Skip to main content
Open Source · Projektmanagement · DSGVO

BEKOM OPEN PROOpenProjectProjektmanagement aus Deutschland

OpenProject als bewährte Open-Source-Plattform für Projektmanagement, Aufgaben- und Portfolio-Steuerung: DSGVO-konform, selbst gehostet im DACH-Raum, mit definierten SLAs durch BEKOM.

Vorgehensweise ansehen
Aufgaben & Projekte
Open Source (GPLv3)
DSGVO & DACH-Hosting
Gantt & Kanban
Im Überblick

Was ist OpenProject?

OpenProject ist eine etablierte Open-Source-Plattform für Projektmanagement, Aufgaben- und Portfolio-Steuerung, Zeiterfassung und Wikis auf eigener Infrastruktur. Als bewährte Standardlösung wird sie in DACH-Mittelstand, öffentlicher Verwaltung, Forschungseinrichtungen und Bauprojekten eingesetzt. BEKOM führt OpenProject im Rahmen von BEKOM OPEN PRO Applications exemplarisch ein und betreibt es.

Projektmanagement-Plattformen sind geschäftskritisch für die Auftragsverarbeitung und Compliance-Dokumentation – von Förderprojekten mit auditierbaren Arbeitspaketen bis zu Bauvorhaben mit termingebundenen Gewerken. Die Verfügbarkeit der OpenProject-Plattform ist damit Betriebsvoraussetzung für regulatorische Nachweise und standortübergreifende Projektverfolgung.

Die Steuerung von Vorhaben über Aufgaben, Termine und Verantwortlichkeiten ist in vielen Organisationen eng mit Compliance- und Reporting-Anforderungen verzahnt: Förderprojekte mit dokumentierten Arbeitspaketen, Bauvorhaben mit termingebundenen Gewerken, regulierte Branchen mit auditierbaren Vorgangsprotokollen. Eine Projektmanagement-Plattform ist damit selten ein reines Werkzeug, sondern Teil des operativen Betriebs.

BEKOM betreibt auch alternative Projektmanagement-Lösungen. Im Rahmen eines Assessments wird geprüft, welche Lösung zu Ihrer Ausgangslage passt.

Herkunft und Projekt-Pflege

OpenProject entstand 2012 als Abspaltung der ChiliProject- und Redmine-Linie und wird seitdem von der OpenProject GmbH mit Sitz in Berlin als eigenständige Plattform weiterentwickelt. Die Plattform deckt klassisches, agiles und hybrides Projektmanagement unter einer Oberfläche ab.

Eckdaten zum Projekt:

Gegründet 2012 als Abspaltung der ChiliProject- und Redmine-Linie

Trägerin: OpenProject GmbH mit Sitz in Berlin

Plattform für Aufgaben, Gantt, Kanban, Zeiterfassung und Wikis

Release-Zyklen mit dokumentierten Wartungsfenstern

Markt-Verankerung:

  • DACH-Mittelstand mit DSGVO-Anforderungen
  • Bundes- und Landesverwaltung in Deutschland und der Schweiz
  • Forschungseinrichtungen mit Förder- und Drittmittelprojekten
  • Bau- und Engineering-Projekte mit Multi-Projekt-Strukturen

Positionierung im Markt

OpenProject steht als europäische Open-Source-Alternative zu Atlassian Jira sowie Microsoft Project und Microsoft Planner. Die Plattform fokussiert auf Selbst-Hosting, offene Schnittstellen (REST-API v3, OAuth, OpenID Connect) und Datenhoheit innerhalb der EU – ohne Pflichtweg über US-Hyperscaler oder die Atlassian-Cloud.

Differenzierende Merkmale:

Selbst gehostet auf eigener Hardware oder bei DACH-Anbietern

Offene REST-API v3 statt proprietärer Cloud-only-Schnittstellen

Klassisches, agiles und hybrides Projektmanagement in einer Plattform

Quelltext-Einsicht und Auditierbarkeit der Plattform

Typische Wahl-Gründe:

  • Datensouveränität mit Verarbeitung in Deutschland
  • Atlassian-Cloud-Reduktion oder Vendor-Diversifikation
  • Compliance-Pflichten mit nachvollziehbaren Datenflüssen
  • Multi-Projekt-Strukturen mit mehreren Mandanten

Lizenzmodell und Editionen

OpenProject Server ist als Community Edition unter GPLv3 ohne Lizenzgebühren nutzbar. Die kommerzielle OpenProject Enterprise Subscription liefert kuratierte Updates, langfristige Wartung, Hersteller-Support sowie Enterprise-Add-ons wie Custom Fields auf Projekt-Ebene, Backlog-Verwaltung mit Story-Points und Zwei-Faktor-Authentifizierung mit Hardware-Token.

Verfügbare Editionen:

Community Edition unter GPLv3 mit allen Kernfunktionen

OpenProject Enterprise Subscription mit kommerziellen Support-Stufen

Enterprise-Add-ons für Backlogs, Boards und erweiterte Custom Fields

Support-Optionen:

  • Community-Support über öffentliche Foren und GitHub-Issues
  • OpenProject-Subscription mit Hersteller-Support-Verträgen
  • BEKOM-Begleitung im Managed Service oder Co-Managed-Modus
  • Wahlweise Selbst-Betrieb oder strukturierte Begleitung
BEKOM-Leistungen

BEKOM-Leistungen für OpenProject

BEKOM begleitet OpenProject-Einsätze von der Eignungsprüfung bis zum Regelbetrieb. Die Leistungen sind modular buchbar.

Planbare Kostenstruktur statt variabler Aufwände

Der interne Betrieb von OpenProject bündelt mehrere Kostentreiber: Plattform-Wartung mit Ruby-on-Rails- und PostgreSQL-Kompetenz, Patch- und Upgrade-Pfade, Monitoring-Werkzeuge sowie die Bereitschaft für Zwischenfälle außerhalb der Geschäftszeiten. Diese Aufwände schwanken zwischen ruhigen Phasen und Migrations- oder Major-Release-Fenstern. BEKOM bündelt den Betrieb in eine planbare Monatspauschale, in der Wartung, Updates, Monitoring und definierte Reaktionszeiten enthalten sind.

Im Eigenbetrieb tragende Kostentreiber:

Plattform-Kompetenz (Ruby on Rails, PostgreSQL, Reverse-Proxy)

Patch-, Upgrade- und Major-Release-Fenster

Monitoring- und Backup-Werkzeuge inklusive Pflege

Bereitschaft außerhalb der Geschäftszeiten

In der BEKOM-Pauschale enthalten:

  • Wartung, Updates, Monitoring und Reaktionszeiten
  • Wochenend- und Feiertags-Bereitschaft im Service-Design vereinbart
  • Strukturiertes Reporting an Geschäftsführung und Controlling
  • Strukturierte Kostentreiber-Erfassung im OpenProject-Assessment

Assessment und Architektur

BEKOM prüft, ob OpenProject zum technischen und organisatorischen Bedarf passt – ergebnisoffen, ohne Lizenz-Vertriebsinteresse. Geprüft werden Projekt-Volumen, Nutzeranzahl, Projekt-Struktur (klassisch, agil, hybrid), Identity-Anbindung, Migrationspfad und Reporting-Bedarf. Das Ergebnis ist eine dokumentierte Empfehlung mit Vergleich zu Alternativen und einem Architekturvorschlag.

Assessment-Schwerpunkte:

Bestandsaufnahme der aktiven Projekte und Nutzergruppen

Bewertung der Identity-Anbindung (LDAP, AD, SAML, OIDC, Keycloak)

Analyse der Migrationskomplexität aus Jira, MS Project, Redmine

Vergleichs-Analyse mit Atlassian Jira und Microsoft Project

Typische Auslöser:

  • Auslaufender Atlassian-Server-/Data-Center-Vertrag mit Cloud-Zwang
  • DSGVO-Audit oder neue Anforderung an den Verarbeitungsort
  • Konsolidierung mehrerer Werkzeuge (Excel, Trello, Planner)
  • Reporting-Pflichten in Förderprojekten oder regulierten Branchen

Einführung und Migration

Für Neu-Einführungen plant BEKOM Hardware-Dimensionierung, Projekt- und Hierarchie-Konzept, Backup-Strategie sowie die Integration in Identity- und Monitoring-Landschaft. Bei Migrationen aus Atlassian Jira, Microsoft Project oder Redmine übernimmt BEKOM den Datentransfer, die Berechtigungs-Übernahme und den stufenweisen Rollout mit Parallelbetrieb der Quell- und Zielsysteme.

Leistungen in dieser Phase:

Dimensionierung von Compute, Datenbank-Performance, Backup

Projekt-, Hierarchie- und Berechtigungs-Konzept

Datentransfer aus Jira, MS Project oder Redmine mit Mapping

Stufenweiser Rollout mit Übergabe- und Cutover-Punkten

Ergebnis dieser Phase:

  • Produktive Instanz mit dokumentierter Architektur
  • Migrierte Bestandsdaten mit übernommenen Beziehungen und Anhängen
  • Berechtigungs-Matrix nach Organisations-Struktur
  • Übergabepunkt in den Regelbetrieb mit klaren Service-Levels

Betrieb und Weiterentwicklung

Im Managed-Service-Modus übernimmt BEKOM den produktiven Betrieb: dokumentierter Change-Prozess für Plugin-Aktivierungen und Konfigurations-Änderungen, Patch-Zyklen entlang der OpenProject-Release-Linie, Monitoring von Web-, Anwendungs- und Datenbank-Schicht, Incident-Reaktion und regelmäßige Capacity-Reviews. Welche Architektur-, Projekt- und Berechtigungs-Entscheidungen vom Kunden freigegeben werden, ist im Vertrag geregelt.

Operative Aufgaben:

Change-Prozess für Plugin-Aktivierungen und Konfiguration

Patch-Management entlang der OpenProject-Release-Linie

Monitoring von Web-Frontend, Backend und PostgreSQL

Quartalsweise Capacity-Reviews

Reporting an Stakeholder:

  • Monatlicher Service-Bericht mit Verfügbarkeit und Incidents
  • Quartalsbericht mit Kapazitäts-Trend und Empfehlungen
  • Ad-hoc-Reports bei Audit-Anfragen oder Compliance-Nachweisen
  • Direkter Eskalations-Pfad zu Plattform-Verantwortlichen
Projekte & Aufgaben

Funktionen — Projekte, Aufgaben und Steuerung

OpenProject vereint klassische, agile und hybride Projektmanagement-Methoden in einer Plattform. Die folgenden drei Bereiche bilden den Kern der täglichen Projekt-Arbeit: Projekte und Hierarchien, Aufgaben mit Gantt und Kanban sowie Zeiterfassung und Reporting.

Projekte, Hierarchien und Portfolio

OpenProject organisiert die Arbeit in Projekten mit Unterprojekten, die sich zu mehrstufigen Hierarchien zusammensetzen lassen. Über die Portfolio-Sicht erhalten Geschäftsführung und Programm-Verantwortliche eine Gesamtübersicht über laufende Vorhaben, Status, Termine und Risiken. Berechtigungen werden auf Projekt-Ebene mit rollenbasierten Profilen vergeben.

Verfügbare Funktionen:

Mehrstufige Projekt-Hierarchien mit Unter- und Schwesterprojekten

Portfolio-Sicht über Status, Termine und Verantwortliche

Rollenbasiertes Berechtigungsmodell auf Projekt-Ebene

Projekt-Templates für wiederkehrende Vorhaben

Typische Einsatzszenarien:

  • Mehrjährige Bau- oder Engineering-Programme
  • Konzern-Strukturen mit getrennten Tochtergesellschaften je Mandant
  • Forschungs-Verbünde mit Förderprojekten

Aufgaben mit Gantt und Kanban

OpenProject führt Arbeit als Work Packages, die je nach Methode in Gantt-Diagrammen, Kanban-Boards oder klassischen Listen dargestellt werden. Beziehungen zwischen Aufgaben (Vorgänger, Nachfolger, Eltern, Kind, Duplikate) werden explizit modelliert, sodass Termin-Ketten und Abhängigkeiten sichtbar bleiben. Filter, gespeicherte Ansichten und Custom Fields passen die Darstellung je Team an.

Verfügbare Funktionen:

Interaktives Gantt-Diagramm mit Drag-and-Drop-Bearbeitung

Kanban-Boards für agile Teams mit konfigurierbaren Status-Spalten

Aufgaben-Beziehungen für Vorgänger, Nachfolger und Eltern-Kind-Strukturen

Custom Fields, gespeicherte Ansichten und Filter je Projekt oder Team

Typische Einsatzszenarien:

  • Klassische Termin-Steuerung über Gantt mit kritischem Pfad
  • Agile Sprint-Planung über Kanban- oder Backlog-Boards
  • Hybride Projekte mit Gantt für Meilensteine und Kanban für Iterationen
  • Multi-Team-Setup mit jeweils eigener Boards-Konfiguration

Zeiterfassung, Budget und Reporting

OpenProject erfasst Aufwand je Aufgabe und Nutzer mit konfigurierbaren Aktivitäten. Aus den Daten werden Stundenberichte, Budget-Übersichten und Auslastungs-Reports erstellt. Custom-Reports lassen sich speichern und über REST-API in BI-Werkzeuge anbinden, sodass externe Auswertungen ohne Datenexport möglich sind.

Verfügbare Funktionen:

Zeiterfassung je Aufgabe mit konfigurierbaren Aktivitäten

Budget-Übersichten mit Plan-Ist-Vergleich auf Projekt-Ebene

Auslastungs-Reports und Stundenberichte für Geschäftsführung und Controlling

Custom-Reports und Export über REST-API in BI-Werkzeuge

Typische Einsatzszenarien:

  • Projektabrechnung in Engineering- und Beratungs-Unternehmen
  • Budget-Tracking in mehrjährigen Förder- oder Forschungsprojekten
  • Auslastungs-Steuerung in Multi-Projekt-Organisationen
  • Externe Auswertung über BI-Werkzeuge ohne Daten-Export aus der Plattform
Plattform & Endgeräte

Funktionen — Plattform-Integration und Endgeräte

Über Projekte, Aufgaben und Reporting hinaus stellt OpenProject Plattform-Funktionen für den Enterprise-Einsatz bereit. Die folgenden drei Bereiche decken Wikis und Dokumentation, die Identity-Integration sowie das API- und Plugin-Ökosystem ab.

Wikis, Foren und Dokumentation

Jedes Projekt hat ein eigenes Wiki, ein Forum und eine Anhang-Verwaltung. Damit lassen sich Spezifikationen, Protokolle, Architektur-Entscheidungen und Anhänge im Projekt-Kontext halten, statt sie auf Datei-Servern zu verteilen. Versionierung, Änderungs-Historie und Verlinkung mit Aufgaben sind Standard. → Collaboration-Plattform

Verfügbare Funktionen:

Projekt-Wiki mit Markdown-Editor und Versionierung

Foren für strukturierte Diskussion auf Projekt-Ebene

Anhänge mit Versionsverwaltung und Verknüpfung mit Aufgaben

Querverweise zwischen Wiki-Seiten, Aufgaben und Meilensteinen

Typische Einsatzszenarien:

  • Architektur-Entscheidungen und Protokolle im Projekt
  • Spezifikations-Wiki für Software- oder Engineering-Vorhaben
  • Dokumentenpflege für Förder-, Audit- oder Bau-Projekte
  • Wissens-Konsolidierung statt verteilter Datei-Server

Identity-Integration und Multi-Mandanten

OpenProject integriert sich mit zentralen Identity-Providern (LDAP, Active Directory, SAML, OpenID Connect) und unterstützt Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie Single Sign-On. Über getrennte Projekt-Räume und feingranulare Berechtigungen lassen sich Mandanten-Strukturen aufbauen, in denen Tochtergesellschaften, Hochschul-Verbünde oder externe Partner getrennt voneinander arbeiten.

Integrations-Optionen:

LDAP- und Active-Directory-Anbindung für Nutzer-Synchronisation

SAML 2.0 und OpenID Connect für Single Sign-On (SSO)

Keycloak-Integration als Open-Source-Identity-Provider

Zwei-Faktor-Authentifizierung mit TOTP und Hardware-Token

Typische Einsatzszenarien:

  • Konzern-Strukturen mit getrennten Tochtergesellschaften
  • Hochschul-Verbünde mit Federation und Förderprojekten
  • SSO in bestehende Identity-Landschaft mit MFA-Pflicht
  • Externe Partner mit eingeschränkten Projekt-Berechtigungen

API, Plugins und Integrationen

OpenProject stellt eine dokumentierte REST-API v3 für nahezu alle Verwaltungs- und Konfigurations-Aufgaben bereit. Über Webhooks, Plugins und Integrationen lassen sich Drittanbieter-Systeme (GitLab, GitHub, Nextcloud, Mattermost, Microsoft Teams, BIM-Werkzeuge) anbinden. Damit fügt sich OpenProject in bestehende DevOps- und Kollaborations-Landschaften ein.

Verfügbare Schnittstellen:

REST-API v3 für Projekte, Aufgaben, Nutzer und Reporting

Webhooks für Ereignis-getriebene Integration

GitLab- und GitHub-Integration für Code-Aufgaben-Verknüpfung

Nextcloud-Integration für Datei-Anhänge im Projekt-Kontext

Typische Einsatzszenarien:

  • DevOps-Integration mit GitLab oder GitHub für Issue-Sync
  • BI-Anbindung über REST-API für externes Reporting
  • Datei-Anbindung an Nextcloud oder Open-Source-Speicher
  • Chat-Benachrichtigungen über Mattermost, Element, MS Teams
Betriebsmodelle

Betriebsmodelle für OpenProject

OpenProject lässt sich in zwei Verantwortungsmodellen betreiben. Beide basieren auf einem Service-Design-Dokument mit definierten SLAs und einer Verantwortungs-Matrix; der Wechsel zwischen den Modellen ist im laufenden Vertrag vorgesehen.

Fully Managed: BEKOM übernimmt den vollständigen Betrieb

  • Dokumentierter Change-Prozess für Konfigurationen, Plugins und Berechtigungen
  • Patch-Zyklen entlang der OpenProject-Release-Linie
  • Monitoring von Web-Frontend, Anwendungs-Backend und PostgreSQL-Datenbank
  • Quartalsweise Capacity-Reviews und Reporting an die Geschäftsleitung
  • Geeignet für Organisationen mit begrenzter interner Plattform-Kapazität
  • Geeignet für Compliance-Programme nach ISO 27001 oder TISAX

Co-Managed: Geteilte Verantwortung mit klarer Aufgabenmatrix

  • Konfigurations-Hoheit und finale Freigaben verbleiben beim Kundenteam
  • BEKOM übernimmt Major-Release-Wechsel und kritische Update-Fenster
  • BEKOM übernimmt Migrations-Spezialthemen aus Jira oder Microsoft Project
  • Bereitschafts-Begleitung durch BEKOM außerhalb der Geschäftszeiten
  • Nutzer- und Rollen-Verwaltung im Tagesgeschäft beim internen Team
  • Aufteilung im Zeitverlauf verschiebbar, wenn Kompetenz oder Kapazität sich ändern

Die Wahl des Modells folgt der internen Plattform-Kompetenz und der gewünschten Steuerungstiefe. Beide Modelle nutzen identische Betriebsprozesse und SLAs – der Unterschied liegt in der Aufgabenverteilung, nicht in der Betriebsqualität. Ein Wechsel zwischen den Modellen wird über eine Anpassung der Verantwortungs-Matrix formalisiert und ist ohne Plattform-Migration möglich.

Plattform-Vergleich

OpenProject im Vergleich

OpenProject tritt nicht allein an. Für eine fundierte Einschätzung ist der Blick auf Alternativen entscheidend – sowohl proprietäre Cloud-Suiten als auch andere Open-Source-Plattformen. Die folgenden drei Vergleichs-Achsen helfen bei der bewussten Plattform-Wahl.

OpenProject vs. Atlassian Jira

Atlassian Jira ist im Markt für agiles Projektmanagement und Software-Entwicklung der etablierte Standard mit großem Ökosystem (Marketplace, Confluence, Bitbucket). OpenProject fokussiert auf Selbst-Hosting, klassisches und hybrides Projektmanagement neben agilem Vorgehen sowie auf Datenhoheit innerhalb der EU – ohne Pflichtweg über die Atlassian-Cloud.

Differenzierende Merkmale:

Atlassian Jira primär als Cloud-Service mit US-Hyperscaler-Backbone; OpenProject selbst gehostet oder DACH-Cloud

Atlassian Jira mit Subscription je Nutzer; OpenProject mit Community Edition unter GPLv3

Atlassian Jira mit Fokus auf agile Software-Teams; OpenProject mit Gantt für klassische Projekte

Atlassian Marketplace mit kommerziellen Apps; OpenProject mit GPLv3-Plugins und offener API

Wann passt OpenProject besser:

  • DSGVO-Anforderungen mit eindeutigem Verarbeitungsort in Europa
  • Strategische Atlassian-Cloud-Reduktion oder Vendor-Diversifikation
  • Hybride Projekte mit klassischen Meilensteinen neben agilen Sprints
  • Compliance-Programme mit auditierbaren Datenflüssen für Projektdaten

OpenProject vs. Microsoft Project und Planner

Microsoft Project und Microsoft Planner sind tief in das Microsoft-Ökosystem integriert (Microsoft 365, Teams, SharePoint) und liefern Gantt sowie einfache Aufgaben-Boards. OpenProject bleibt eine selbst betriebene Plattform mit voller Kontrolle über Standort, Datenflüsse und Konfiguration und vereint klassisches, agiles und hybrides Vorgehen unter einer Oberfläche.

Differenzierende Merkmale:

Microsoft Project und Planner als Cloud-Services mit US-Hyperscaler-Backbone

OpenProject selbst gehostet oder bei DACH-Anbietern wie BEKOM

Microsoft Project mit klassischer Termin-Steuerung; Planner mit einfachen Boards

OpenProject mit Gantt, Kanban, Wikis und Zeiterfassung in einer Plattform

Wann passt OpenProject besser:

  • Datensouveränitäts-Anforderungen mit Verarbeitung in Deutschland
  • Vorhersehbares Kostenprofil ohne nutzungsabhängige Cloud-Tarife
  • Plattform-Konsolidierung über getrennte Microsoft-Werkzeuge hinaus
  • Strategische Cloud-Diversifikation jenseits der US-Hyperscaler

OpenProject vs. Redmine

Redmine ist eine langjährig etablierte Open-Source-Plattform für Projektmanagement, aus deren Wurzel OpenProject 2012 hervorgegangen ist. OpenProject differenziert sich durch eine moderne Web-Oberfläche, native Gantt- und Kanban-Boards, eine REST-API v3 mit vollem Funktionsumfang und einen klaren Release-Zyklus mit kommerzieller Subscription.

Differenzierende Merkmale:

OpenProject mit moderner Single-Page-Oberfläche; Redmine mit klassischer Server-Rendering-UI

OpenProject mit nativem Gantt und Kanban; Redmine vor allem über Plugins

OpenProject mit dokumentierter REST-API v3; Redmine mit historisch gewachsener API

OpenProject mit kommerzieller Enterprise Subscription; Redmine ohne offiziellen Hersteller-Support

Wann passt OpenProject besser:

  • Anforderung an moderne Web-Oberfläche und Mobile-Nutzung
  • Bedarf an native Gantt- und Kanban-Funktionen ohne Plugin-Pflege
  • Compliance-Bedarf mit kommerziellem Hersteller-Support
  • Integrations-Anforderungen über stabile, dokumentierte REST-API v3
Technische Details

Technische Details

OpenProject läuft auf einer Linux-basierten Ruby-on-Rails-Plattform und bietet eine klar dokumentierte technische Architektur mit definierten Schnittstellen.

Plattform und Systembasis

OpenProject ist eine Ruby-on-Rails-Anwendung mit mehrschichtiger Architektur: Web-Frontend (Single-Page-Anwendung in Angular und JavaScript), Anwendungs-Backend (Ruby-on-Rails mit Puma-Webserver), relationale Datenbank (PostgreSQL als unterstützte Standard-Datenbank), Hintergrund-Jobs (Good Job in PostgreSQL) sowie ein vorgelagerter Reverse-Proxy (NGINX oder Apache).

Kern-Komponenten:

OpenProject-Anwendung als Ruby-on-Rails-Stack mit Puma-Webserver

Web-Server NGINX oder Apache als vorgelagerter Reverse-Proxy

PostgreSQL als unterstützte Standard-Datenbank

Datei-Storage über lokales Dateisystem oder S3-kompatibles Object Storage

Release- und Update-Logik:

  • Stabile Release-Linie mit regelmäßigen Major-Releases
  • Patch-Releases für Sicherheits- und Korrektur-Updates
  • Plugin-Updates über die Anwendungs-Konfiguration
  • Dokumentierte Upgrade-Pfade zwischen Major-Versionen

Hardware und Skalierung

OpenProject läuft auf gängigen Linux-Distributionen (Debian, Ubuntu, Red Hat Enterprise Linux, openSUSE). Die Dimensionierung folgt der Nutzeranzahl, dem erwarteten Aufgaben-Volumen, der Anzahl paralleler Reports und der API-Last. Im Mittelstand reichen moderne Multi-Core-x86-Systeme; größere Installationen werden über horizontale Skalierung mit mehreren Anwendungs-Knoten dimensioniert.

Unterstützte Plattformen:

Debian und Ubuntu LTS als Standard-Linux-Distributionen

Red Hat Enterprise Linux und Rocky Linux für Enterprise-Setups

Virtuelle Maschinen unter KVM, Proxmox VE und VMware ESXi

Container-Deployment über offizielle OpenProject-Container-Images

Dimensionierungs-Faktoren:

  • Anzahl Nutzer und durchschnittliches Aufgaben-Volumen je Projekt
  • Aktive Module wie Backlogs, Boards, Zeiterfassung und Reporting
  • Erwartete parallele REST-API-Aufrufe und Webhook-Last
  • Hochlast-Szenarien mit horizontaler Skalierung über mehrere Anwendungs-Knoten

Schnittstellen und Ökosystem

OpenProject bietet eine REST-API v3 mit nahezu vollständiger Funktionsabdeckung sowie Webhooks für Ereignis-getriebene Integration. Über die Plugin-Architektur lassen sich Branchen-Erweiterungen, Workflow-Module und Integrationen mit Drittanbieter-Systemen (GitLab, GitHub, Nextcloud, Mattermost, BIM-Werkzeuge) anbinden.

Standard-Schnittstellen:

REST-API v3 für Projekte, Aufgaben, Nutzer, Reporting und Konfiguration

Webhooks für Ereignis-getriebene Integration in Drittanbieter-Systeme

LDAP-, SAML- und OpenID-Connect-Integration für SSO

iCalendar-Feed für Outlook und Apple Calendar

Erweiterungen über Plugins und Module:

  • GitLab- und GitHub-Integration für Code-Aufgaben-Verknüpfung
  • Nextcloud-Integration für Datei-Anhänge im Projekt-Kontext
  • BIM-Modul für IFC-basierte Bau- und Engineering-Projekte
  • Enterprise-Add-ons für Backlogs, Boards und erweiterte Custom Fields

Häufige Fragen zu OpenProject

Ist OpenProject für Enterprise-Einsätze und produktive Mittelstandslandschaften ausgereift genug?

Ja. OpenProject wird seit 2012 kontinuierlich weiterentwickelt und in DACH-Mittelstand, Bundes- und Landesverwaltungen, Forschungseinrichtungen und Bauprojekten produktiv betrieben. Die Plattform vereint klassisches, agiles und hybrides Projektmanagement unter einer Oberfläche. Mit der OpenProject Enterprise Subscription stehen kommerzielle Support-Verträge mit definierten Reaktionszeiten und Hersteller-Wartung zur Verfügung. BEKOM begleitet den Einsatz im Managed Service oder Co-Managed-Modus.

Welche Editionen gibt es bei OpenProject und welche passt zu welcher Organisation?

Es gibt zwei Hauptlinien: Die Community Edition unter GPLv3 ist ohne Lizenzgebühren nutzbar und liefert alle Kernfunktionen für Projekte, Gantt, Kanban, Wikis und Zeiterfassung – geeignet für Selbst-Betrieb mit eigener Plattform-Kompetenz. Die kommerzielle Enterprise Subscription liefert kuratierte Updates, Hersteller-Support und Add-ons für Backlogs, Boards und erweiterte Custom Fields – geeignet für Organisationen mit Compliance-Anforderungen, Skalierungs-Bedarf oder agilem Vorgehen mit Story-Points.

Passt OpenProject in eine bestehende Microsoft- oder Active-Directory-Landschaft?

Ja. OpenProject integriert sich über LDAP- und Active-Directory-Anbindung für die Nutzer-Synchronisation, über SAML 2.0 oder OpenID Connect für Single Sign-On und über iCalendar-Feeds für Termin-Synchronisation in Outlook und Apple Calendar. Damit funktionieren bestehende Identity-Strukturen, Multi-Faktor-Authentifizierung und vertraute Endgeräte ohne Disruption. Eine vollständige Microsoft-Ablösung ist nicht Voraussetzung – Hybrid-Betrieb mit Microsoft 365 für E-Mail und OpenProject für Projekt-Steuerung ist möglich.

Wie funktioniert die Migration von Atlassian Jira oder Microsoft Project zu OpenProject?

Die Migration erfolgt in Stufen nach Projekt-Typen und Nutzergruppen. Pilot-Projekte werden zuerst migriert, geschäftskritische Vorhaben folgen. Daten werden strukturiert übernommen: aus Jira über die REST-API mit Issue-Mapping, Beziehungs-Übernahme und Anhangs-Transfer; aus Microsoft Project über MS-Project-XML mit Termin- und Hierarchie-Übernahme; aus Redmine über offizielle Migrations-Werkzeuge. Während der Übergangsphase laufen Quell- und Zielsystem parallel. BEKOM begleitet die Migration mit dokumentiertem Daten-Mapping, Pilot-Phasen und stufenweisem Rollout.

Wie verhält sich OpenProject zur DSGVO bei Projekt- und Aufgaben-Daten?

OpenProject unterstützt eine DSGVO-konforme Verarbeitung durch granulare Berechtigungen, lückenlose Audit-Logs und nachvollziehbare Datenflüsse. BEKOM betreibt die Plattform in deutschen Rechenzentren mit klar dokumentierten Verarbeitungsbeschreibungen und einem Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Die rechtliche Bewertung der konkreten Verarbeitungs-Szenarien bleibt bei der internen Datenschutz-Funktion oder externen Datenschutz-Beauftragten – BEKOM liefert die technischen Bausteine und Nachweise auf Service-Ebene.

Lassen sich Mandanten oder Tochtergesellschaften getrennt voneinander betreiben?

Ja. OpenProject unterstützt mandantenfähige Strukturen über getrennte Projekt-Hierarchien, rollenbasierte Berechtigungen und feingranulare Zugriffskontrolle. Damit lassen sich Konzern-Strukturen mit Tochtergesellschaften, Forschungs-Verbünde mit getrennten Förderprojekten und Hosting-Szenarien mit mehreren Mandanten umsetzen – jeweils mit eigener Anmeldung, eigenem Branding und unabhängigen Berechtigungen. Bei strikter Mandanten-Trennung kann auch je Tochtergesellschaft eine eigene OpenProject-Instanz betrieben werden.

Wie sind Vertrag, Kündigung und Datenrückführung beim OpenProject-Betrieb geregelt?

Der Managed-Service-Vertrag legt Laufzeit, Kündigungsfristen, Service-Level und den Datenrückführungs-Prozess für das Vertragsende fest. Daten bleiben über offene Standards (REST-API v3, PostgreSQL-Dump, Anhangs-Export) jederzeit portabel. BEKOM stellt am Vertragsende einen vollständigen Daten- und Konfigurations-Export bereit. Ein Wechsel zurück in den Eigenbetrieb oder zu einem anderen Anbieter ist ohne proprietäre Hürden möglich; konkrete Vertragspunkte werden im Erstgespräch besprochen und vor Auftragserteilung schriftlich vereinbart.

Wie wird die Migration von Jira, MS Project oder Asana zu OpenProject strukturiert?

Die Migration beginnt mit einer Bestandsaufnahme der bestehenden Projekt- und Aufgabenstruktur: Projekte, Arbeitspakete, Workflows, Custom-Fields, Anhänge, Zeitbuchungen, Berechtigungs- und Rollenmodelle. BEKOM nutzt die OpenProject-REST-API v3 und Standard-Importpfade (Jira-XML, MS-Project-XML, CSV) für die Datenübernahme. Workflows und Custom-Fields werden im Service-Design-Dokument auf die OpenProject-Logik gemappt; Abweichungen werden vor dem Cut-Over freigegeben. Während der Übergangsphase laufen alte und neue Plattform parallel, mit kontrolliertem Read-only-Schalter am Quellsystem zum Stichtag.

Nächster Schritt: OpenProject-Einführung oder -Betrieb evaluieren

Den Einstieg bildet ein Erstgespräch zur Bedarfsabklärung: Bestandsaufnahme der aktuellen Projektmanagement-Landschaft, Eignungsprüfung für OpenProject und Abstimmung des Assessment-Umfangs. Das Gespräch ist unverbindlich und löst keine Folgeverpflichtung aus; ein schriftliches Angebot entsteht erst nach gemeinsamer Abgrenzung von Umfang und Architektur-Vorstellung.

Ein Assessment zur OpenProject-Plattform verschafft Klarheit über den Ist-Zustand Ihrer Projektmanagement-Infrastruktur und liefert eine Architektur-Empfehlung für den Betriebsumfang. Die Bestandsaufnahme umfasst bestehende Workflows, Compliance-Anforderungen und Integration in vorhandene Systeme. Das Service-Design dokumentiert den geplanten Betrieb mit definierten Schnittstellen zu Ihrer Organisation.

1

Bedarf abklären

In einem ersten Termin erfasst BEKOM Ihre aktuelle Projektmanagement-Landschaft (Atlassian Jira, Microsoft Project, Microsoft Planner, Redmine oder Excel-basierte Steuerung), die Identity-Anbindung und die organisatorischen Rahmenbedingungen. Sie erhalten eine erste Eignungsbewertung mit Hinweisen auf Migrationskomplexität und Architektur-Optionen.

2

OpenProject-Assessment beauftragen

Auf Basis der Bestandsaufnahme erstellt BEKOM eine technische Bewertung mit Architektur-Vorschlag (Projekt-Struktur, Hardware-Dimensionierung, Migrationspfad) und Vergleich zu Alternativen wie Atlassian Jira oder Microsoft Project. Das Assessment ist Ihre Verhandlungs- und Planungsgrundlage – Sie entscheiden über Reihenfolge und Tempo der Umsetzung.

3

Einführung oder Betrieb begleiten

Sofern das Konzept freigegeben wird, startet die strukturelle Einführung in vereinbarten Stufen. Nach Abschluss erfolgt der geordnete Übergang in den Regelbetrieb über BEKOM OPEN PRO Applications – wahlweise als Fully Managed Service oder im Co-Managed-Modus mit dokumentierten Aufgabenverteilungen und definierten Service-Levels.