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Oracle · SAP · Infor · proALPHA · Sage

BEKOM MANAGEDERP-Infrastruktur als ServiceOracle, SAP, Infor, proALPHA und mehr

BEKOM betreibt ERP-Infrastruktur im deutschen Rechenzentrum – Oracle, SAP, Infor, proALPHA, Sage und Branchensysteme. Mit definierten SLAs, Monitoring und Change Management.

Vorgehensweise ansehen
Oracle, SAP, Infor, proALPHA
Definierte SLAs
Anwendungs-Monitoring
Dokumentierte Prozesse
ERP-Betrieb

ERP-Systeme im strukturierten Betrieb

ERP-Systeme bilden das operative Rückgrat vieler Organisationen – von der Finanzbuchhaltung über die Materialwirtschaft bis zur Produktionsplanung. Ihr zuverlässiger Betrieb erfordert qualifiziertes Fachwissen, strukturierte Prozesse und eine kontinuierliche Anpassung an Release-Zyklen und Sicherheitsanforderungen. BEKOM übernimmt den strukturierten Betrieb von ERP-Systemen auf Infrastruktur- und Plattformebene – unabhängig vom ERP-Hersteller – im Rahmen von BEKOM MANAGED Applications.

ERP-Systeme steuern geschäftskritische Prozesse von der Auftragsverarbeitung bis zur Finanzbuchhaltung und sind damit operativ unverzichtbar für den Geschäftsbetrieb. Ausfälle der ERP-Infrastruktur blockieren standortübergreifende Geschäftsprozesse und gefährden die Compliance bei regulatorischen Meldepflichten.

BEKOM betreibt die Infrastruktur für ERP-Systeme verschiedener Hersteller – Oracle, SAP, Infor, proALPHA, Sage und branchenspezifische Plattformen. Für Microsoft Dynamics 365 siehe Managed Microsoft. Der Umfang ist klar abgegrenzt: BEKOM übernimmt ausschließlich die Infrastruktur- und Plattformebene; die ERP-Anwendung selbst – Customizing, Funktionsmodule, herstellerspezifisches Sizing – verantwortet der ERP-Implementierungspartner des Kunden.

Herausforderungen im ERP-Betrieb

Kontext: ERP-Systeme sind technisch vielschichtig: Datenbanken, Application Server, Middleware-Komponenten, Schnittstellen zu Drittsystemen und herstellerspezifische Update-Prozesse müssen aufeinander abgestimmt sein. Jede Komponente bringt eigene Patch-Zyklen, Konfigurationsanforderungen und Abhängigkeiten mit.

Typische Szenarien:

  • Datenbank-Updates erfordern Kompatibilitätsprüfung mit der ERP-Anwendung, bevor sie eingespielt werden können
  • Middleware-Änderungen (Application Server, Message Broker) können Schnittstellen zu Fremdsystemen beeinträchtigen
  • Branchenspezifische ERP-Systeme haben proprietäre Update-Mechanismen, die herstellerspezifisches Know-how erfordern
  • Sicherheitslücken auf Betriebssystem- oder Datenbankebene müssen zeitnah gepatcht werden, ohne den ERP-Betrieb zu unterbrechen

Ergebnis: Der Betrieb von ERP-Systemen erfordert Spezialisten, die sowohl die darunterliegende Infrastruktur als auch die Abhängigkeiten zur ERP-Anwendung verstehen. Ohne strukturiertes Change Management steigt das Risiko von Betriebsunterbrechungen bei Updates und Konfigurationsänderungen.

BEKOM als ERP-Betriebspartner

Ansatz: BEKOM übernimmt den strukturierten Betrieb der Infrastruktur- und Plattformschicht unterhalb der ERP-Anwendung – als strukturierter Service mit definierten Verantwortlichkeiten und messbaren Service-Levels im Rahmen von BEKOM MANAGED Applications.

Leistungsumfang:

  • Betrieb von Betriebssystem, Datenbank und Application Server für das ERP-System
  • Patch-Management für alle Infrastruktur- und Plattformkomponenten
  • Monitoring der Systemverfügbarkeit, Datenbankleistung und Schnittstellenfunktion
  • Backup und Wiederherstellung der ERP-Datenbank und Konfigurationsdaten
  • Koordination mit dem ERP-Hersteller oder Implementierungspartner bei anwendungsseitigen Änderungen

Ergebnis: BEKOM betreibt die technische Grundlage des ERP-Systems. Die ERP-Anwendung selbst – Geschäftslogik, Customizing, Modul-Konfiguration – bleibt in der Verantwortung des ERP-Implementierungspartners oder des internen Fachteams. Diese Trennung ist im Service-Design-Dokument dokumentiert.

Abgrenzung: BEKOM übernimmt den Betrieb der Infrastruktur unterhalb der ERP-Anwendung. Anwendungsseitige Aufgaben wie ERP-Customizing, Geschäftsprozess-Konfiguration und funktionale Updates werden vom ERP-Partner oder internen Team verantwortet. Die Schnittstelle zwischen Infrastruktur-Betrieb und Anwendungsbetreuung wird im Service-Design klar definiert.

ERP-Plattformen

ERP-Plattformen im Betrieb

BEKOM betreibt ERP-Systeme verschiedener Hersteller und Technologien. Welche Plattform für eine Organisation geeignet ist, entscheidet der ERP-Implementierungspartner oder das interne Fachteam. BEKOM übernimmt den Betrieb der darunterliegenden Infrastruktur unabhängig vom ERP-Hersteller.

Oracle und Infor

Oracle E-Business Suite, Oracle Cloud Applications und Infor CloudSuite sind verbreitete ERP-Plattformen im Mittelstand und in größeren Organisationen.

BEKOM betreibt die darunterliegende Infrastruktur: Datenbank (Oracle DB, SQL Server), Application Server (WebLogic, Tomcat) und Middleware-Komponenten.

Patch-Management, Monitoring und Backup werden nach denselben Betriebsstandards durchgeführt wie für alle anderen Anwendungen im BEKOM-Portfolio.

Bei Oracle-Datenbanken übernimmt BEKOM das Patch-Management für Critical Patch Updates (CPUs) und koordiniert die Einspielprozesse mit dem ERP-Implementierungspartner, da Datenbankänderungen Auswirkungen auf die ERP-Anwendung haben können.

SAP-Anwendungen

SAP Business One, SAP ERP und SAP S/4HANA werden in vielen mittelständischen und größeren Organisationen eingesetzt. BEKOM betreibt die darunterliegende Infrastruktur im deutschen Rechenzentrum: Windows-Server (siehe Windows-Server-Hosting) oder Linux-Hosts, Datenbankebene, Storage und Backup – mit definierten SLAs und dokumentierten Wartungsfenstern.

Damit erhalten SAP-Installationen denselben strukturierten Plattformbetrieb wie alle anderen ERP-Systeme im BEKOM-Portfolio. SAP-Basis-Administration, ABAP-Customizing, Funktionsmodul-Konfiguration, Sizing nach SAP-Hardware-Empfehlungen und Hersteller-Support liegen beim SAP-Partner des Kunden.

BEKOM koordiniert mit dem SAP-Partner bei infrastrukturrelevanten Änderungen – etwa Datenbank-Patches oder Wartungsfenstern für Betriebssystem-Updates – und dokumentiert die Schnittstelle zwischen Infrastruktur-Betrieb und SAP-Anwendungsbetreuung im Service-Design-Dokument. Diese Aufgabenteilung erlaubt eine bestehende SAP-Beratungspartnerschaft, ohne den Infrastruktur-Betrieb auf eine separate Organisationsebene zu verteilen.

Auf Wunsch werden SAP-Systeme als Bestandteil der BEKOM Cloud bereitgestellt – mit dedizierten Ressourcen im deutschen Rechenzentrum statt geteilter Public-Cloud-Hyperscaler-Umgebung. Das ist insbesondere für Organisationen relevant, die Datenresidenz im DACH-Raum, deutschen Vertragsraum und planbare Verfügbarkeitsstufen mit der bestehenden SAP-Anwendungsbetreuung kombinieren möchten.

proALPHA, Sage und Branchensysteme

proALPHA, Sage, abas und branchenspezifische ERP-Systeme nutzen heterogene Technologien: proprietäre Datenbanken, Windows- oder Linux-basierte Application Server und herstellerspezifische Middleware. BEKOM betreibt diese Systeme unabhängig vom Technologie-Stack – die Betriebsaufgaben (Monitoring, Patching, Backup) bleiben identisch.

Auch branchenspezifische ERP-Systeme aus Automobil, Fertigung, Handel, Energiewirtschaft, Bauwesen, Logistik, Lebensmittelindustrie, Gesundheitswesen, Pharma und weiteren Branchen werden in demselben Betriebsrahmen geführt. Welche Software konkret zum Einsatz kommt, ist eine fachliche Entscheidung des Kunden und seines Implementierungspartners; BEKOM betreibt die darunterliegende Plattform unabhängig vom Hersteller.

Auf Wunsch werden diese Systeme als Bestandteil der BEKOM Cloud bereitgestellt – mit dedizierten Ressourcen im deutschen Rechenzentrum, deutschem Vertragsraum und durchgehender Datenresidenz im DACH-Raum.

Branchenspezifische ERP-Systeme erfordern oft Spezialwissen über proprietäre Update-Mechanismen. BEKOM koordiniert in diesen Fällen eng mit dem ERP-Hersteller und dokumentiert die herstellerspezifischen Betriebsprozesse im Service-Design-Dokument.

Open-Source-ERP-Systeme

Odoo, ERPNext, Metasfresh und Tryton sind Open-Source-ERP-Systeme, die BEKOM nach denselben Betriebsstandards betreibt wie kommerzielle Plattformen.

Die Patch-Zyklen orientieren sich an den Release-Zyklen der jeweiligen Open-Source-Projekte und den Sicherheitsanforderungen der Organisation.

Open-Source-ERP-Systeme nutzen typischerweise PostgreSQL oder MySQL als Datenbank und Python-, Java- oder Node.js-basierte Application Server.

BEKOM übernimmt den Betrieb dieser Komponenten und prüft verfügbare Updates auf Kompatibilität, bevor sie im vereinbarten Wartungsfenster eingespielt werden.

ERP-Betrieb

ERP-Anwendungen ins BEKOM-Rechenzentrum bringen

ERP-Systeme aus Eigenbetrieb, gemieteter Rechenzentrumsfläche oder einer Drittumgebung in das BEKOM-Rechenzentrum zu überführen, gehört zum Kerngeschäft. BEKOM übernimmt die Migration der Infrastrukturschicht und den anschließenden Betrieb – die ERP-Anwendung selbst wird vom ERP-Implementierungspartner des Kunden begleitet. Diese Trennung ist in jedem Migrationsprojekt im Service-Design-Dokument verbindlich festgehalten und schützt sowohl den Hersteller-Support als auch die fachliche Kontinuität für das interne Team.

Bestandsaufnahme und Migrationsplan

BEKOM erfasst die bestehende ERP-Architektur als Grundlage für die Übernahme: Betriebssystem-Versionen, eingesetzte Datenbanken (Oracle, Microsoft SQL Server, PostgreSQL, MySQL, Sybase ASE), Application Server, Middleware-Komponenten, Schnittstellen zu Drittsystemen, Backup-Verfahren und Sicherheitskonfiguration. Auf Basis dieser Inventarisierung entsteht ein Migrationsplan mit Reihenfolge der Komponenten, abgestimmten Wartungsfenstern und Rückfall-Optionen. Der Plan wird gemeinsam mit dem ERP-Partner und dem internen Team abgestimmt, bevor die Übernahme beginnt – inklusive Test- und Abnahmeschritten für die Wiederinbetriebnahme der ERP-Anwendung im neuen Betriebsumfeld.

Verantwortungsverteilung im Rechenzentrum

Im laufenden Betrieb sind die Zuständigkeiten klar getrennt. BEKOM verantwortet Server-, Storage- und Netzwerkinfrastruktur, das Betriebssystem (Windows-Server für SAP-Anwendungen, Linux-basierte Stacks für Oracle, Infor und Open-Source-Systeme), die Datenbankplattform, Backup, Monitoring und die Koordination der Wartungsfenster. Der ERP-Partner des Kunden verantwortet die ERP-Anwendung – Customizing, Funktionsmodule, Hersteller-Updates, ABAP- oder produktspezifische Programmierung, Sizing nach Hersteller-Empfehlung und Hersteller-Support. Das interne Fachteam des Kunden trifft die fachlichen Freigaben für Geschäftsprozesse und Anwendungsänderungen. Eskalationspfade zwischen den drei Rollen sind benannt und im Service-Design dokumentiert.

Hosting im deutschen Rechenzentrum

Der Standort ist Teil der Leistung. ERP-Daten verbleiben in einem deutschen Rechenzentrum mit deutschem Vertragsraum – relevant für Branchen mit regulatorischen Anforderungen an Datenresidenz und Datenhoheit. Die Verfügbarkeitsstufe wird pro System gewählt: einfacher Betrieb für unterstützende Systeme, HA-Cluster für geschäftskritische ERP-Installationen, Multi-Site-redundant für Systeme mit besonders hoher Bedeutung für den Geschäftsbetrieb. Die SLA-Struktur orientiert sich an dieser Wahl und ist im Service-Design-Dokument fixiert.

Bereitstellungsseitig stehen zwei Wege offen: Server-basiertes ERP-Hosting (technische Plattform eigenständig dokumentiert in den Clustern Windows-Server-Hosting und Linux-Server-Hosting) oder ERP-Bereitstellung als Bestandteil der BEKOM Cloud mit dedizierten Ressourcen und durchgehender Datenresidenz im DACH-Raum. Beide Wege folgen demselben Betriebsstandard – die Wahl richtet sich nach Lizenzmodell, Skalierungsbedarf und vorhandener Infrastruktur.

Verantwortung

Verantwortungsmodelle: Fully Managed und Co-Managed

BEKOM bietet den ERP-Betrieb in zwei Verantwortungsmodellen an. Welches Modell geeignet ist, hängt davon ab, ob die Organisation über eigenes Infrastruktur-Know-how verfügt und welche Aufgaben intern verbleiben sollen. Die Verantwortungsverteilung wird im Service-Design-Dokument festgehalten und kann im Laufe der Betriebspartnerschaft angepasst werden.

Fully Managed

BEKOM übernimmt den vollständigen Betrieb der ERP-Infrastruktur. Die Organisation und der ERP-Implementierungspartner konzentrieren sich auf die Anwendungsebene.

  • Betrieb von Betriebssystem, Datenbank und Application Server
  • Patch-Management für alle Infrastruktur- und Plattformkomponenten
  • Monitoring der Systemverfügbarkeit und Datenbankleistung
  • Backup, Wiederherstellung und Disaster-Recovery-Tests
  • Koordination mit ERP-Hersteller bei infrastrukturrelevanten Änderungen

Geeignet für: Organisationen ohne eigenes Infrastruktur-Team für den ERP-Betrieb, Unternehmen, die den technischen Betrieb vollständig abgeben möchten, sowie Szenarien mit geschäftskritischen ERP-Systemen und hohen Verfügbarkeitsanforderungen. BEKOM übernimmt den gesamten Infrastruktur-Betrieb auf Basis definierter SLAs; die Organisation behält die Steuerung über Anforderungen und Freigaben.

Co-Managed

BEKOM und das interne IT-Team teilen sich die Verantwortung entlang einer dokumentierten Aufgabenmatrix. BEKOM übernimmt den Infrastruktur-Betrieb, das interne Team verwaltet anwendungsnahe Aufgaben.

  • Betrieb von Betriebssystem, Datenbank und Application Server durch BEKOM
  • Patch-Management und Sicherheitsupdates auf Infrastrukturebene durch BEKOM
  • Monitoring und Inzidenz-Management für die Plattformschicht durch BEKOM
  • Backup und Wiederherstellung durch BEKOM
  • Anwendungsnahe Konfiguration und Koordination mit dem ERP-Partner durch das interne Team

Geeignet für: Organisationen mit eigenem IT-Team und Infrastruktur-Grundwissen, Unternehmen, die Datenbankadministration oder Anwendungsmonitoring intern steuern möchten, sowie Szenarien mit engem Zusammenspiel zwischen Infrastruktur-Team und ERP-Implementierungspartner. Das interne Team behält die Hoheit über anwendungsnahe Konfiguration und koordiniert mit dem ERP-Partner. Details zu den Verantwortungsmodellen beschreibt Verantwortungsmodelle.

Deployment

Deployment-Varianten: On-Premise, Cloud und Hybrid

BEKOM betreibt ERP-Infrastruktur unabhängig vom Deployment-Modell. On-Premise-Installationen, cloudbasierte Bereitstellung in der BEKOM Cloud und hybride Konfigurationen erhalten denselben Betriebsstandard, dieselbe SLA-Struktur und denselben Change-Management-Prozess. Die Wahl der Variante richtet sich nach regulatorischen Anforderungen, vorhandener Infrastruktur und Investitionsplanung.

On-Premise

BEKOM betreibt ERP-Systeme auf eigener Infrastruktur in der Betriebsstätte des Kunden – per Remote-Zugriff oder bei Bedarf vor Ort. Hardware, Storage und Netzwerk bleiben im Eigentum und unter physischer Kontrolle der Organisation; BEKOM übernimmt den technischen Betrieb der ERP-Plattform.

Eigenschaften:

Hardware und Storage in eigener Betriebsstätte des Kunden

Remote-Betrieb der ERP-Plattform durch BEKOM mit Vor-Ort-Einsätzen bei Bedarf

Dokumentierte Wartungsfenster, Patch-Management und Backup-Verfahren

Eskalationspfade zu ERP-Partner und internem IT-Team im Service-Design fixiert

Geeignet für:

  • Organisationen mit eigener Betriebsstätte und bereits vorhandener Server-Infrastruktur
  • Regulatorische Anforderungen an physische Datenhoheit am eigenen Standort
  • Investitionsplanung mit Abschreibungszyklen für eigene Hardware

Cloud

ERP-Systeme werden als Bestandteil der BEKOM Cloud im deutschen Rechenzentrum bereitgestellt – mit dedizierten Ressourcen, deutschem Vertragsraum und durchgehender Datenresidenz im DACH-Raum. Alternativ betreibt BEKOM ERP-Systeme in externen IaaS-Umgebungen, wenn dort bereits Infrastruktur des Kunden vorhanden ist.

Eigenschaften:

Dedizierte Ressourcen im deutschen Rechenzentrum, kein geteilter Hyperscaler-Mandant

Deutscher Vertragsraum und durchgehende Datenresidenz im DACH-Raum

Verfügbarkeitsstufen je Installation: einfacher Betrieb, HA-Cluster oder Multi-Site

Bereitstellung als BEKOM Cloud oder als Betrieb in externer IaaS-Umgebung

Geeignet für:

  • Unternehmen, die Cloud-Bereitstellung mit deutschem Rechenzentrum kombinieren möchten
  • Organisationen mit Bedarf an planbaren Verfügbarkeitsstufen und dedizierten Ressourcen
  • Bestehende IaaS-Verträge, bei denen die ERP-Plattformschicht ausgelagert werden soll

Hybrid

Hybride Konfigurationen kombinieren lokale ERP-Installation mit Cloud-Diensten – etwa für Schnittstellen zu Drittsystemen, Erweiterungen oder eine schrittweise Verlagerung von Komponenten ins deutsche Rechenzentrum. BEKOM betreibt beide Seiten nach demselben Betriebsstandard und stimmt die Schnittstellen aufeinander ab.

Eigenschaften:

Lokale ERP-Installation am Standort des Kunden plus Cloud-Komponenten in der BEKOM Cloud

Schnittstellen, Erweiterungen oder Fachverfahren in der Cloud, ERP-Kern lokal

Einheitliches Monitoring und Backup über lokale und Cloud-Komponenten

Schrittweise Verlagerung einzelner Komponenten je Wartungsfenster möglich

Geeignet für:

  • Organisationen mit lokaler ERP-Installation und Cloud-basierten Erweiterungen oder Schnittstellen
  • Schrittweise Migration einzelner Komponenten statt vollständige Verlagerung
  • Anforderungen an Datenhoheit für Kerndaten bei gleichzeitiger Cloud-Nutzung für Erweiterungen
Monitoring & SLAs

Monitoring und Verfügbarkeit

ERP-Systeme erfordern durchgehendes Monitoring auf mehreren Ebenen: Datenbank, Application Server und Schnittstellenfunktion müssen kontinuierlich erfasst werden, um Störungen frühzeitig zu erkennen.

01

Infrastruktur- und Datenbank-Monitoring

BEKOM überwacht die ERP-Infrastruktur anhand definierter Kennzahlen: Datenbankleistung (Abfragezeiten, Tablespace-Auslastung, Lock-Situationen), Application-Server-Verfügbarkeit und CPU-/Speicherauslastung der ERP-Hosts. Bei Schwellenwertüberschreitungen erzeugt das Monitoring automatisierte Alarme.

Welche Kennzahlen überwacht werden und welche Schwellenwerte gelten, wird im Service-Design-Dokument pro System vereinbart. Geschäftskritische ERP-Systeme können engmaschigere Überwachung erhalten als unterstützende Systeme.

02

SLAs und Störungsmanagement

BEKOM vereinbart Service-Level-Agreements für den ERP-Betrieb pro System und Kritikalitätsstufe: Verfügbarkeitsziele, Reaktionszeiten bei Störungen und definierte Wartungsfenster. Bei Inzidenzen klassifiziert BEKOM nach Geschäftsauswirkung, analysiert die Ursache auf Infrastrukturebene und koordiniert bei Bedarf mit dem ERP-Hersteller oder Implementierungspartner.

Details zur SLA-Struktur auf Anwendungsebene beschreibt Application-SLAs. Für die darunterliegende Infrastruktur gelten separate Infrastructure-SLAs.

03

Reporting und Service-Reviews

BEKOM dokumentiert den Betriebszustand der ERP-Infrastruktur in regelmäßigen Service-Reports: Verfügbarkeit im Vergleich zum SLA-Ziel, Datenbankleistung im Zeitverlauf, Inzidenz-Übersicht und durchgeführte Changes. Umfang und Frequenz werden im Service-Design pro System vereinbart.

Auf Wunsch führt BEKOM regelmäßige Service-Reviews durch – mit Analyse der SLA-Einhaltung, Bewertung von Inzidenz-Trends und Identifikation von Optimierungspotenzialen bei Datenbankleistung oder Kapazitätsplanung.

04

Kostentreiber im ERP-Infrastrukturbetrieb

Die Kostentreiber im eigenbetriebenen ERP-Management sind vielschichtig: Qualifizierte Fachkräfte für Oracle-, SAP- oder Infor-Plattformen, Datenbankadministratoren für komplexe ERP-Systeme und Infrastruktur-Spezialisten für herstellerspezifische Update-Prozesse bilden den größten Ausgabenblock. Zusätzlich entstehen variable Aufwände durch ungeplante Release-Updates, Kompatibilitätsprüfungen zwischen ERP-Modulen und Middleware-Komponenten sowie durch Notfall-Interventionen bei kritischen Geschäftsprozessen. Die Dimensionierung der Infrastruktur muss Lastspitzen in der Auftragsverarbeitung und Monatsabschlüssen standhalten, was zu Überkapazitäten in ruhigen Perioden führt. BEKOM transformiert diese unkalkulierbaren Kostentreiber in planbare Betriebskosten durch eine transparente Monatspauschale, die alle Infrastruktur- und Plattformebenen des ERP-Betriebs abdeckt.

Verwandte Themen: ERP-Management verzahnt sich mit Managed Microsoft für Dynamics-Stacks und Managed Custom Applications für angepasste ERP-Module; die Open-Source-Datenbankplattformsicht zeigt Datenbanken & Messaging; für Oracle-Ablösungen siehe das Szenario Oracle-Database-Exit.

Häufige Fragen zum ERP-Management

Welche ERP-Systeme betreibt BEKOM?

BEKOM betreibt die Infrastruktur für ERP-Systeme verschiedener Hersteller: Oracle E-Business Suite, SAP Business One, SAP ERP und S/4HANA, Infor CloudSuite, proALPHA, Sage, abas und branchenspezifische Systeme aus Fertigung, Handel oder Dienstleistung. Open-Source-ERP-Systeme wie Odoo, ERPNext und Metasfresh erhalten denselben Betriebsstandard. Welches System für Ihre Organisation geeignet ist, entscheidet Ihr ERP-Implementierungspartner anhand fachlicher Anforderungen und vorhandener Lizenzbestände – BEKOM betreibt die darunterliegende Plattform.

Welche Rolle hat BEKOM beim Betrieb von SAP-Systemen?

BEKOM betreibt die Infrastruktur und die Datenbankplattform für SAP Business One, SAP ERP und SAP S/4HANA – Windows- oder Linux-Server, Storage, Backup, Monitoring und Wartungsfenster im deutschen Rechenzentrum. SAP-Basis-Administration, ABAP-Customizing, Funktionsmodul-Konfiguration, Sizing nach SAP-Hardware-Empfehlung und Hersteller-Support verantwortet der SAP-Beratungspartner des Kunden. Die Schnittstelle zwischen beiden Verantwortungsbereichen wird im Service-Design-Dokument konkret beschrieben – einschließlich Eskalationspfaden für infrastrukturrelevante Änderungen wie Datenbank-Patches oder Wartungsfenster.

Übernimmt BEKOM auch die ERP-Anwendungsbetreuung?

BEKOM betreibt die Infrastruktur- und Plattformschicht unterhalb der ERP-Anwendung: Betriebssystem, Datenbank, Application Server und Middleware. Die ERP-Anwendung selbst – Geschäftslogik, Customizing, Modul-Konfiguration und funktionale Updates – bleibt in der Verantwortung des ERP-Implementierungspartners oder des internen Fachteams. Die Schnittstelle zwischen beiden Bereichen ist im Service-Design-Dokument definiert. Diese Trennung erlaubt eine bestehende Beratungspartnerschaft fortzuführen, ohne den Plattformbetrieb auf eine separate Organisationsebene zu verteilen.

Kann BEKOM bestehende ERP-Infrastruktur übernehmen?

BEKOM übernimmt bestehende ERP-Infrastruktur im Rahmen eines strukturierten Transition-Prozesses, unabhängig davon, ob sie aktuell im Eigenbetrieb, in gemieteter Rechenzentrumsfläche oder bei einem Drittanbieter läuft. Zunächst erfasst BEKOM die aktuelle Konfiguration: Betriebssystem, Datenbank, Application Server, Schnittstellen und Abhängigkeiten. Danach erstellt BEKOM ein Service-Design-Dokument mit Betriebsaufgaben, Verantwortungsmatrix und SLA-Vorschlag. Die Übernahme erfolgt schrittweise und ohne Unterbrechung des laufenden ERP-Betriebs – mit definierten Wartungsfenstern und dokumentierten Rückfall-Optionen.

Wie wird die Koordination mit dem ERP-Partner geregelt?

BEKOM definiert im Service-Design-Dokument eine klare Verantwortungsmatrix zwischen BEKOM (Infrastruktur-Betrieb), dem ERP-Implementierungspartner (Anwendungsbetreuung) und dem internen IT-Team. Bei infrastrukturrelevanten Änderungen – etwa Datenbank-Patches, Application-Server-Updates oder Wartungsfenstern – koordiniert BEKOM den Zeitplan und die Freigabe mit dem ERP-Partner. Eskalationswege sind dokumentiert, Ansprechpersonen pro Verantwortungsbereich namentlich benannt. Regelmäßige Abstimmungen sichern die Konsistenz zwischen Plattform- und Anwendungsstand ab.

Können On-Premise-ERP-Systeme betrieben werden?

BEKOM betreibt ERP-Infrastruktur auf eigener Infrastruktur in der Betriebsstätte des Kunden ebenso wie in Cloud-Umgebungen, im BEKOM-Rechenzentrum oder in hybriden Konfigurationen. Bei On-Premise-Systemen erfolgt der Betrieb per Remote-Zugriff oder bei Bedarf vor Ort. Das Deployment-Modell beeinflusst die Betriebsmethodik, nicht den Betriebsstandard – alle Varianten erhalten dieselbe SLA-Struktur, dasselbe Monitoring und denselben Change-Management-Prozess. Welches Modell geeignet ist, hängt von regulatorischen Anforderungen, vorhandener Infrastruktur und Investitionsplanung ab.

Welche Datenbanken werden unterstützt?

BEKOM betreibt die gängigen Datenbanksysteme im ERP-Kontext: Oracle Database, Microsoft SQL Server, PostgreSQL, MySQL, MariaDB sowie SAP-spezifische Datenbanken wie Sybase ASE und SAP HANA auf Plattformebene. Das Datenbank-Management umfasst Patch-Management, Performance-Monitoring, Backup-Verwaltung und Kapazitätsplanung. Herstellerspezifische Besonderheiten – etwa Oracle Critical Patch Updates, PostgreSQL-Major-Version-Upgrades oder Wartungsfenster für SAP-Datenbanken – werden im Service-Design pro System dokumentiert und mit dem jeweiligen Hersteller- oder Beratungspartner abgestimmt.

Was unterscheidet ERP-Management von Managed Custom Applications?

Managed Custom Applications behandelt den Betrieb kundenindividueller Software und Legacy-Systeme – von Java- und .NET-Anwendungen bis zu COBOL-Altbeständen. ERP-Management fokussiert sich auf den Betrieb standardisierter ERP-Plattformen (Oracle, SAP, Infor, proALPHA, Sage) mit ihren spezifischen Anforderungen an Datenbank-Management, Middleware-Betrieb und Hersteller-Koordination. Beide Cluster nutzen denselben Betriebsrahmen – Service-Design, SLAs und Change Management – unterscheiden sich aber im Anwendungstyp und in der Art der Hersteller- bzw. Partner-Schnittstelle.

Welche Kosten entstehen beim Wechsel von eigenbetriebenem ERP-Management zu BEKOM MANAGED?

Die Wechselkosten umfassen primär die Migration der ERP-Infrastruktur und die Dokumentation bestehender Konfigurationen. BEKOM führt ein strukturiertes Assessment durch, um die aktuelle ERP-Umgebung zu erfassen und den Migrationspfad zu definieren. Parallel können bestehende Infrastruktur-Verträge schrittweise reduziert werden. Die laufenden Betriebskosten werden durch die BEKOM-Monatspauschale planbar und enthalten bereits alle Infrastruktur- und Plattformkomponenten des ERP-Systems.

Kann die Organisation später zum Eigenbetrieb der ERP-Infrastruktur zurückkehren?

Eine Rückmigration zum Eigenbetrieb ist technisch umsetzbar, da BEKOM auf Standard-Technologien setzt und keine proprietären ERP-Anpassungen vornimmt. Die ERP-Anwendung selbst bleibt unverändert und herstellerkonform. BEKOM dokumentiert alle Infrastruktur-Konfigurationen und Plattform-Parameter in Service-Design-Dokumenten. Bei einer geplanten Rückmigration unterstützt BEKOM den strukturierten Wissenstransfer und die Übergabe der ERP-Infrastruktur an das interne IT-Team.

Nächster Schritt: ERP-Assessment anfragen

Der Einstieg beginnt mit einer Bestandsaufnahme Ihrer ERP-Infrastruktur und der Definition Ihrer Anforderungen an Betrieb, Verfügbarkeit und Verantwortungsverteilung.

Das ERP-Management-Assessment verschafft Klarheit über die aktuelle Infrastruktur-Architektur und identifiziert Optimierungspotenziale in der ERP-Plattform. BEKOM analysiert die bestehende Systemlandschaft, dokumentiert Abhängigkeiten zwischen ERP-Komponenten und entwickelt eine konkrete Empfehlung für den strukturierten Betriebsumfang. Das Service-Design definiert Monitoring-Parameter, Backup-Strategien und Release-Management-Prozesse spezifisch für die eingesetzte ERP-Lösung.

1

ERP-Infrastruktur besprechen

Kontaktieren Sie BEKOM für ein Gespräch zu Ihrer ERP-Landschaft. Gemeinsam erfasst BEKOM die eingesetzten Systeme, Datenbanken, Middleware-Komponenten und Ihre Anforderungen an Verfügbarkeit und Betriebsmodell.

2

Betriebskonzept erstellen

Auf Basis der Analyse erstellt BEKOM ein dokumentiertes Betriebskonzept: Betriebsmodell (Fully Managed oder Co-Managed), Verantwortungsmatrix mit ERP-Partner und internem Team, SLA-Vorschlag, Monitoring-Umfang und Wartungsfenster – abgestimmt auf das jeweilige ERP-System und dessen Rolle im Geschäftsbetrieb.

3

Transition planen

BEKOM plant die schrittweise Übernahme des ERP-Infrastruktur-Betriebs: Dokumentation der bestehenden Konfiguration, Einrichtung des Monitorings, Definition der Eskalationswege zum ERP-Partner und Go-Live mit parallelem Betrieb zur Absicherung.