantwortlicher Change-Prozess und Incident-Reaktion
  • Auswahl und Pflege der Marketplace-Apps und individuellen Integrationen
  • Strategische Entscheidungen zu Roadmap und Föderations-Geltungsbereich
Plattform-Vergleich

Rocket.Chat im Vergleich

Rocket.Chat tritt nicht allein an. Für eine fundierte Einschätzung ist der Blick auf Alternativen entscheidend – sowohl proprietäre Cloud-Suiten als auch andere Open-Source-Team-Chat-Plattformen. Die folgenden drei Vergleichs-Achsen helfen bei der bewussten Plattform-Wahl.

Rocket.Chat vs. Microsoft Teams

Microsoft Teams ist im Mittelstand der Marktstandard für Team-Chat mit tiefer Integration in das Microsoft-365-Ökosystem (SharePoint, OneDrive, Outlook). Rocket.Chat fokussiert auf offene Protokolle, selbst gehosteten Betrieb und freie Wahl von Hardware und Hosting-Standort.

Differenzierende Merkmale:

Microsoft Teams als Teil des Microsoft-365-Bundles; Rocket.Chat eigenständig

Microsoft Teams mit US-Hyperscaler-Hosting; Rocket.Chat selbstgehostet oder DACH-Cloud

Microsoft Teams mit tiefer Office-Integration; Rocket.Chat mit Apps und Webhooks

Microsoft Teams mit proprietärer Plattform; Rocket.Chat unter MIT-Lizenz

Wann passt Rocket.Chat:

  • DSGVO-Anforderungen mit eindeutigem Verarbeitungsort in Europa
  • Strategische Microsoft-Reduktion oder Vendor-Diversifikation
  • Compliance-Pflichten mit auditierbaren Chat-Datenflüssen
  • Organisationen ohne Microsoft-365-Bundle-Vertrag

Rocket.Chat vs. Slack

Slack bietet Cloud-natives Team-Chat mit polierter UI, breitem App-Marketplace und Fokus auf SaaS-Konsum. Rocket.Chat bleibt eine selbst betriebene Plattform mit voller Kontrolle über Standort, Datenflüsse und Konfiguration. Die Entscheidung folgt der Cloud-Bereitschaft und den Compliance-Anforderungen.

Differenzierende Merkmale:

Slack als Cloud-Service mit US-Hyperscaler-Backbone

Rocket.Chat selbstgehostet oder bei DACH-Anbietern wie BEKOM

Slack mit ausgereiftem Drittanbieter-Marketplace

Rocket.Chat mit eigenem Apps-Framework und Webhook-Schnittstellen

Wann passt Rocket.Chat:

  • Datensouveränitäts-Anforderungen mit Verarbeitung in Deutschland
  • Vorhersehbares Kostenprofil ohne nutzungsabhängige Cloud-Tarife
  • Compliance-Programme mit Nachweis der Datenflüsse innerhalb Europas
  • Behördliche oder regulierte Umgebungen ohne SaaS-Eignung

Rocket.Chat vs. Mattermost

Mattermost ist eine weitere Open-Source-Team-Chat-Plattform mit ähnlichem Funktionsumfang und ebenfalls Self-Hosting-Schwerpunkt. Rocket.Chat unterscheidet sich vor allem durch Matrix-Föderation, internationales Community-Profil und einen anderen Schwerpunkt bei integrierten Audio-/Video-Funktionen.

Differenzierende Merkmale:

Rocket.Chat unter MIT; Mattermost dual-lizenziert (MIT und kommerziell)

Rocket.Chat mit Matrix-Föderation; Mattermost ohne native Föderation

Rocket.Chat mit integrierten Audio-/Video-Funktionen

Mattermost mit besonderem Schwerpunkt auf DevOps- und Sicherheits-Teams

Wann passt Rocket.Chat:

  • Föderations-Bedarf zwischen Organisationen über Matrix
  • Integrierter Audio-/Video-Bedarf ohne externe Konferenz-Plattform
  • Bildungs- und Behörden-Szenarien mit Matrix-Ökosystem
  • Organisationen mit Bedarf an internationalem Community-Support
Technische Details

Technische Details

Rocket.Chat läuft auf einer Linux-basierten Plattform und bietet eine klar dokumentierte technische Architektur.

Plattform und Systembasis

Rocket.Chat basiert auf Node.js mit dem Meteor-Framework und nutzt MongoDB als Daten-Backend. Die Architektur ist horizontal skalierbar: Web-Frontend und API-Layer können hinter einem Load-Balancer mehrfach betrieben werden, MongoDB wird typischerweise als Replica Set für Hochverfügbarkeit konfiguriert.

Kern-Komponenten:

Rocket.Chat Server auf Node.js mit Meteor-Framework

MongoDB als Daten-Backend, typisch als Replica Set

Reverse-Proxy mit TLS-Terminierung (Nginx, HAProxy, Traefik)

Optionales Push-Gateway für eigene Push-Auslieferung

Release- und Update-Logik:

  • Mehrere Major-Releases pro Jahr mit dokumentierten Upgrade-Pfaden
  • Enterprise Edition mit kuratierten Release-Kanälen
  • Sicherheits-Updates kurzfristig bei kritischen CVEs
  • App- und Marketplace-Updates unabhängig vom Server-Release

Hardware und Skalierung

Rocket.Chat läuft auf gängigen Linux-Distributionen (Debian, Ubuntu, Red Hat Enterprise Linux). Die Dimensionierung folgt der Anzahl aktiver Nutzer, dem Nachrichten-Aufkommen und den aktiven Modulen (Audio/Video, Apps). Für den Mittelstand sind moderne Multi-Core-x86-Systeme ausreichend; größere Installationen werden über horizontale Skalierung dimensioniert.

Unterstützte Plattformen:

Debian und Ubuntu LTS als Standard-Linux-Distributionen

Red Hat Enterprise Linux und kompatible Derivate für Enterprise-Setups

Virtuelle Maschinen unter KVM, Proxmox VE und VMware ESXi

Container-Deployment über offizielle Rocket.Chat-Container-Images

Dimensionierungs-Faktoren:

  • Anzahl aktiver Nutzer und typische Parallel-Sessions
  • Nachrichten- und Datei-Aufkommen pro Tag
  • Aktive Module wie Audio/Video, Marketplace-Apps und Bots
  • Hochlast-Szenarien mit horizontaler Skalierung über mehrere Knoten

Schnittstellen und Ökosystem

Rocket.Chat bietet eine REST-HTTP-API und eine Realtime-API für Verwaltung, Integrationen und individuelle Clients. Über das Apps-Framework lassen sich Erweiterungen entwickeln; Webhooks und Bots sind etablierte Integrations-Pfade. Föderation über das Matrix-Protokoll ist nativ integriert.

Standard-Schnittstellen:

REST-HTTP-API für Verwaltung, Provisioning und Reporting

Realtime-API für Echtzeit-Integrationen und individuelle Clients

Incoming und Outgoing Webhooks für externe Systeme

LDAP-, SAML- und OpenID-Connect-Integration für SSO

Erweiterungen über Apps und Integrationen:

  • Rocket.Chat Apps-Framework für eigene Funktions-Module
  • Marketplace mit fertigen Apps für gängige Drittsysteme
  • Bot-Integration über die offene Bot-Schnittstelle
  • Matrix-Föderation für organisationsübergreifenden Chat

Häufige Fragen zu Rocket.Chat

Ist Rocket.Chat für Enterprise-Einsätze und produktive Mittelstandslandschaften ausgereift genug?

Ja. Rocket.Chat ist seit 2015 kontinuierlich weiterentwickelt und wird in mehreren tausend produktiven Installationen weltweit eingesetzt – darunter Behörden, Hochschulen, Krankenhäuser und Mittelstands-Organisationen mit hohen Daten-Souveränitäts-Anforderungen. Mit der Enterprise Edition stehen kommerzielle Support-Verträge, erweiterte Compliance-Funktionen und kuratierte Update-Kanäle zur Verfügung. Die Community Edition unter MIT-Lizenz deckt den Funktionsumfang für viele Szenarien vollständig ab.

Welche Editionen gibt es bei Rocket.Chat und welche passt zu welcher Organisation?

Es gibt zwei Hauptlinien: Die Community Edition unter MIT-Lizenz ist frei nutzbar mit allen Kernfunktionen für Kanäle, Direktnachrichten, Threads, Audio/Video und Apps – geeignet für Selbst-Betrieb mit eigener Kompetenz. Die kommerzielle Enterprise Edition liefert erweiterte LDAP-Sync-, Auditing- und Compliance-Funktionen, Whitelabel-Optionen sowie kommerziellen Hersteller-Support – geeignet für Organisationen mit Compliance-Programmen oder größeren Nutzer-Zahlen. BEKOM begleitet beide Editionen im Managed Service.

Passt Rocket.Chat in eine bestehende Microsoft- oder Active-Directory-Landschaft?

Ja. Rocket.Chat integriert sich über LDAP- und Active-Directory-Anbindung für Nutzer-Synchronisation, über SAML 2.0 oder OpenID Connect für Single Sign-On und über Webhooks oder Apps für Anbindungen an Microsoft-365-Komponenten. Damit funktionieren bestehende Identity-Strukturen weiter; eine vollständige Microsoft-Ablösung ist nicht Voraussetzung. Hybrid-Betrieb mit Microsoft Teams in einzelnen Bereichen und Rocket.Chat in anderen Bereichen ist über Übergangsphasen möglich.

Wie funktioniert die Migration von Microsoft Teams oder Slack zu Rocket.Chat?

Die Migration erfolgt in Stufen, geordnet nach Team und Risikoprofil. Zuerst werden Pilot-Teams überführt, sensible Bestände folgen. Daten werden strukturiert übernommen: Kanal-Strukturen werden gemappt, Nachrichten und Datei-Anhänge je nach Quellsystem über Export-Werkzeuge importiert, Berechtigungen über Rollen-Mapping. Während der Übergangsphase laufen Quell- und Zielsystem parallel. BEKOM begleitet die Migration mit dokumentiertem Kanal-Mapping, Pilot-Phasen und stufenweisem Rollout.

Wie verhält sich Rocket.Chat zur DSGVO bei Chat-Daten?

Rocket.Chat unterstützt eine DSGVO-konforme Chat-Verarbeitung durch granulare Berechtigungen, Audit-Logs und nachvollziehbare Verarbeitungsbeschreibungen. BEKOM betreibt die Plattform in deutschen Rechenzentren mit klar dokumentierten Datenflüssen und einem Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Die rechtliche Bewertung der konkreten Verarbeitungs-Szenarien bleibt bei der internen Datenschutz-Funktion oder externen Datenschutz-Beauftragten – BEKOM liefert die technischen Bausteine.

Lassen sich mehrere Organisationen oder Tochtergesellschaften getrennt voneinander betreiben?

Ja. Rocket.Chat unterstützt Mandanten-Trennung über getrennte Workspaces innerhalb einer Instanz oder über getrennte Instanzen je Organisation. Beide Varianten sind im BEKOM-Betrieb möglich; die Wahl hängt von Berechtigungs-Anforderungen, Compliance-Vorgaben, Skalierungs-Erwartungen und dem geplanten Verwaltungs-Modell ab. Eigene Instanzen erlauben harte Trennung der Datenbanken und unabhängige Update-Zyklen; geteilte Instanzen mit Workspaces reduzieren Betriebs-Aufwand. Ergänzend ermöglicht die Matrix-Föderation organisationsübergreifenden Chat zwischen getrennten Instanzen – ohne dass alle Beteiligten dieselbe Plattform betreiben müssen.

Nächster Schritt: Rocket.Chat-Einführung oder -Betrieb evaluieren

Den Einstieg bildet ein Erstgespräch zur Bedarfsabklärung: Bestandsaufnahme der aktuellen Chat-Landschaft, Eignungsprüfung für Rocket.Chat und Abstimmung des Assessment-Umfangs. Das Gespräch ist unverbindlich und löst keine Folgeverpflichtung aus; ein schriftliches Angebot entsteht erst nach gemeinsamer Abgrenzung von Umfang und Architektur-Vorstellung.

1

Bedarf abklären

In einem ersten Termin erfasst BEKOM Ihre aktuelle Chat-Landschaft (Microsoft Teams, Slack, Mattermost oder bestehende Open-Source-Plattform), die Identity-Anbindung und die organisatorischen Rahmenbedingungen. Sie erhalten eine erste Eignungsbewertung mit Hinweisen auf Migrationskomplexität und Architektur-Optionen.

2

Rocket.Chat-Assessment beauftragen

Auf Basis der Bestandsaufnahme erstellt BEKOM eine technische Bewertung mit Architektur-Vorschlag (Workspace-Modell, Hardware-Dimensionierung, Migrationspfad) und Vergleich zu Alternativen wie Microsoft Teams, Slack oder Mattermost. Das Assessment ist Ihre Verhandlungs- und Planungsgrundlage – Sie entscheiden über Reihenfolge und Tempo der Umsetzung.

3

Einführung oder Betrieb begleiten

Sofern das Konzept freigegeben wird, startet die strukturelle Einführung in vereinbarten Stufen. Nach Abschluss erfolgt der geordnete Übergang in den Regelbetrieb über BEKOM OPEN PRO Applications – wahlweise als Fully Managed Service oder im Co-Managed-Modus mit dokumentierten Aufgabenverteilungen und definierten Service-Levels.