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Collabora · ONLYOFFICE · Nextcloud DMS

BEKOM OPEN PROOffice-Suites & DMSCollabora, ONLYOFFICE, Paperless

Office-Suites und Dokumentenmanagement mit Open Source: Collabora Online, ONLYOFFICE, LibreOffice und Nextcloud DMS im Vergleich. Migration von Microsoft Office und Entscheidungsmatrix.

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Office-Suites & DMS

Office und DMS als Produktentscheidung

Office-Suiten und Dokumentenmanagement-Systeme sind das tägliche Werkzeug für fast alle Mitarbeitenden einer Organisation. Hier geht es um konkrete Produkte: Welche Suite wird eingesetzt, wie gut funktioniert die Kompatibilität mit Microsoft-Formaten, welches DMS-System hält langfristig? Während Anwendungen & Collaboration die Governance-Seite beleuchtet, liegt der Fokus hier auf der Produkt-Ebene – Collabora Online, ONLYOFFICE, LibreOffice, Nextcloud DMS und Paperless-ngx.

Office-Suiten und Dokumentenmanagement sind geschäftskritische Infrastruktur für die Auftragsverarbeitung und standortübergreifende Zusammenarbeit. Ausfälle blockieren operative Geschäftsprozesse und können bei auditfähigen Dokumentationspflichten compliance-relevant werden. → BEKOM OPEN PRO Applications

Warum die Produktauswahl strategisch ist

Office und DMS sind Produkte mit hoher Nutzerbindung. Mitarbeitende arbeiten damit täglich, ihre Workflows hängen von Bedienung, Performance und Kompatibilität ab. Eine Fehlentscheidung führt zu Produktivitätseinbußen und spätem Korrekturaufwand.

Strategische Dimensionen:

  • Format-Kompatibilität: Wie gut werden Microsoft-Word-, Excel- und PowerPoint-Dokumente verarbeitet?
  • Funktionstiefe vs. Einfachheit: Welche Features sind tatsächlich nötig, welche sind verzichtbar?
  • Nutzerakzeptanz: Entscheidet die Oberfläche, ob Mitarbeitende die Lösung gerne nutzen oder sie umgehen?
  • Langfristige Pflege: Ist das Projekt aktiv weiterentwickelt, gibt es kommerzielle Support-Angebote?

Für Office-Verantwortliche und IT-Leitung bedeutet das: Die Produktauswahl ist kein technisches Detail, sondern ein Entscheid, der täglich auf alle Mitarbeitenden wirkt.

Was BEKOM OPEN PRO Office & DMS umfasst

BEKOM OPEN PRO Applications betrachtet Office und DMS als Produktauswahl-Thema. Die Kernaussage: Nicht jede Organisation braucht dasselbe Produkt; die richtige Wahl hängt von Nutzerprofilen, Kompatibilitätsanforderungen und bestehender Infrastruktur ab.

Inhaltlicher Scope:

  • Produktvergleich Collabora Online vs. ONLYOFFICE vs. LibreOffice: Funktionen, Kompatibilität, Einsatzprofile
  • DMS-Optionen (Nextcloud DMS, Paperless-ngx) mit unterschiedlichen Schwerpunkten
  • Betriebsaspekte spezifisch für Office-Suiten (Skalierung, Performance, Updates)
  • Migration von Microsoft Office und Google Workspace mit Format-Konservierung

BEKOM unterstützt Organisationen bei der konkreten Produktauswahl – abgestimmt auf Nutzerprofile, Kompatibilitätsanforderungen und bestehende Collaboration-Landschaft.

Plattform-Vergleich

Office-Suites im Vergleich

Die Open-Source-Office-Landschaft kennt mehrere etablierte Produkte mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die bewusste Auswahl orientiert sich an Nutzerprofilen, Kompatibilitätsanforderungen und Betriebsumgebung.

Collabora Online als Nextcloud-Partner

Collabora Online ist eine browserbasierte Office-Suite auf Basis von LibreOffice. Sie integriert sich eng mit Nextcloud und weiteren Collaboration-Plattformen und bietet Echtzeit-Collaboration auf Dokumenten.

Charakteristika von Collabora Online:

Browserbasiert mit konsequenter WebUI, keine Client-Installation bei Endnutzern nötig

Starke Kompatibilität mit Microsoft-Office-Formaten (docx, xlsx, pptx) und OpenDocument-Formaten

Echtzeit-Collaboration: mehrere Nutzer bearbeiten dasselbe Dokument gleichzeitig

Kommerzielle Support- und Enterprise-Varianten über die Collabora-Gesellschaft

Collabora Online ist die richtige Wahl, wenn enge Nextcloud-Integration gewünscht ist und browserbasiertes Arbeiten im Vordergrund steht. Für Organisationen mit Collaboration-Fokus ist sie häufig die pragmatische Wahl.

ONLYOFFICE als Alternative

ONLYOFFICE ist eine weitere browserbasierte Office-Suite mit starker Microsoft-Kompatibilität. Das Produkt setzt eine eigene Engine ein, die besonders auf Word/Excel/PowerPoint-Kompatibilität optimiert ist.

Einsatzprofil:

Sehr starke Kompatibilität mit Microsoft-Office-Formaten, häufig als besonders treue Darstellung gelobt

Integration mit Nextcloud, Seafile und weiteren Plattformen; eigene Document Server-Architektur

Desktop-Editoren verfügbar als Ergänzung zur Browser-Variante für Offline-Arbeit

Kommerzielle Support-Modelle und Enterprise-Edition mit erweitertem Funktionsumfang

ONLYOFFICE ergänzt oder ersetzt Collabora Online je nach Anforderung. Viele Organisationen testen beide Produkte in einer Pilotphase und wählen nach Nutzerfeedback und Kompatibilitätsmessung. Die Wahl ist selten trivial, beide sind ausgereifte Produkte.

LibreOffice als Desktop-Klassiker

LibreOffice ist die umfassende Open-Source-Office-Suite mit voller Desktop-Anwendung. Sie wird sowohl als Einzelplatz-Software als auch in Server-Varianten eingesetzt.

Wichtige Merkmale:

Vollwertige Desktop-Installation für Writer, Calc, Impress, Draw, Base, Math – keine Funktionsbeschränkung

Verfügbar auf Windows, macOS und Linux, auch in portablen Varianten

Unterstützung aller gängigen Formate, Langzeit-Support über die Document Foundation

Ideal für Nutzer, die intensive Dokumentenarbeit mit vollem Funktionsumfang benötigen

LibreOffice ist die richtige Wahl für klassische Desktop-Arbeitsplätze und für Anwenderinnen, die komplexe Dokumente erstellen. Die Kombination mit browserbasierten Lösungen (Collabora, ONLYOFFICE) für Collaboration ist gängige Praxis.

Plattform-Vergleich

Dokumentenmanagement im Vergleich

Für strukturiertes Dokumentenmanagement stehen zwei etablierte Open-Source-Optionen zur Verfügung, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Viele Organisationen betreiben beide parallel: aktive Dokumente in Nextcloud, archivierte Dokumente in Paperless-ngx.

Nextcloud DMS für aktive Workflows

Nextcloud DMS erweitert die Nextcloud-Plattform um klassische Dokumentenmanagement-Funktionen und eignet sich besonders für Collaboration-zentrierte Dokumentenpflege.

Charakteristika von Nextcloud DMS:

Versionierung, Metadaten und Workflows direkt auf der bekannten Nextcloud-Oberfläche

Revisionssichere Ablage mit Retention-Policies auf Ordner-Ebene

Nahtlose Integration in Collaboration-Szenarien: Freigaben, Kommentare, Team-Ordner

Unterstützung für aktive Bearbeitungsworkflows zusammen mit Collabora oder ONLYOFFICE

Nextcloud DMS ist die richtige Wahl, wenn Teams gemeinsam an Dokumenten arbeiten, Freigabe-Workflows benötigen und Versionierung ohne Medienbruch erwarten.

Paperless-ngx für Archiv und Suche

Paperless-ngx ist spezialisiert auf Archivierung und Suchbarkeit eingescannter Dokumente und ergänzt Nextcloud DMS in vielen Organisationen als Archiv-Komponente.

Charakteristika von Paperless-ngx:

Automatisierte Verschlagwortung eingehender Dokumente (Posteingang, Belege, Verträge)

OCR und Volltext-Indexierung für schnelle Recherche auch in gescannten PDFs

Strukturierte Archivierung mit Versionierung und Audit-Log

Klare Abgrenzung zwischen aktiven Vorgängen (Nextcloud) und abgeschlossenen Dokumenten (Paperless)

Paperless-ngx ist die richtige Wahl für Posteingang, Belege und langfristige Archivierung mit intelligenter Suche. Die Aufgabenteilung zu Nextcloud DMS wird in der DMS-Strategie dokumentiert und folgt den internen Prozessen.

Zusammenspiel und Aufgabenteilung

In der Praxis arbeiten Nextcloud DMS und Paperless-ngx häufig zusammen. Die klare Trennung zwischen aktiven Workflows und abgeschlossenen Dokumenten entlastet beide Systeme und hält die Informationen langfristig auffindbar.

Charakteristika der Kombination:

Aktive Vorgänge in Nextcloud DMS: Bearbeitung, Versionierung und Freigaben durch mehrere Beteiligte

Abgeschlossene Dokumente in Paperless-ngx: automatisiertes Verschlagworten, Volltext-Suche, Retention-Regeln

Übergaberegeln dokumentiert: welche Dokumentenklasse wechselt wann vom aktiven System ins Archiv

Gemeinsamer Zugriff über zentrale Identität: ein Benutzer, zwei Systeme, konsistente Berechtigungen

Die technische Integration allein reicht nicht – die Übergaberegeln müssen fachlich abgestimmt und in der DMS-Strategie festgehalten sein, damit aktive und archivierte Dokumente ihren Platz finden und Retention-Pflichten nachvollziehbar erfüllt werden.

Betriebsprinzipien

Betriebsprinzipien für Office und DMS

Office- und DMS-Umgebungen im produktiven Einsatz unterscheidet sich grundlegend von einfachen Test-Installationen. Drei Bereiche sind entscheidend: Skalierung und Performance, Update- und Versions-Disziplin sowie Integration und Nutzer-Erlebnis.

Skalierung und Performance

Office-Anwendungen werden von vielen Nutzern gleichzeitig verwendet. Eine unterdimensionierte Umgebung führt zu langsamen Ladezeiten und Nutzer-Unzufriedenheit.

Architektur-Prinzipien:

Dokument-Server separiert vom Dateiablage-Dienst: horizontale Skalierung je nach Nutzerlast

Caching-Layer für häufig verwendete Dokumente und Thumbnails

Monitoring der Antwortzeiten und Auslastung, mit automatischer Alarmierung bei Engpässen

Klare Kapazitätsplanung: Wachstum wird vorab modelliert, nicht nach Ausfällen

Skalierung wird vor dem produktiven Rollout getestet. Ein Office-System, das bei 500 Nutzern funktioniert, kann bei 2.000 Nutzern in Engpässe laufen – die Architektur muss darauf ausgelegt sein.

Update- und Versions-Disziplin

Office-Suiten erhalten regelmäßige Updates – sowohl für Sicherheit als auch für Funktionserweiterungen. Ohne klare Versions-Strategie entstehen Inkompatibilitäten zwischen Nutzergruppen.

Kernprinzipien:

Einheitliche Version auf dem Dokument-Server, keine Inselversionen pro Abteilung

Staging-Umgebung: neue Versionen werden in einer repräsentativen Umgebung getestet

Angekündigter Rollout: Nutzer werden vor größeren Änderungen informiert, mit Ansprechpartnern bei Problemen

Testdokumente für Format-Kompatibilität vor jedem Update, damit Regressionen früh erkannt werden

Update-Disziplin ist besonders wichtig, weil Office-Dokumente oft in internen Prozessen verwendet werden. Eine unkontrollierte Update-Stufe kann Workflows stören, die auf bestimmten Formatierungen basieren.

Integration und Nutzer-Erlebnis

Office-Suiten stehen selten allein. Integration mit Collaboration, DMS, Fachanwendungen und E-Mail entscheidet über die tatsächliche Nutzerakzeptanz.

Umsetzung:

Einheitliche Anmeldung über zentrales IAM, keine separaten Office-Accounts

Direkte Bearbeitung von Dokumenten aus Collaboration-Plattformen heraus, ohne Download-Zwischenschritt

Klar strukturierte Ablage-Pfade: Nutzer wissen, wo welche Dokumente landen und wie sie gefunden werden

Schulungen und Hilfsmaterial, besonders bei Umstellung von proprietären Office-Suiten

Nutzererlebnis ist kein Zusatz, sondern Kernmerkmal. Eine Office-Suite, die technisch überlegen ist, aber Nutzer nicht gerne verwenden, verfehlt ihr Ziel.

Office-Suites & DMS

Betriebsmodelle: On-Premise, Cloud, Hybrid

Office-Suiten und DMS funktionieren in allen drei Betriebsmodellen. Die Wahl hängt von Datenschutz-Anforderungen, Nutzergruppen und vorhandener Infrastruktur ab.

On-Premise

Office- und DMS-Server im eigenen Rechenzentrum. Dokumente, Metadaten und Zugriffs-Logs bleiben vollständig intern oder bei einem klar definierten Partner.

Vorteile:

  • Volle Datenhoheit: sensible Dokumente verlassen das Rechenzentrum nicht
  • Direkte Integration mit internen Collaboration- und Fachanwendungs-Landschaften
  • Compliance-Konformität für regulierte Branchen mit strengen Datenstandort-Anforderungen
  • Unabhängigkeit von Internet-Verfügbarkeit für internes Arbeiten

Ideal für diese Szenarien:

  • Organisationen mit hoher Anzahl vertraulicher Dokumente und bestehender Rechenzentrums-Infrastruktur
  • Regulierte Branchen: Finanzen, Gesundheitswesen, Behörden und KRITIS
  • Einsatz mit DMS-Archivierung und revisionssicherer Langzeit-Ablage

On-Premise-Office-Server sind der klassische Einsatzpunkt, besonders in Kombination mit On-Premise-Collaboration und internen Workflows.

Cloud

Office- und DMS-Dienste in Cloud-Umgebungen – in BEKOM-Rechenzentren, Partner-Clouds oder souveränen Cloud-Anbietern. Die Dokumente bleiben unter Kontrolle der Organisation, der physische Betrieb liegt beim Anbieter.

Vorteile:

  • Keine Hardware-Investitionen, elastische Skalierung nach tatsächlicher Nutzung
  • Geografisch verteilte Endpunkte für internationale Teams und Remote-Arbeit
  • Schnelle Bereitstellung und Versions-Updates durch strukturierten Cloud-Betrieb
  • Integration mit Cloud-Identity-Providern und Cloud-Collaboration-Plattformen

Ideal für diese Szenarien:

  • Wachsende Organisationen mit verteilten Teams und Remote-Work-Anteilen
  • Neue Initiativen ohne bestehende On-Premise-Basis als Office-Anker
  • Projekt-Teams mit wechselnden Zusammensetzungen und externen Partnern

Cloud-Office reduziert den operativen Aufwand erheblich. Die Wahl eines souveränen Cloud-Partners mit deutschem oder EU-Standort sichert Datenhoheit über die bearbeiteten Dokumente.

Hybrid

Kombination aus On-Premise- und Cloud-Office mit klarer Datenklassifizierung. Sensible Dokumente bleiben lokal, allgemeine Dokumente liegen in Cloud-Umgebungen.

Vorteile:

  • Sensible Dokumente im eigenen Rechenzentrum, kollaborativ bearbeitete Dokumente in der Cloud
  • Einheitliche Office-Erfahrung über beide Welten durch identische Werkzeuge
  • Disaster-Recovery-Fähigkeit: bei Ausfall einer Seite bleibt zumindest eingeschränktes Arbeiten möglich
  • Schrittweise Cloud-Adoption, abhängig von Datenklasse und Einsatzfall

Ideal für diese Szenarien:

  • Etablierte Organisationen mit differenzierten Dokumenten-Schutzbedarfen
  • Mehr-Standort-Unternehmen mit zentralen und regionalen Dokumenten-Pools
  • Kombination aus klassischer Dokumenten-Archivierung und moderner Collaboration

Hybrid-Office erfordert klare Datenklassifizierung und konsequente Ablage-Regeln. Mit konsequenter Umsetzung liefert es maximale Flexibilität ohne Aufgabe der Datenhoheit für besonders sensible Inhalte.

Kostentreiber bei Office-Suiten im Eigenbetrieb

Office-Suiten und DMS-Systeme bringen spezifische Kostentreiber mit sich: Updates und Sicherheits-Patches müssen zeitnah eingespielt werden, da diese Systeme täglich von allen Mitarbeitenden genutzt werden. Die Integration verschiedener Office-Komponenten erfordert kontinuierliche Kompatibilitätstests, insbesondere bei Microsoft-Format-Import und -Export. Backup- und Archivierungsstrategien für Dokumentenbestände müssen langfristig geplant werden. Format-Migrationen und Nutzer-Schulungen bei Produktwechseln schlagen mit erheblichen variablen Aufwänden zu Buche. Ein Assessment der bestehenden Dokumentenworkflows und Formatanforderungen bildet die Basis für planbare Betriebskosten. BEKOM stellt Office-Suiten und DMS-Lösungen über eine Monatspauschale bereit, die diese Kostentreiber in eine planbare Kostenstruktur überführt.

Verwandte Themen: Office-Suites verzahnen sich mit Collaboration und Identity & Access; Dokumenten-Workflows auf Managed-Ebene begleitet Managed DMS; als konkrete Produkt-Option steht Paperless-ngx zur Verfügung. Für Lead-Gen-Themen mit Telefonie-Bezug siehe Cloud-Telefonie.

Häufige Fragen zu Office und DMS

Collabora Online oder ONLYOFFICE – was ist die richtige Wahl?

Beide Produkte sind ausgereift und decken ähnliche Anwendungsfälle ab. Collabora Online basiert auf LibreOffice und integriert sich sehr eng in Nextcloud. ONLYOFFICE setzt auf eine eigene Engine mit besonders starker Microsoft-Kompatibilität. Die Wahl wird am besten in einer Pilotphase getroffen: gleiche Dokumente werden in beiden Produkten bearbeitet, Nutzer geben Feedback zu Bedienung und Kompatibilität. Häufig entscheiden Detail-Aspekte wie die Darstellung spezifischer Word-Dokumente oder die Performance bei Excel-Arbeitsmappen.

Wie gut funktioniert die Migration aus Microsoft Office?

Die Format-Kompatibilität ist heute sehr gut, aber nicht perfekt. Standard-Dokumente (Briefe, Tabellen, Präsentationen) werden meist ohne sichtbare Abweichungen übernommen. Herausfordernd sind komplexe Formatierungen: verschachtelte Tabellen, eingebettete Diagramme mit Makros, speziell angepasste Vorlagen. Eine strukturierte Migrationsanalyse identifiziert vorab, welche Dokumentenklassen problemlos migriert werden können und welche manuellen Anpassungen brauchen. Die Erwartungshaltung sollte realistisch sein: 95 Prozent der Dokumente funktionieren direkt, der Rest braucht Pflege.

Wann nutze ich Nextcloud DMS und wann Paperless-ngx?

Nextcloud DMS eignet sich für aktive Dokumenten-Pflege mit Collaboration-Schwerpunkt: Teams arbeiten gemeinsam, versionieren Dokumente, führen Freigabe-Workflows durch. Paperless-ngx ist spezialisiert auf Archivierung und Suche eingescannter Dokumente: Posteingang wird automatisiert verschlagwortet, Volltext-Index erlaubt schnelle Recherche. Viele Organisationen betreiben beide parallel: aktive Vorgänge in Nextcloud DMS, abgeschlossene Dokumente in Paperless-ngx. Die Aufgabenteilung wird in der DMS-Strategie dokumentiert und folgt den internen Prozessen.

Wie archiviere ich Dokumente revisionssicher?

Revisionssichere Archivierung erfordert mehrere Ebenen: unveränderliche Ablage (Write-Once-Read-Many), dokumentierte Aufbewahrungsfristen mit automatischem Löschen, nachvollziehbare Zugriffsprotokolle und klare Zuständigkeitsregeln. Nextcloud DMS unterstützt Retention-Policies auf Ordner-Ebene; Paperless-ngx archiviert Dokumente strukturiert mit Versionierung und Audit-Log. Für höhere Anforderungen (z. B. HGB-konforme Archivierung) werden zusätzlich externe Archivsysteme oder dedizierte Retention-Appliances eingesetzt. Die konkrete Umsetzung wird mit Compliance abgestimmt.

Wie performant läuft eine browserbasierte Office-Suite?

Moderne browserbasierte Office-Suiten sind für die meisten Anwendungsfälle ausreichend performant, erreichen aber nicht die Desktop-Performance klassischer Installationen. Für einfache bis mittlere Dokumentenarbeit (Briefe, Tabellen, Präsentationen) sind sie absolut tauglich; bei sehr großen Excel-Arbeitsmappen oder komplexen Präsentationen mit vielen Medien kann die Reaktion spürbar langsamer sein. Die Performance hängt stark von Server-Dimensionierung, Netzwerkbandbreite und Endgerät ab. Für Power-User empfiehlt sich oft die Kombination mit Desktop-Installationen von LibreOffice.

Welche Rolle spielt der Browser bei Office-Suiten?

Browserbasierte Office-Suiten erfordern moderne Browser mit aktueller JavaScript-Engine. Chrome, Edge, Firefox und Safari werden in aktuellen Versionen unterstützt; ältere Browser oder restriktive Umgebungen können Kompatibilitätsprobleme verursachen. Die Browser-Integration ermöglicht plattformunabhängiges Arbeiten: Windows, macOS, Linux, ChromeOS und auch Tablets funktionieren ohne separate Installation. Für BYOD-Szenarien (Bring Your Own Device) ist das ein klarer Vorteil, erfordert aber bewusste Abstimmung mit der Endgeräte-Strategie und Sicherheitsrichtlinien.

Wie gehe ich mit Microsoft-spezifischen Formaten (Makros, Sharepoint-Integration) um?

Makros in Excel und Word werden von Collabora und ONLYOFFICE nur eingeschränkt unterstützt – komplexe VBA-Makros laufen nicht ohne Anpassung. Bei der Migration werden Dokumente mit Makros identifiziert und entweder nachgebaut (etwa über Python oder dedizierte Workflow-Werkzeuge) oder als Sonderfall in einem parallel betriebenen Microsoft-Office-Umfeld weiter gepflegt. Sharepoint-Integration wird durch Open-Source-DMS ersetzt, was eine architektonische Umgestaltung bedeutet. Der Migrationsplan berücksichtigt diese Spezialfälle explizit.

Wie unterscheidet sich BEKOM OPEN PRO Office von BEKOM MANAGED?

BEKOM OPEN PRO Office adressiert die Produktauswahl und Architektur: Welche Suite, welches DMS, welche Integration? BEKOM MANAGED Collaboration (Silo 11) übernimmt den operativen Betrieb – Updates, Monitoring, Incident-Response, Support für Nutzer. Die Angebote ergänzen sich: Viele Kunden nutzen OPEN PRO für die Produktauswahl und Architektur und MANAGED für den laufenden Betrieb der gewählten Produkte, mit klarem SLA-Rahmen und definierten Reaktionszeiten für Nutzer-Anliegen.

Welche Kosten entstehen beim Wechsel von Microsoft Office zu Open-Source-Office-Suiten?

Der Wechsel bringt einmalige Migrationskosten für Dokumentenkonvertierung und Nutzer-Schulungen mit sich. Laufende Lizenzkosten entfallen bei Open-Source-Lösungen, dafür entstehen Betriebskosten für Hosting, Updates und Support. Format-Kompatibilitätstests und eventuelle Workflow-Anpassungen müssen eingeplant werden. BEKOM führt vorab ein Assessment durch, um Migrationsaufwand und laufende Betriebskosten transparent zu kalkulieren. Die Gesamtkosten hängen stark von der Komplexität bestehender Dokument-Templates und Makros ab.

Kann man vom Eigenbetrieb einer Office-Suite wieder zu einem externen Anbieter zurückkehren?

Office-Suiten basieren meist auf Standard-Formaten wie ODF oder Microsoft-Office-Kompatibilität, was Portabilität grundsätzlich ermöglicht. Dokumentenbestände lassen sich exportieren und zu anderen Anbietern migrieren. Bei BEKOM gehören alle Daten und Konfigurationen dem Kunden, eine Rückkehr zum Eigenbetrieb oder Wechsel zu anderen Dienstleistern ist vertraglich abgesichert. Kritisch sind proprietäre DMS-Metadaten und individuelle Workflow-Konfigurationen, die beim Provider-Wechsel neu aufgebaut werden müssen. BEKOM dokumentiert alle Systemkonfigurationen, um Exit-Szenarien zu erleichtern.

Nächster Schritt: Office-Evaluierung

Der Einstieg beginnt mit einem strukturierten Office-Strategiegespräch: Bestandsaufnahme der aktuellen Office-Nutzung, Bewertung der Produktanforderungen und Erstellung einer belastbaren Office-Strategie.

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Office-Evaluierung anfragen

Kontaktieren Sie BEKOM für ein unverbindliches Application-Strategiegespräch mit Office-Fokus. Gemeinsam mit Ihrem Team bewertet BEKOM die aktuelle Office-Landschaft und identifiziert passende Produktoptionen – abgestimmt auf Nutzerprofile, Kompatibilitätsanforderungen und Collaboration-Strategie.

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Produkt-Evaluierung durchführen

Auf Basis des Strategiegesprächs vertieft BEKOM die Produkt-Evaluierung: Passt Collabora Online, ONLYOFFICE, LibreOffice oder eine Kombination? Welches DMS (Nextcloud DMS, Paperless-ngx) passt zum Dokumenten-Lebenszyklus? Das Ergebnis ist eine dokumentierte Empfehlung mit Pilotplanung.

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Pilotphase und Rollout begleiten

Vor dem breiten Rollout starten Pilotphasen mit ausgewählten Nutzergruppen und Dokumentenklassen. Die Pilotphase validiert die geplante Produktwahl unter realen Bedingungen und liefert die Erfahrungsbasis für den späteren Rollout – mit strukturierter Nutzer-Kommunikation, Format-Konvertierung und begleitender Schulung.