BEKOM OPEN PROVMware-ExitProxmox, KVM, XCP-ng evaluieren
VMware-Exit strategisch planen: Proxmox, KVM, XCP-ng und Hyper-V im Vergleich, Migrationspfade und Entscheidungsmatrix für eine strukturierte Ablösung.
Warum VMware-Exit aktuell ist
Viele Organisationen prüfen in den letzten Jahren ihre VMware-Abhängigkeit kritisch. Virtualisierung ist in vielen Organisationen die Betriebsgrundlage geschäftskritischer Anwendungen: ERP, Kommunikations- und Datenbanksysteme hängen unmittelbar von der Plattform ab. Veränderungen am Lizenzmodell wirken damit nicht nur auf das IT-Budget, sondern auf die Planbarkeit und Kontinuität des operativen Betriebs. Auslöser sind die Übernahme durch Broadcom, die damit verbundenen Änderungen an Lizenz- und Subscription-Modellen sowie deutliche Preisanpassungen bei Bestandskunden. Für IT-Leitung und Geschäftsführung stellt sich weniger die Frage, ob die Virtualisierungsplattform langfristig VMware bleibt, sondern wie eine strukturierte Evaluierung und – wenn sinnvoll – Ablösung geplant wird. → BEKOM OPEN PRO Infrastructure
Was sich seit der Broadcom-Übernahme geändert hat
Die Rahmenbedingungen für VMware-Kunden haben sich in kurzer Zeit deutlich verändert. Die neuen Subscription-Modelle, die Bündelung von Produkten und die Kündigung des Partner-Programms betreffen Organisationen jeder Größe.
Wesentliche Veränderungen:
- Umstellung von Perpetual-Lizenzen auf Subscription-Modelle mit zeitlich begrenzter Nutzung
- Bündelung mehrerer VMware-Produkte zu größeren Paketen, häufig ohne Einzelprodukt-Option
- Preisanpassungen bei Vertragsverlängerungen, in einigen Fällen mit deutlichen Steigerungen
- Änderungen im Partner-Ökosystem, reduzierte Auswahl an autorisierten Wiederverkäufern und Support-Partnern
Für Bestandskunden entstehen dadurch Planungsunsicherheiten, die eine strukturierte Strategie-Bewertung nahelegen – unabhängig davon, ob am Ende der Wechsel, die Anpassung oder der Verbleib steht.
Wann sich ein VMware-Exit-Assessment bei BEKOM rechnet
Wenn die Broadcom-Bundle-Strukturen Ihren Lizenzbedarf nicht mehr abbilden, die nächste Vertragsverlängerung das Investitionsbudget sprengt oder Sie die Cluster-Modernisierung ohnehin planen, brauchen Sie eine strukturierte Bewertung Ihrer Optionen – technologieneutral und ohne vorgegebenes Ziel. BEKOM begleitet Sie durch das VMware-Exit-Assessment: Aufnahme der Workload-Profile, Vergleich der Alternativen (Proxmox VE, XCP-ng, Hyper-V, OpenStack), Migrationspfad mit Risiko-Kontrollpunkten und Betriebsmodell nach der Migration (internes Team oder Managed Service). Ergebnis kann der Wechsel, ein Hybrid-Setup mit VMware-Bestand und neuer Plattform oder der bewusste Verbleib auf VMware mit ausgelagertem Betrieb sein. Im Strategiegespräch klären wir Workloads, Vertragslage und Migrationsfenster – das Ergebnis ist ein schriftliches Angebot mit dokumentiertem Bewertungsrahmen.
Kostenstruktur eines VMware-Exits im Überblick
Ein VMware-Exit beeinflusst drei Kostenebenen über den Lebenszyklus. Bei VMware selbst wirken Subscription-Preise pro CPU-Core, Produkt-Bündelung, Supportlevel und Bedingungen bei Vertragsverlängerung. Bei Alternativen wie Proxmox oder KVM verschieben sich die Treiber: Open-Source-Lizenzen, optionale Enterprise-Subscriptions, interner Betriebsaufwand und gegebenenfalls Managed-Service-Gebühren. Hinzu kommen einmalige Migrationsaufwände für Assessment, Pilotierung, Konvertierung und kontrollierten Rückbau der Altumgebung. Ein strukturiertes Assessment ordnet diese Ebenen gegen die bestehende Ausgangslage und liefert eine belastbare Vergleichsgrundlage pro Organisation, ohne pauschale Einsparversprechen. Die tatsächliche Kostenwirkung hängt von Workload-Profil, Betriebsmodell und Vertragszeitpunkten ab und wird pro Ausgangslage ermittelt.
Alternativen im Vergleich
Die Alternativen zu VMware unterscheiden sich in Lizenzmodell, Reifegrad, Support-Landschaft und typischen Einsatzprofilen. Die folgende Übersicht bewertet die vier etablierten Optionen für mittelständische und gehobene Infrastruktur-Landschaften. Weiterführend: Virtualisierung & Compute.
Proxmox VE – etablierte Open-Source-Plattform
Proxmox Virtual Environment ist die in Europa am weitesten verbreitete Open-Source-Virtualisierungsplattform. Sie kombiniert KVM-Virtualisierung mit LXC-Containern und bietet ein integriertes Web-Interface für Management, Backup und Clustering.
Charakteristika:
Lizenzmodell: Open Source (AGPL), optional Enterprise-Subscription für Updates aus dem stabilen Kanal
Feature-Abdeckung: Hochverfügbarkeits-Cluster, Live-Migration, integriertes Backup (Proxmox Backup Server), VM- und Container-Betrieb
Community und Support: aktive Community, kommerzieller Support direkt vom Hersteller, Drittanbieter-Support verfügbar
Typische Einsatzprofile: Mittelstand, Hosting, mittlere bis große Rechenzentrums-Umgebungen
Proxmox VE ist für viele Mittelständler der pragmatische Nachfolger von VMware – das Betriebsmodell ist vertraut, die Feature-Abdeckung deckt typische Anforderungen ab, und die Lizenzkosten sind deutlich niedriger.
KVM und libvirt – pure Linux-Basis
KVM (Kernel-based Virtual Machine) ist die Virtualisierungstechnologie des Linux-Kernels, kombiniert mit libvirt als Management-Schicht. Diese Kombination bildet das Fundament vieler Produkte (auch von Proxmox und OpenStack).
Charakteristika:
Lizenzmodell: vollständig Open Source (GPL), keinerlei kommerzielle Bindung
Feature-Abdeckung: abhängig vom gewählten Management-Stack – von Kommandozeile bis zu vollwertigen Plattformen wie OpenStack
Community und Support: sehr breite Entwickler-Basis, Support über Distributoren (Red Hat, SUSE, Canonical) oder spezialisierte Dienstleister
Typische Einsatzprofile: größere Landschaften mit eigener Automatisierung, Hyperscale-nahe Umgebungen, Spezialszenarien
KVM/libvirt ist die richtige Wahl, wenn maximale Kontrolle gewünscht ist und ausreichend Automatisierungs-Kompetenz intern vorhanden ist. Für kleinere Umgebungen ist ein integriertes Produkt wie Proxmox VE meist sinnvoller.
XCP-ng – Xen-basierte Alternative
XCP-ng ist ein Community-getriebener Fork der Citrix-Hypervisor-Basis (XenServer). Die Plattform basiert auf der Xen-Virtualisierung und wird von der Firma Vates aktiv weiterentwickelt.
Charakteristika:
Lizenzmodell: Open Source (GPL), kommerzielle Support-Verträge über Vates
Feature-Abdeckung: Virtualisierungs-Plattform mit Management-Oberfläche (Xen Orchestra), Live-Migration, Backup-Integration
Community und Support: aktive Community, aber deutlich kleiner als Proxmox oder KVM; kommerzieller Support zentralisiert bei Vates
Typische Einsatzprofile: bestehende Xen-Umgebungen, spezifische Anforderungen an die Xen-Architektur
XCP-ng ist insbesondere für Organisationen relevant, die bereits Xen-Erfahrung haben oder von Citrix Hypervisor umsteigen. Für VMware-Migrationen ohne Xen-Historie ist Proxmox meist die nähere Option.
Hyper-V – proprietäre Microsoft-Lösung
Hyper-V ist die in Windows Server integrierte Virtualisierungsplattform. Viele Organisationen haben Hyper-V bereits über ihre Windows-Server-Lizenzen, nutzen sie aber nicht aktiv.
Charakteristika:
Lizenzmodell: proprietär, Bestandteil von Windows Server oder separate Hyper-V-Server-Edition
Feature-Abdeckung: umfangreiche Plattform mit Live-Migration, Failover-Clustering, System Center-Integration
Community und Support: Microsoft-Support, breites Partner-Ökosystem, Windows-nahe Werkzeuge
Typische Einsatzprofile: stark Windows-orientierte Landschaften, enge Integration mit Active Directory und Microsoft-Ökosystem
Hyper-V ist eine legitime Option für Organisationen, deren Landschaft bereits stark auf Microsoft ausgerichtet ist. Der Lock-in bleibt bestehen, die Abhängigkeit verschiebt sich lediglich von Broadcom zu Microsoft – das sollte in der strategischen Bewertung berücksichtigt werden.
Migrationspfad und Phasen
Eine VMware-Ablösung ist keine Stichtagsaktion, sondern ein strukturierter Prozess über mehrere Monate bis Quartale. Der empfohlene Pfad besteht aus klar abgegrenzten Phasen mit definierten Kontrollpunkten.
Phase 1: Assessment und Zielbild
Die Ausgangslage wird systematisch dokumentiert, und das Zielbild wird gemeinsam mit den Fachbereichen erarbeitet.
Inhalt der Phase:
- Bestandsaufnahme aller VMware-Workloads (VM-Inventar, Netzwerke, Storage-Integrationen, Backup-Strategien)
- Abhängigkeitsanalyse: welche Anwendungen sind VMware-spezifisch, welche plattform-agnostisch
- Evaluierung der Alternativen anhand definierter Kriterien
- Zielbild: welche Plattform, welches Betriebsmodell, welche Betriebsverantwortung
Am Ende der Phase liegt ein dokumentiertes Zielbild mit Entscheidungsgrundlage vor. Der Übergang in Phase 2 erfolgt erst nach Freigabe durch Geschäftsführung und IT-Leitung.
Phase 2: Pilotumgebung und Proof of Concept
Bevor die produktive Migration startet, wird die Zielplattform in einer Pilotumgebung aufgebaut und anhand realitätsnaher Workloads validiert.
Inhalt der Phase:
- Aufbau der neuen Plattform in einer vom produktiven Betrieb getrennten Umgebung
- Migration von Test-VMs zur Validierung der Migrationsprozesse und Werkzeuge
- Bewertung der Performance, Stabilität und Betriebsprozesse
- Abstimmung mit Betrieb und Anwendungsteams zu Integrationsfragen (Backup, Monitoring, Identity)
Die Pilotphase deckt häufig Anpassungsbedarf auf, der in der späteren produktiven Migration Zeit und Risiken spart. Der Übergang in Phase 3 erfolgt nach erfolgreichem Proof of Concept.
Phase 3: Stufenweise Migration
Die produktive Migration wird nicht als Big Bang durchgeführt, sondern in abgestimmten Stufen mit Rollback-Fähigkeit bis zum jeweiligen Abschlusspunkt.
Inhalt der Phase:
- Segmentierung des VM-Bestands nach Kritikalität, Abhängigkeiten und Migrationsrisiko
- Migrationsplanung pro Stufe: Zeitfenster, Verantwortlichkeiten, Kommunikation, Rollback-Plan
- Ausführung der Migration mit klaren Abnahmekriterien je Workload
- Koexistenz-Betrieb: VMware und Zielplattform laufen parallel, bis die Stufe abgeschlossen ist
Die Stufen-Strategie erlaubt risikokontrollierte Migration ohne Stichtagsrisiko. Kritische Systeme werden erst nach erfolgreicher Migration weniger kritischer Workloads überführt.
Phase 4: Konsolidierung und Stilllegung
Nach Abschluss aller Stufen wird die VMware-Umgebung kontrolliert zurückgebaut und die Zielplattform als neue Standardbasis etabliert.
Inhalt der Phase:
- Abschluss-Review: sind alle produktiven Workloads migriert, funktionieren alle Integrationen?
- Rückbau der VMware-Lizenzen, ggf. Hardware-Umwidmung oder Aussteuerung
- Anpassung von Prozessen, Dokumentation und Betriebshandbüchern auf die neue Plattform
- Trainings für interne Teams, falls nicht vollständig als Managed Service bezogen
Die letzte Phase sichert, dass aus der Migration keine Altlasten bleiben und die neue Plattform als vollwertige Basis arbeitet. Der Gesamtprozess endet mit einer dokumentierten Übergabe.
Betriebsmodelle nach der Migration
Nach Abschluss der Migration stellt sich die Frage, wer die neue Plattform betreibt. Drei Modelle stehen zur Verfügung – sie lassen sich auch kombinieren und im Zeitverlauf anpassen.
Internes Team
Der klassische Weg: Das eigene IT-Team übernimmt Planung, Betrieb und Weiterentwicklung der neuen Virtualisierungsplattform. Voraussetzung ist ausreichende Kompetenz und Personal-Verfügbarkeit.
Vorteile:
Volle Kontrolle über alle Betriebsparameter und Anpassungen
Kompetenz bleibt intern, Wissen wächst mit der Plattform
Keine Abhängigkeit von externem Dienstleister für operative Tätigkeiten
Lokale Abstimmungswege, direkte Zusammenarbeit mit Fachbereichen
Ideal für diese Szenarien:
- Vorhandene Virtualisierungs-Kompetenz im Team
- Ausreichendes Personal für Betrieb, Incident-Response und Updates
- Hoher Wunsch nach interner Kontrolle über Infrastruktur-Entscheidungen
Managed Service durch BEKOM
BEKOM übernimmt den operativen Betrieb der neuen Plattform als Managed Service – inklusive Monitoring, Updates, Incident-Response und Kapazitätsmanagement. Die strategische Kontrolle bleibt bei der Organisation.
Vorteile:
Professioneller Betrieb mit definiertem SLA-Rahmen
Keine Aufbauzeit für interne Kompetenz, direkter Zugriff auf erfahrene Spezialisten
Entlastung interner Teams von Routineaufgaben und 24/7-Bereitschaft
Klare Verantwortungsabgrenzung zwischen internem Team und BEKOM
Ideal für diese Szenarien:
- Kleine interne IT-Teams ohne Kapazität für intensive Betriebsführung
- Kritische Workloads mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen
- Wunsch nach klarer Verantwortungsstruktur für Audit und Compliance
Hybrides Betriebsmodell
Eine Mischung aus interner und externer Verantwortung. Das eigene Team übernimmt strategische und Architektur-Themen, BEKOM übernimmt operative Routine oder spezifische Bereiche.
Vorteile:
Interne Kompetenz wird gezielt aufgebaut, ohne Überlastung
Externe Unterstützung für 24/7-Bereitschaft, Kapazitätsspitzen oder Spezialthemen
Flexible Anpassung der Aufteilung über die Zeit
Wissenssicherung durch strukturierte Zusammenarbeit
Ideal für diese Szenarien:
- Organisationen mit bestehender, aber begrenzter IT-Kompetenz
- Übergangsphasen nach Migration (erste Betriebsjahre mit externer Begleitung)
- Klare Kompetenzschwerpunkte im internen Team mit Lücken in angrenzenden Bereichen
BEKOM ist Partner für den VMware-Exit
Ein VMware-Exit kann in unterschiedlichen Konstellationen umgesetzt werden: mit dem eigenen IT-Team, über einen Hyperscaler-Wechsel oder mit einem externen Dienstleister. Drei Merkmale prägen die Zusammenarbeit mit BEKOM in diesem Kontext – sie betreffen die Unabhängigkeit der Bewertung, die Kontinuität über alle Phasen und den organisatorisch-rechtlichen Rahmen.
Herstellerunabhängige Bewertung statt Produkt-Vertrieb
BEKOM ist kein Proxmox-, KVM- oder VMware-Reseller und hat kein wirtschaftliches Interesse am Ausgang der Evaluierung. Die Empfehlung orientiert sich an der Ausgangslage, nicht an Lizenzmargen.
Was das in der Praxis bedeutet:
Bewertungskriterien werden vor Beginn der Evaluierung gemeinsam festgelegt und schriftlich fixiert
Empfehlungen werden mit Gegenargumenten und mindestens einer Alternative begründet
Proxmox, KVM, XCP-ng und Hyper-V werden nach denselben Kriterien vergleichend eingeordnet
Der Verbleib bei VMware ist ein zulässiges Ergebnis, wenn die Bewertung das nahelegt
Keine Partnerprämien auf Lizenzumsatz beeinflussen die Empfehlung
Methodik und Datenquellen der Bewertung werden offengelegt und sind nachvollziehbar
Daraus entsteht eine Entscheidungsgrundlage, die sich gegenüber Geschäftsführung, Gesellschaftern und Aufsichtsorganen belegen und bei Bedarf auch extern prüfen lässt.
Ein Partner über alle Phasen
Assessment, Pilotierung, Migration und Betrieb werden durchgängig von denselben technischen Verantwortlichen begleitet. Die Übergabe zwischen Bewertung, Pilot und Produktivbetrieb wird strukturiert dokumentiert, sodass Annahmen und Abhängigkeiten nicht zwischen Dienstleistern verloren gehen.
Durchgängige Verantwortung umfasst:
Das Assessment-Team dokumentiert Annahmen, Risiken und offene Fragen für das Pilot-Team
Erkenntnisse aus der Pilotphase fließen direkt in die Migrationsplanung ein, ohne Re-Briefing
Das Migrationsteam übergibt an den Betrieb mit einem gemeinsam erarbeiteten Runbook
Eine definierte technische Leitung bleibt von Phase 1 bis zum Produktivbetrieb zuständig
Vertragliche Rollenabgrenzung zwischen Beratung, Migration und Betrieb ist einheitlich geregelt
Eskalations- und Abnahmewege ändern sich zwischen den Phasen nicht und sind allen Beteiligten bekannt
Das reduziert die Schnittstellen-Verluste, die bei Wechsel zwischen unabhängigen Dienstleistern typisch sind – insbesondere dort, wo zwischen Berater, Integrator und Betreiber keine gemeinsame Projekthistorie existiert.
Deutschsprachiger Mittelstand und deutscher Rechtsraum
Vertragsgestaltung, Ansprechpartner und Betriebssprache sind einheitlich auf den deutschsprachigen Mittelstand ausgelegt. Es gibt keine Weiterreichung an internationale Support-Center und keine Übersetzungsstufen bei technischen Eskalationen.
Praktische Auswirkungen im Alltag:
Vertragsverhandlung, Service-Beschreibungen und SLAs in deutscher Sprache
Juristischer Rahmen nach deutschem Recht, ohne internationale Rechtsraum-Brüche
Ansprechpartner mit Erfahrung in mittelständischen Betriebsrealitäten und Entscheidungsstrukturen
Eskalationswege ohne Zeitzonen-Verzögerung und ohne Übersetzungsschleifen
Abstimmungen mit Geschäftsführung, Betriebsrat und internen IT-Verantwortlichen in einheitlicher Sprache
Datenverarbeitung und Supportleistungen erfolgen in Deutschland, ohne Weiterreichung an Drittstaaten
Das unterscheidet sich strukturell von einer Hyperscaler-Migration mit globalem Support-Modell und von Systemhaus-Konstellationen mit internationaler Eskalationskette – und ist für Organisationen mit Compliance- oder Datenschutz-Anforderungen ein dokumentierbares Kriterium.
Kostentreiber beim VMware-Exit strukturiert bewerten
Die Kostentreiber beim Wechsel von VMware zu Open-Source-Alternativen gehen über die offensichtlichen Lizenzkosten hinaus.
Wesentliche Aufwände entstehen durch die Migration bestehender virtueller Maschinen, Anpassung von Backup- und Monitoring-Systemen sowie Schulungen des IT-Teams für neue Plattformen wie Proxmox oder KVM. Variable Aufwände ergeben sich aus der Komplexität der vorhandenen VMware-Umgebung: Cluster-Konfigurationen, vMotion-Abhängigkeiten und integrierte Netzwerk-Virtualisierung erfordern individuelle Migrationspfade. Ein strukturiertes Assessment der bestehenden Infrastruktur identifiziert diese Kostentreiber vorab und ermöglicht planbare Betriebskosten. BEKOM bietet für VMware-Exit-Projekte eine Monatspauschale, die alle Migrationsschritte, Testphasen und den parallelen Betrieb während der Übergangszeit abdeckt und damit eine kalkulierbare Kostenstruktur für das gesamte Ablösungsprojekt schafft.
Häufige Fragen zum VMware-Exit
Ist ein VMware-Exit für jeden Kunden sinnvoll?
Nein, ein Exit ist nicht pauschal die richtige Antwort. Für einige Organisationen bleibt VMware trotz Preisanpassungen die passendste Option – etwa bei sehr spezifischen Integrationen oder tief eingebetteten Produktabhängigkeiten. Entscheidend ist die strukturierte Bewertung: Welche Alternativen decken die Anforderungen ab, welche Migrationskosten stehen dem langfristigen Einsparpotenzial gegenüber, wie hoch ist die strategische Abhängigkeit? Die Evaluierung liefert die Grundlage, ob Exit, Anpassung oder Verbleib die richtige Entscheidung ist.
Wie lange dauert eine VMware-Migration typischerweise?
Die Dauer hängt von Umfang und Komplexität ab. Kleine Umgebungen mit wenigen Dutzend VMs können in einigen Wochen überführt werden; große Landschaften mit mehreren Hundert VMs und komplexen Abhängigkeiten erstrecken sich über mehrere Monate bis Quartale. Die stufenweise Migration reduziert Risiko, verlängert aber den Gesamtprozess. Eine seriöse Planung erfolgt im Assessment und liefert einen auf die Ausgangslage abgestimmten Zeitplan – ohne pauschale Versprechen.
Kann ich einzelne VMware-Workloads behalten und andere migrieren?
Ja, das ist der häufigere Weg. Eine vollständige Ablösung in einem Schritt ist selten sinnvoll. Stattdessen werden geeignete Workloads migriert, während andere (etwa spezielle Integrationen oder kurz vor Ablösung stehende Anwendungen) bei VMware bleiben. Das reduziert Migrationsrisiko und erlaubt einen gleitenden Übergang. Die Koexistenz der beiden Plattformen wird im Migrationsplan berücksichtigt und mit klaren Schnittstellen abgesichert.
Was passiert mit meinen VMware-Lizenzen während der Migration?
Die bestehenden VMware-Verträge laufen bis zu ihrem regulären Ende weiter und werden während der Migration weiter genutzt. Erst nach Abschluss der Migration und erfolgreicher Stilllegung der VMware-Umgebung werden Lizenzen gekündigt oder nicht verlängert. Das erfordert eine Abstimmung mit dem Lizenz-Lebenszyklus: Migrationen werden häufig so geplant, dass sie vor der nächsten Vertragsverlängerung abgeschlossen sind, um Verlängerungskosten zu vermeiden.
Wie wird das interne IT-Team in die Exit-Entscheidung und die Migration eingebunden?
Das interne IT-Team ist zentraler Partner im gesamten Prozess. Im Assessment bringt es Betriebswissen, Workload-Prioritäten und bekannte Abhängigkeiten ein. In der Pilotphase werden Schulung und Hands-on-Erprobung gemeinsam geplant. Während der Migration bleibt die Verantwortungsteilung zwischen BEKOM und internem Team dokumentiert. Für die Zeit nach der Migration werden Betriebsmodell und Kompetenzaufbau so abgestimmt, dass weder Überlastung noch Unterforderung entsteht. Die konkrete Einbindung wird im Projektauftrag schriftlich vereinbart.
Welche Risiken gibt es bei einer VMware-Migration?
Typische Risiken sind Performance-Abweichungen nach der Migration, Integrationsfragen bei Drittanbieter-Werkzeugen (Backup, Monitoring, Orchestrierung), Unterschiede bei Hochverfügbarkeits-Mechanismen und Skills-Lücken im Team. Diese Risiken werden durch die Pilotphase, detaillierte Abhängigkeitsanalyse und klare Rollback-Pläne pro Migrationsstufe adressiert. Eine strukturierte Planung reduziert die Risiken erheblich – auch wenn kein Migrationsprozess vollständig frei von Überraschungen ist.
Unterstützt BEKOM auch beim Verbleib bei VMware?
Ja, BEKOM unterstützt auch Organisationen, die bei VMware bleiben. Die Bewertung ist technologie-neutral: Im Assessment wird geprüft, ob ein Wechsel wirtschaftlich und strategisch sinnvoll ist. Wenn das Ergebnis „bei VMware bleiben und den Betrieb strukturieren" lautet, bietet BEKOM den Betrieb der VMware-Umgebung als Managed Service an. Die Entscheidung steht am Anfang, nicht am Ende der Zusammenarbeit.
Wie sieht ein typischer Zeitplan für eine strukturierte Exit-Evaluierung aus?
Die reine Evaluierung (Assessment und Zielbild) dauert in der Regel wenige Wochen und liefert die Entscheidungsgrundlage. Eine Pilotphase mit Proof of Concept schließt sich über wenige Monate an. Die eigentliche stufenweise Migration erstreckt sich – je nach Umfang – über weitere Monate. Die strukturierte Phasenlogik erlaubt es, nach jeder Phase fundiert zu entscheiden, ob und wie der Prozess fortgesetzt wird.
Was kostet ein VMware-Exit-Assessment bei BEKOM?
Ein VMware-Exit-Assessment wird als eigenständiges Beratungsprojekt beauftragt. Der Umfang hängt von der Größe der Umgebung, der Anzahl der Workloads und den Integrationsanforderungen ab. Vor der Beauftragung steht ein unverbindliches Strategiegespräch, in dem Umfang, Dauer und Abgrenzung besprochen werden. BEKOM liefert anschließend ein schriftliches Angebot mit definierten Leistungen und Abnahmekriterien. Die Leistungen werden transparent pro Phase ausgewiesen, sodass eine schrittweise Beauftragung möglich ist und nach jeder Phase neu entschieden werden kann.
Was geschieht mit bestehenden VMware-Lizenzen, Snapshots und Backups beim Exit?
Aktive VMware-Subscriptions laufen bis zum Vertragsende oder bis zu einer wirksamen Kündigung weiter – ein parallel laufender Migrationspfad ist im Service-Design-Dokument so terminiert, dass die alte Umgebung erst nach erfolgreicher Übernahme aller Workloads abgeschaltet wird. Snapshots und vSphere-Backups werden als Quelle für die Migration genutzt (VMDK-Export, Cold-Migration oder Live-Migration über Storage-Mover), bleiben aber während der Übergangsphase im Original verfügbar. Backup-Strategien werden auf die neue Plattform (Proxmox Backup Server, Bareos, Ceph-Snapshots) übertragen und vor dem Cut-Over auf Wiederherstellbarkeit getestet. Vorhandene Veeam-/Acronis-Verträge können in der Regel weitergenutzt werden, sofern der Hypervisor unterstützt wird.
Nächster Schritt: VMware-Exit-Evaluierung
Der Einstieg beginnt mit einem strukturierten Strategiegespräch: Bestandsaufnahme der aktuellen VMware-Umgebung, Bewertung der Alternativen und Erstellung einer belastbaren Entscheidungsgrundlage. Das Strategiegespräch ist unverbindlich und löst keine Folgeverpflichtung aus; eine schriftliche Angebotserstellung für das Assessment erfolgt erst nach gemeinsamer Abgrenzung von Umfang und Zielbild.
Strategiegespräch anfragen
Kontaktieren Sie BEKOM für ein unverbindliches VMware-Exit-Strategiegespräch. Gemeinsam mit Ihrem Team bewertet BEKOM die aktuelle Ausgangslage und identifiziert, welche Alternativen realistische Kandidaten sind – technologie-neutral und mit offenem Ergebnis.
Strukturiertes Assessment durchführen
Auf Basis des Strategiegesprächs führt BEKOM ein strukturiertes Assessment durch: Inventar, Abhängigkeitsanalyse, Alternativen-Bewertung und Zielbild. Das Ergebnis ist eine dokumentierte Entscheidungsgrundlage mit Empfehlung und begleitendem Phasenplan.
Pilotphase und Migration begleiten
Nach der Entscheidung für einen Weg begleitet BEKOM die Umsetzung – von der Pilotumgebung über die stufenweise Migration bis zur Konsolidierung. Die Zusammenarbeit lässt sich je nach Ausgangslage als Beratung, als gemeinsames Projekt oder als vollständig geführter Migrationsprozess gestalten.